Mein Welpe verweigert das Trockenfutter und frisst nur Fleisch

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Hallo zusammen!

Ich habe einen 2 Monate alten Welpen, den wir bekommen haben, als sie erst einen Monat alt war. Sie frisst absolut nichts außer Fleisch, Fisch und Knochen. Ich versuche ständig, ihr Trockenfutter zu geben, aber sie rührt es einfach nicht an. Ich hab es sogar mal zwei Tage lang durchgezogen und ihr nur das Trockenfutter hingestellt, weil ich dachte, dass sie irgendwann schon Hunger bekommt und es frisst – aber Pustekuchen. Da sie ohnehin nicht viel frisst (sie schafft kaum ein Viertel ihres Napfes und lässt immer was übrig), mische ich ihr jetzt Fleisch, ein bisschen Gemüse, Reis, Öl und manchmal Eier unter das Trockenfutter (also quasi halb selbstgekochtes Futter, halb Trockenfutter), damit sie überhaupt irgendwas anrührt und schluckt. Aber sie schafft es jedes Mal, alles auszusortieren: Sie pickt sich das Fleisch raus und lässt den Rest liegen. Ich hab sogar schon probiert, das Trockenfutter und das Gemüse klein zu mixen und mit Fleischstücken zu vermengen, aber das bringt auch nichts. Sie fischt sich nur die Fleischbrocken raus.

Was echt komisch ist: Für einen Welpen, der angeblich wenig frisst, ist sie sofort total aus dem Häuschen, sobald ich koche oder den Kühlschrank öffne. Sie ist auch mega interessiert, wenn wir am Tisch sitzen und fiept, damit wir ihr was abgeben. Da wir nur niedrige Couchtische haben, versucht sie ständig was zu stibitzen, wenn man mal was stehen lässt – ich hab sie sogar schon dabei erwischt, wie sie Butter geschlabbert hat!

Naja, wir kommen gerade vom Tierarzt und der sagt, sie sei kerngesund und hätte in einem Monat 2 kg zugenommen (ich frag mich echt wie). Sie wiegt jetzt mit 2 Monaten 5 kg und soll als ausgewachsener Hund wohl mal um die 20 kg wiegen.

Wie kriege ich sie bloß an das Trockenfutter gewöhnt? Es macht mir nichts aus, wenn sie Fleisch frisst, aber eben nicht ausschließlich Fleisch und Knochen.

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  • Doudou229
    Doudou229 Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Ich füttere am Tisch und auch am Couchtisch im Wohnzimmer. Ich lasse absichtlich kleine Kekse auf dem Couchtisch liegen, nur um sie in Versuchung zu führen (ich bin echt fies, ich quäle meine Labbis und Goldies gerne mal...) 😏

    Aber Betteln, Winseln, Klauen oder Kläffen ist absolut verboten.

    Anschauen ist erlaubt, oder wenn sie mir beim Essen zu Füßen liegen oder neben mir. Wenn ich ihnen dann einen Blick (und ein kurzes Handzeichen) gebe, dürfen sie es sich nehmen. Oder ich sag von Weitem „Na los“ oder einfach „JA“.

    Volka hat immer so gehustet (eher ein diskretes Räuspern), um mich zu fragen...

    Ixia, meine Goldie-Hündin: Bei meiner Mutter darf sie viel mehr als bei mir, da darf sie sogar auf den Stuhl neben ihr und rumjammern oder bellen. Aber bei mir zu Hause versucht Ixia das gar nicht erst, selbst wenn meine Mutter da ist. Da wird nicht gejammert, sie geht nicht auf die Stühle und gebellt wird auch nicht.

    Oxane ist da eher der ungestüme Typ (sitzt oder liegt da, wedelt mit dem Schwanz wie ein Scheibenwischer und starrt mich total intensiv an).

    Das letzte Foto in der Sphinx-Pose finde ich einfach klasse, ich lieb's!

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    Doudou229
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    Sie ist ja goldig!! Was für eine süße Schnute.

    Schön sieht’s bei dir aus, mmmh, ich kann dein leckeres Essen fast bis hierher riechen ;-)

    Danke für die lieben Worte zu meiner Maus, freut mich riesig, wenn unsere kleinen Abenteuer weiterhelfen können 😁

    Weißt du, meine Mutter hat Wildkaninchen früher immer weggeworfen, aus Angst vor Krankheiten und vor allem wegen der Knochen (weil wir alle dachten, das wäre super gefährlich). Mit dem Barfen (Rohfütterung) anzufangen, hat bei mir echt mit einigen Vorurteilen aufgeräumt 😳

    Sowas wie „Hunden gibt man niemals Knochen“ oder „nur mal kurz zum Knabbern geben und dann wieder wegnehmen“...

