Gekochtes Fleisch - gefährlich?

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Hallo zusammen,

beim Thema Hundefutter ist Google echt ein Dschungel. Ich habe gehört, dass gekochtes Fleisch die Darmflora vom Hund zerstört. Andere sagen wiederum, dass das Risiko für Parasiten bei rohem Fleisch zu hoch ist und man es deshalb kochen muss...

Ich bin total verwirrt.

Um es genauer zu sagen: Das Fleisch, das ich Loup gebe, ist keine Tagesration. Es sind nur kleine Mengen (2 Hähnchenbrüste über die Woche verteilt) für die Erziehung. Es ist für sie das absolute Super-Leckerli (egal ob gekocht oder roh), und damit können wir in jeder Situation super trainieren.

Deshalb meine Frage: Kann ich das Fleisch kochen, bevor ich es ihr gebe?

Einerseits ist es praktischer, weil rohes Fleisch an den Fingern und im Beutel klebt, was unterwegs echt mühsam ist...

Andererseits ist mein Hund am Darm recht empfindlich, und von zu viel rohem Fleisch bekommt sie Durchfall.

Wie sieht es da aus? Kann ich das Hähnchen weiterhin kurz abkochen (5 Minuten in Wasser ohne Salz), ohne zu riskieren, dass die Darmflora kaputt geht?

Oder sollte ich lieber nur bei getrocknetem oder rohem Hähnchen bleiben?

Loup ist übrigens 8 Monate alt (weiß nicht, ob das einen Unterschied macht).

Danke!

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  • Kainate
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    Mir geht es eigentlich nur darum, Folgendes zu sagen: Ein Hund mit einer gesunden Verdauung sollte meiner Meinung nach in der Lage sein, so ziemlich alles zu verdauen, auch die Bestandteile einer BARF-Ernährung (wie zum Beispiel rohes Fleisch), selbst wenn das nicht die Hauptfütterungsart ist, die man für ihn gewählt hat.

    Und ich glaube, dass ein Großteil der „empfindlichen Verdauungen“, von denen man heutzutage ständig hört, einfach daran liegt, dass es an Abwechslung im Napf fehlt.

    Das ist zumindest das, was ich aus meiner Erfahrung mit Basile gelernt habe. Am Anfang hat er rohes Fleisch SEHR SCHLECHT vertragen, und ich hätte ihm auch ganz einfach für immer diesen Stempel „empfindlich“ aufdrücken können. Aber die Erfahrung hat gezeigt: Als er erst einmal gelernt hatte, dieses rohe Fleisch richtig zu verdauen, konnte er plötzlich alles Mögliche vertragen.

    Wenn ich Züchterin wäre, würde ich das Futter meiner Welpen wahrscheinlich von klein auf so abwechslungsreich wie möglich gestalten – genau wie man es bei Babys macht! So verhindert man, dass sie mit diesem Handicap ins Leben starten, nichts anderes (oder nur in winzigen Mengen) verdauen zu können als das Trockenfutter einer ganz bestimmten Marke.

    Denk mal drüber nach: Das Verdauungssystem mancher Hunde ist seit der Geburt fast nie mit etwas anderem in Kontakt gekommen als der Muttermilch und dem Trockenfutter einer bestimmten Marke – vorausgesetzt, der Käufer hat brav das Gleiche weitergefüttert wie der Züchter. Wie soll sich der Körper in so einem Fall denn bitteschön daran gewöhnen, etwas anderes zu verdauen?

    Übrigens gibt es da eine Sache, die ich noch nie verstanden habe: Wenn ein Besitzer sagt, er gibt seinem Hund dieses oder jenes nicht, weil er davon „Durchfall bekommt“, weiß ich nie, ob der Hund dann unter Schmerzen die ganze Bude vollmacht oder ob er einfach nur zweimal am Tag etwas weicheren Kot hat.

    Manche Lebensmittel machen den Stuhlgang halt weicher (wie Backpflaumen bei uns Menschen!), aber das heißt ja nicht gleich, dass sie nicht vertragen werden.

