Ich bin total ängstlich und deprimiert, seit mein Welpe da ist

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Hallo zusammen,

mein Partner und ich haben uns vor Kurzem einen Cavalier King Charles Welpen geholt. Seit er da ist, geht es mir gar nicht gut. Ich habe Bauchschmerzen, muss mich übergeben, habe Panikattacken, weine ständig und vor allem kann ich überhaupt nicht mehr schlafen. Dabei ist gar nicht der Welpe an sich das Problem. Er schläft nachts super durch und hat nur ganz selten kleine „Unfälle“ in der Wohnung. Das Problem bin wirklich ich. Letztes Jahr wurde bei mir eine generalisierte Angststörung diagnostiziert, die eigentlich stabil war, aber seit Popeye da ist, wird mein Zustand immer schlimmer. Ich habe solche Angst, dass ich mein letztes Studienjahr und den Hund nicht unter einen Hut bekomme. Zum Glück kümmert sich mein Partner auch um ihn, aber mir geht es trotzdem total dreckig. Dabei habe ich den kleinen Kerl schon richtig ins Herz geschlossen, aber psychisch macht mich das gerade total fertig und ich weiß nicht mehr weiter. Hat jemand von euch sowas auch schon mal durchgemacht?

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    Hallo,

    das ist anscheinend eine Phase, die viele Hundebesitzer durchmachen, genau wie frischgebackene Mamis eigentlich – ein Puppy Blues.

    Dass du dir so viele Sorgen machst, beweist doch gerade, dass du – im Gegensatz zu dem, was du sagst – eine gute Hundemama bist. Du fühlst dich für die Entwicklung von deinem Kleinen verantwortlich und das ist auch echt super.

    Was ich dir raten kann? Ich bin selbst noch ein Hunde-Neuling, deshalb werden dir hier viele sicher noch besser antworten können als ich. Ich denke, versuch einfach, bewusste Momente mit deinem Schatz zu genießen... spielen, kuscheln... Wir wollen übrigens unbedingt ganz viele Fotos von dem kleinen Wolf sehen!

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft!

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    Hallo

    Es kann gut sein, dass deine Gefühle mit der Ankunft des Welpen erst mal Achterbahn fahren.

    Oder sogar schon davor.

    Zerbrich dir nicht zu sehr den Kopf, mach einfach wie gewohnt weiter: Alleinebleiben-Training, ein paar Kommandos wie „Sitz“ usw. … Das dauert nur ein paar Min. am Tag. Lieber wenig fordern, aber dafür richtig. Für dich genauso wie für deinen Welpen. Wenig ist besser als gar nichts 😉 Und wenn mal keine Übungseinheiten anstehen, dann eben Spaziergänge, bei denen er mit seinen Kumpels spielt – das ist dann Sozialisierung und schont auch deine Nerven ...

    Dein Freund ist ja auch noch da, also mach dir keine Vorwürfe, wenn er gerade ein bisschen mehr übernimmt als du ... Wenn ich krank bin, übernimmt mein Partner alle Gassirunden lol. Man wechselt sich halt ab, und genau das macht eine Familie aus! Dass man sich zum Wohle aller aufeinander verlassen kann.

    Du musst nicht versuchen, alles alleine zu stemmen 😉

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    Wir lassen ihn vorher draußen ordentlich auspowern und er bekommt natürlich Spielzeug, aber halt nur Sachen, bei denen nichts passieren kann. Er hat auch einen Welpen-Kong. Wir schauen auch immer, dass einer von uns mittags heimkommt, damit es für ihn nicht zu lang wird.