    Die ganze Sache mit dem Trockenfutter war echt fest verankert, sogar nach der Zeit, in der ich für sie gekocht habe, bevor wir mit Barf angefangen haben...

    Als ich Volka (meiner Labrador-Hündin) das erste Mal einen Hähnchenschenkel gegeben habe, habe ich echt ein paar Minuten gebraucht, um mich zu trauen. Ich hatte total viele „Was wäre wenns“ im Kopf... Was, wenn es schiefgeht? Wenn sie erstickt? Ich dachte sogar, sie könnte sich einen Zahn ausbrechen 👎

    Volka ist dann mit über 14 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen – und sie hatte noch alle Zähne, kein einziger war kaputt...

    Hase nach dem Prey-Modell füttern, also mit Fell, das mache ich nicht... aber eigentlich sollte man das ja so machen, also das Tier im Ganzen geben.

    Ich würde es so machen: Ich gebe ihr das Fell vom Hasen bewusst nicht, aber sie darf dabei sein, wenn ich ihn abziehe. Dabei muss sie auf Kommando „Sitz“ machen und warten. Wenn sie das macht, bekommt sie ein paar Stückchen direkt aus der Hand (aber sie darf den Hasen niemals anrühren, solange das Fell noch dran ist). Dieses Fleisch gibt es dann nur auf Ansage und aus der Hand... nicht im Napf.

    Wegen der Hühner: Da würde ich sie sofort einander vorstellen, mit Übungen wie „Tabu“ oder „Stopp“...

    Dieses „Bleib“, der Notfall-Stopp und das „Nicht anrühren“ – damit fange ich so früh wie möglich an (da warte ich nicht, bis sie 6 Monate alt ist...).

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    Wow, die ist ja schon richtig gewachsen! Im Vergleich zu den Fotos auf der vorigen Seite...

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    Lorna

    Eigentlich haben wir beide eine ziemlich lockere Einstellung zur Erziehung. Sofaverbot gibt's bei uns nicht, aber es wäre echt top, wenn sie kapieren würde, wann es Zeit ist, auf ihren Platz zu gehen oder die Gäste nicht beim Essen zu nerven. Uns stört sie ja nicht, nur die – wer weiß warum… Das Abendessen ist okay, das wird auf der Terrasse serviert. Aber das Frühstück gibt's bei Kälte in unserem Wohnzimmer, weil wir noch keinen richtigen Speiseraum haben. Da ist der Couchtisch mitten im Raum mit Xena, die ständig drumherum schleicht, nicht so ideal.

    Vom Tisch füttern ist echt eine Riesendummheit, ich geb’s ja zu. Da muss sich vor allem mein Mann ändern…

    Ich will ihr auch den Rückruf beibringen, was bei einem Jagdhund sicher kompliziert wird. Ich werde mir da von den Bauern helfen lassen, die Erfahrung mit Sloughis haben.

    Noch zwei Fotos und dann geh ich mit ihr spielen, sie hat ihren Ball verloren und kaut gerade das Zelt kaputt!

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    Ich hab noch kein Esszimmer und es ist trotzdem total verlockend für sie....

    Andererseits traut sie sich nicht ran. Sie hat geschlafen, ist aber vom Geruch wach geworden

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    Wir haben ihr schon ein Bettchen hingestellt, aber sie geht da nur tagsüber rein, wenn die Sonne draufscheint…. Was mich beruhigt, ist, dass sie schon echt schlau zu sein scheint. Wenn wir in Marrakesch sind, versucht sie erst gar nicht, auf die Sofas der Schwiegermutter zu klettern. Sie hat wohl instinktiv kapiert, dass das aussichtslos ist. Beim Tierarzt war sie ein Engel, so nach dem Motto „ich bin ganz brav“. Hier ist ein kleines Video über eine Sloughi-Geschichte: https://www.youtube.com/watch?v=QZ454EUJ5Fo Auf jeden Fall danke für die Zeit, die du dir zum Antworten genommen hast. Ich denke, ich werde beim Futter einen Mittelweg finden: halb BARF, halb Reste und Gekochtes, und einfach das Beste aus dem machen, was man so bekommt.

    Das fand ich toll, danke :-)

    Was ich besonders genial finde, wenn ich Leuten dabei zusehe, wie sie mit ihren Hunden in Sprachen arbeiten, die ich nicht verstehe, ist zu sehen, wie sehr man instinktiv überall auf der Welt die gleichen Laute und die gleiche Betonung nutzt, um mit dem Hund zu kommunizieren.