    (Ich bin übrigens auch nicht dafür, eine BARF-Umstellung nur mit roher Hähnchenbrust zu starten, wie es oft empfohlen wird: Rohes Fleisch allein macht ziemlich weichen Kot, was einen glauben lassen kann, dass der Hund es nicht verträgt. Dabei müsste man nur etwas dazugeben, was für ein bisschen „Ballast“ sorgt – eben Knochen! – um wieder einen ganz normalen Stuhlgang zu bekommen.)

    Klar, wenn man bei einem Hund, der 2 Monate, 1 Jahr oder älter ist, eine Gewöhnung nachholen will, die vorher nie stattgefunden hat, kann das erstmal in ständigem Durchfall enden. Ich finde aber, dass es sich lohnt, über diese kleinen Unannehmlichkeiten hinwegzusehen (natürlich mit gesundem Menschenverstand – man soll den Durchfall nicht ignorieren, aber eben auch nicht sofort jedes Lebensmittel streichen, das ihn auslöst, sondern schauen, wie man es anders oder schrittweise einführen kann), um den Hund insgesamt robuster zu machen.

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    Kainate
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    Ansonsten: Ich versuche hier absolut niemanden davon zu überzeugen, seinen Hund auf BARF umzustellen :)

    Einfach aus dem Grund, weil ich selbst nicht zu 100 % überzeugt bin, dass es die bestmögliche Ernährung ist. Ich finde, es gibt leider noch nicht genug verlässliche Daten zum Thema (siehe mein letzter Post: keine vernünftigen tierärztlichen Studien) und die Logik dahinter („der Hund stammt vom Wolf ab“) ist auch eher wackelig.

    Dass ich meine Hunde hauptsächlich barfe, liegt an meinem „Selbermachen“-Ansatz (sowohl für mich als auch für meine Hunde: Ich koche lieber, als Fertigkram zu kaufen, weil ich der Futtermittelindustrie kaum vertraue). Es war die einzige Methode, die ich gefunden habe, die relativ einfach umzusetzen ist und bei der man keine Vitamin-Kalzium-Zusätze braucht (bei allen Rezepten für „selbstgekochtes Futter“, die ich gefunden habe, musste man sowas dazugeben, was nicht zu meinem Wunsch passte, alles selbst zu machen). Außerdem gibt es da inzwischen genug Erfahrungswerte – es gibt ja immer mehr Leute, die ihre Hunde ihr Leben lang gebarft haben und davon berichten können. Bei mir ist die Erfahrung absolut positiv, deshalb bin ich dabei geblieben, auch wenn ich zwischendurch ohne schlechtes Gewissen mal Trockenfutter, Getreide usw. füttere.

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    @Caroline-Eg

    „Kainate, man muss also die exakte Menge haben, sonst riskiert man, dass der Hund stirbt? Finde ich persönlich ziemlich übertrieben.“

    Meinst du die Knochen ^^?

    Es geht absolut nicht um Mengen, die aufs Gramm genau stimmen müssen, sondern um grobe Verhältnisse, die man einhalten sollte. Das kriegt man super nach Gefühl hin, ganz ohne Waage. Das ist absolut nicht komplizierter, als die Verhältnisse bei einer ganz normalen selbstgekochten Ration zu beachten.

    Ich sehe nicht, was daran „übertrieben“ sein soll.

    Beim Barfen wird ein Verhältnis von etwa 50/50 zwischen fleischigen Knochen und Fleisch ohne Knochen empfohlen.

    Viele Leute machen aber einfach, was sie wollen, und füttern nur Hähnchenschenkel, weil’s billiger ist.

    Man kann dann nicht dem „Barfen“ die Schuld geben, wenn man sich gar nicht an die Regeln gehalten hat. Nur Hähnchenschenkel zu füttern ist genauso wenig „Barf“ wie eine vernünftige hausgemachte Mahlzeit, das ist einfach totaler Quatsch von Leuten, die sich keine 5 Minuten Zeit genommen haben, um sich zu informieren.

    Ganz ehrlich, ich würde echt gerne mal die tatsächliche Häufigkeit von Problemen beim Barfen wissen, die von Tierärzten dokumentiert wurden (Knochen-Unfälle, Mängel, Parasiten...), um mir ein besseres Bild von der Sicherheit zu machen. Aber ich bin nie an solche Daten gekommen, weil in den wenigen Studien, die ich dazu gefunden habe, alles zusammengewürfelt wird („fertiges Barf-Mix“, reine Fütterung von fleischigen Knochen etc.).