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    Mir geht’s ganz genauso, aber der Welpe ist noch nicht bei uns. Er kommt in 8 Tagen an. Ich schwanke total zwischen Vorfreude und Frust. Seit einiger Zeit schlafe ich schlecht, ich wach mitten in der Nacht mit Panikattacken auf... was, wenn der Hund beim Älterwerden aggressiv gegenüber den Kindern wird... und was, wenn er dieselben Bindungsprobleme entwickelt wie unsere Hündin, was uns damals echt viel Ärger und Streit eingebracht hat. Ich will diesen Hund wirklich, er ist wunderschön und alle freuen sich riesig, dass er kommt, aber ich krieg dieses miese Bauchgefühl einfach nicht weg, als würde irgendwas Schlimmes passieren. Ich kann mir das selbst nicht erklären. Ich hab versucht, mit meinem Partner darüber zu reden, aber er meint nur, wenn ich zweifle, dann will ich den Hund wohl doch nicht so richtig. Dabei stimmt das gar nicht! Es ist einfach nur tief in mir drin, dass es mir gerade nicht gut geht.

    Ich kann’s kaum erwarten, ihn endlich im Arm zu halten. Ich bin mir sicher, dass ich meine Ängste dann vergesse und nur noch positiv denke :)

    Jedenfalls kannte ich den „Puppy Blues“ vorher gar nicht, ich lese gerade total viel darüber... Ich bin also nicht verrückt, juhu 👌

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    Kikaah
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    Viele haben den Puppy Blues schon durchgemacht, das kann ein paar Tage bis ein paar Wochen dauern, ist nicht schlimm :) Haltet durch und macht euch keine Vorwürfe, es gibt keinen Grund dazu.

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    Also, denk mal dran: Er wurde gerade erst von seiner Mama und seinen Geschwistern getrennt, da ist es ganz normal, dass er weint. Wie bringst du ihm denn das Alleinsein bei, wie sieht euer Tagesablauf so aus? Powerst du ihn ein bisschen aus, bevor du ihn alleine lässt? Gibst du ihm was zum Spielen, wenn du weg bist? Kurz gesagt: Wie läuft der Alltag mit deinem Welpen so ab? Und dass du dir solche Gedanken machst, zeigt doch, dass du keine schlechte Hundemama bist – mach dir also keine Vorwürfe!

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    Ich hab so ein schlechtes Gewissen, ich hab echt das Gefühl, dass ich einen Fehler gemacht habe, als wir den Hund adoptiert haben. Dabei haben wir uns das vorher so gut überlegt und nichts überstürzt. Das war keine spontane Entscheidung. Aber jetzt hab ich total Angst, dass er bei uns einfach nicht glücklich wird. Wir haben ihn mal gefilmt, als wir nicht da waren, und er hat richtig viel gejault und geweint... das bricht mir echt das Herz.
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    Hallo

    Ich verstehe total, wie du dich fühlst. Ich leide selbst unter einer Angststörung und Depressionen, die zwar seit einem Jahr stabil sind, aber na ja, es gibt eben Tage, an denen es nicht so toll läuft.

    Ich hatte genau so eine Phase mit heftigen Ängsten, als Koda zu uns kam. Dabei war er echt ein Schatz, stubenrein, brav und verschmust. Trotzdem hatte ich das Gefühl, nichts richtig zu machen und ein schlechtes Frauchen zu sein. Aber glaub mir, das ist nur ein Gefühl. Ich war müde, nervös und mir war richtig schlecht (Übelkeit, Erbrechen). Ich weiß, es sagt sich leicht, aber ich hab mich nicht hängen lassen. Ich hab mich quasi selbst dazu gezwungen, wenn man das so sagen kann, und mich um den Welpen gekümmert. Ich hab alles gegeben, auch wenn es sich angefühlt hat, als wäre es zu viel – und nach einem Monat war es dann endlich vorbei. Das Problem ist, wenn man eh schon ängstlich ist, kann so ein Welpe eine emotionale Belastung sein, die fast so groß ist wie bei einem Kind. Man muss mit sich selbst klarkommen und gleichzeitig mit ihm... Das ist nicht einfach, aber du hast ja deinen Partner, also zögere nicht, mit ihm darüber zu sprechen und zu sagen, was nicht stimmt. Lass einfach alles raus, was du fühlst. Akzeptier, dass es dir zwischendurch mal nicht gut geht. Lass deine Emotionen fließen, denn du hast das Recht, nicht jeden Tag topfit zu sein. Ich bin mir sicher, dass sich das alles einrenken wird.

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