    Wenn ich meine Hündin für ein bestimmtes Ziel oder eine Übung motiviere, mache ich genau die gleichen Geräusche :-)

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    Wir haben ihr schon ein Bettchen hingestellt, aber sie geht da nur tagsüber rein, wenn die Sonne draufscheint....

    Was mich beruhigt, ist, dass sie wohl schon echt schlau ist. Wenn wir in Marrakesch sind, versucht sie gar nicht erst, auf die Sofas von der Schwiegermutter zu gehen. Sie hat wohl instinktiv kapiert, dass das dort sowieso nichts wird. Beim Tierarzt war sie ein Engel, ganz nach dem Motto: „Ich bin total brav“.

    Hier ist ein kleines Video über die Geschichte eines Sloughis:

    https://www.youtube.com/watch?v=QZ454EUJ5Fo

    Auf jeden Fall danke für deine Zeit und die Antwort. Ich denke, ich werde beim Futter einen Mittelweg finden: halb BARF, halb Gekochtes und Reste, und einfach das Beste aus dem machen, was man hier so bekommt.

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    Doudou

    Ich habe deine Abenteuer mit Oxane hier im Forum mitverfolgt. Ehrlich gesagt hat mir das echt geholfen, weil Xena uns auch immer geweckt hat, indem sie auf uns draufgesprungen ist und uns die ganze Zeit gezwickt hat. Wir nennen sie nicht Raptor, sondern Krokodil. Genau wie Oxane ist sie morgens jetzt ruhiger geworden; sie schleckt mich jetzt ab und weckt mich nicht mehr, indem sie mir in die Haare beißt. Ein echter Fortschritt! Na ja, sie hat zwar jeden Tag noch ihre Phasen, in denen sie knabbert, aber wir lenken sie dann auf ein Spielzeug um. Es war echt cool, Oxanes Geschichte zu lesen, man hat das Gefühl, sie richtig zu kennen.

    Ich traue Xena auch zu, dass sie wie Fidji in den Hungerstreik tritt, deshalb werde ich das mit dem Trockenfutter wohl sein lassen. Ich schau mir mal die Links an, die du mir geschickt hast. Und du hast wahrscheinlich recht: Den Jagdinstinkt hat sie oder eben nicht, da wird rohes Fleisch auch nicht viel ändern. Wir schaffen uns demnächst auch Hühner an, also wäre es echt cool, wenn sie sich mit denen versteht! Wie Lorna schon sagte, sind das ja keine Hunde, die ihre Beute von Natur aus direkt töten, sondern sie eher hetzen ... mal sehen.

    Wäre ja eigentlich super, wenn sie uns mal ein Kaninchen oder einen Hasen bringt – ist das eigentlich schlimm, die dann zu essen? Nicht so wie deine Mutter, die sie immer weggeworfen hat? Gefahr für Hauskaninchen besteht hier nicht, die gibt es hier gar nicht, aber Hase schmeckt halt echt verdammt gut. Sorry an die Vegetarier, aber ich dachte, man könnte die vielleicht verwerten ...

    Cool wegen dem Honig, davon gibt es hier reichlich.

    Es wird dann wohl Lamm, Ziege und Schaf geben. Rind ist hier doch ein bisschen teuer und Ente gibt es gar nicht – und ganz ehrlich, wenn ich welche finden würde, würde ich sie für mich selbst behalten.

    Innereien sind hier leicht zu finden, sie frisst viel Pansen und Leber.

    Was Getreide angeht: Reis, Gerste und Weizen sind einfach zu kriegen, Hafer auch ... Buchweizen, Amarant oder Roggen gibt es hier nicht. Beim Fett haben wir kein Ghee, nur ranzige marokkanische Butter, aber ich weiß nicht, ob ich ihr die geben darf.

    Ich habe keine Angst, dass sie frisst wie ein Scheunendrescher, sie reguliert das jetzt schon von selbst, also glaube ich nicht, dass das ein Problem wird.

    In Sachen Erziehung scheint ihr mit Lorna ja echt die Profis zu sein, wir sind da totale Anfänger und geben unser Bestes. Wir wollen ihr das Schlafzimmer oder die Couch gar nicht verbieten, aber sie soll halt trotzdem auf uns hören und in ihrem eigenen Bett schlafen. Dass sie bei uns im Zimmer schläft, ist uns egal, aber halt nicht direkt zwischen uns! Ich muss ja zugeben, dass sie mich auch schön warm hält und es super gemütlich ist, mit ihr zu schlafen, aber egal, wir müssen das jetzt so schnell wie möglich anpacken.

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    Voll süß 😉

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