    Ich habe schon ein paar Tierärzte dazu befragt, besonders wegen der Knochen-Unfälle. Die konnten sich bei den Unfällen, die sie auf dem Tisch hatten, gar nicht mehr erinnern, ob die üblichen Barf-Regeln beachtet wurden (rohe fleischige Knochen, nicht mehr als 50 % der Ration) oder eben nicht (große tragende Knochen vom Metzger ohne Fleisch, Hund nur mit Hähnchenschenkeln gefüttert, gekochte Knochen usw.).

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    Emla
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    „Wenn auf Martinique Saison ist, frisst der Hund meiner Mutter mindestens 4 oder 5 am Tag ohne das geringste Problem“ ... oh, mein Traum ... ich guck hier gerade wie Homer Simpson vor einem riesigen, fetten Steak!

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    Ich würde das rohe Fleisch von heute mal mit dem von vor 100 Jahren vergleichen. Und nicht jeder hat das Geld, seinem Hund nur Bio zu füttern. Sogar für uns ist das Essen ja schon ein echtes Kopfzerbrechen geworden, mit den ganzen Konservierungsstoffen, Pestiziden, Farbstoffen, Antibiotika usw. Kochen bleibt da einfach eine relativ einfache Lösung, um sich das Leben leichter zu machen.

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    Kainate, man braucht also eine exakte Menge, weil der Hund sonst stirbt? Also ich finde das echt ziemlich übertrieben.

    Ich hab BARF auch mal strikt nach Plan durchgezogen und ich weiß einfach, dass das bei meinem Hund nicht funktioniert hat. Ich wollte ihn dann auch nicht weiter quälen, nur um zu riskieren, dass er am Ende krank wird.

    Und wenn ich von der passenden Ernährung spreche, heißt das nicht, dass es nicht abwechslungsreich ist. Wie gesagt, ich variiere beim Fleisch und bei den Kohlenhydraten. Ich hab aber keine Lust mehr auf diese Ideologie, dass „nur das hier das Beste ist und er es gefälligst verdauen muss“ – gerade was Ballaststoffe, Kohlenhydrate und Stärke angeht, bietet BARF ja so gut wie gar nichts.

    Das sind ja immer so um die 80 % bis 90 % rohes Fleisch. Da bin ich ganz bei Nordic Attitude, meine Hündin kommt von der Straße und die verdaut echt alles. Sogar Mangos. Wenn auf Martinique Saison ist, frisst der Hund meiner Mutter locker 4-5 am Tag, ohne dass es die geringsten Probleme gibt.

    Bei einem Hund, der früher Verdauungsprobleme hatte, hat sich das extrem verbessert, aber ich mach mir da keinen Kopf mehr. Ich versuche einfach, so 50-60 % Fleisch beizubehalten und dazu eine Quelle für Kohlenhydrate und Fette. Warum sollte es unnormal sein, wenn ein Hund bei 80-90 % Fleischanteil nicht alles perfekt verdaut? Vielleicht ist ein Anteil an Ballaststoffen, Kohlenhydraten oder Getreide gar nicht so dramatisch, wie manche immer meinen.

    Denkt man auch so kompliziert nach, wenn ein Hund Frolic nicht verträgt? Für mich ist ein Hund dafür gemacht, alles Mögliche zu verdauen, er ist weder ein Huhn noch ein reiner Fleischfresser.

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    Kainate
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    Ich glaube nicht, dass das rohe Fleisch an sich ihm Durchfall bereitet, sondern eher die Menge. Er ist ein Weißer Schweizer Schäferhund, die haben ja eh einen empfindlichen Magen, und ich glaube, er ist auch unabhängig von der Rasse sensibel. Futterumstellung geht gar nicht ohne Durchfall... schon wenn ich ein neues Leckerli in zu großer Menge gebe, kriegt er sofort weichen Kot. Der Züchter meinte, das sei „normal“, wenn die Mengen zu groß sind. Das Problem ist, dass bei rohem Fleisch die kleinen Stücke aneinanderkleben. Da kann ich die Menge nicht so gut portionieren. Deshalb koche ich es. Aber wenn ich ihm die gleiche Menge gekochtes Huhn gebe, kriegt er auch weichen Stuhl oder sogar Durchfall.

    Genau das ist der Punkt: Ich finde es nicht „normal“, dass ein Hund so empfindlich mit dem Darm ist (auch wenn es an der Menge liegt). Meiner Meinung nach sollte man aufhören, diese Situation so zu verharmlosen (vor allem von Züchterseite her...).

    Entweder ist diese Empfindlichkeit genetisch bedingt, und in dem Fall sollte der Züchter (eigentlich alle Züchter der Rasse) seine Auswahlkriterien mal überdenken (ich meine, eine „Verdauungsschwäche“ sollte auf keinen Fall als „normales Rassemerkmal“ gelten. Das ist ein Defekt, den Züchter versuchen sollten auszumerzen, wenn nötig durch Einkreuzen. Das sollte Priorität haben, anstatt sich nur an einen optischen Standard zu klammern und Schönheits-Champions zu produzieren – zumindest für jede Zucht, die was auf sich hält).

    Oder es ist ein erworbenes Problem. Meine Hypothese wäre (nur eine Vermutung), dass dein Hund kein ausreichend vielfältiges Mikrobiom im Darm aufgebaut hat, unter anderem weil die Ernährung nicht abwechslungsreich genug war. Dadurch bist du in einen Teufelskreis geraten: Du fütterst nichts Neues, weil du Angst vor Durchfall hast, und deshalb lernt sein Körper nie, neue Nahrungsmittel in größeren Mengen richtig zu verdauen. Da müsste man versuchen, schrittweise wieder rauszukommen.

    Ist nur meine Meinung, aber ich kann nicht akzeptieren, dass es „normal“ sein soll, dass ein Vertreter einer Spezies, die sich davon entwickelt hat, menschliche Abfälle zu fressen, nichts anderes als eine ganz bestimmte Sorte Trockenfutter verträgt, außer man macht eine monatelange Umstellung. Ich meine, damit es so weit kommt, muss ja irgendwo ordentlich was verkackt worden sein.

    (Achtung, ich sage nicht, dass du schuld bist. Wie gesagt, vielleicht liegt das Problem schon viel weiter vorne bei den Züchtern.)

    Ansonsten verstehe ich total, dass gekochtes Fleisch fürs Training praktischer ist. Ich sehe da auch absolut kein Problem, ihm das gekocht zu geben, wie oben schon geschrieben... ob gekocht, roh oder getrocknet – ein gesunder Hund sollte meiner Meinung nach mit all dem klarkommen!

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    Hehe danke lacurieuse, vielleicht probiere ich das mal aus 😁

    Hab außerdem einen Dörrautomaten zu Hause 😁

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    Als Leckerli finde ich persönlich Trockenfleisch am besten! Du schneidest es einfach in Streifen und lässt es im Ofen trocknen. Hier ist mal ein Rezept (gibt aber echt viele davon):

    https://www.soigner-son-animal.com/a_vos_soins-29-recette_fabriquer_facilement_ses_propres_friandises_pour_chien_.html

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    Ich sehe kein Problem darin, dass Furania gekochtes Fleisch füttert, wenn das praktisch als Belohnung einfach besser klappt. An ihrer Stelle würde ich mir aber schon Sorgen machen, dass mein Hund kein rohes Fleisch verdauen kann und direkt Durchfall bekommt, wenn man ihm was davon gibt.

    Ich glaube aber, es liegt gar nicht am rohen Fleisch an sich, sondern eher an der Menge. Er ist ein Weißer Schweizer Schäferhund, die haben ja eh einen empfindlichen Darm, und ich denke, er ist da auch ganz unabhängig von der Rasse einfach sensibel. Futterumstellung ohne Durchfall ist unmöglich... schon wenn ich ein neues Leckerli in zu großer Menge gebe, wird der Kot direkt weich. Der Züchter meinte auch, das sei „normal“, wenn die Mengen zu groß sind. Das Problem ist halt, dass bei rohem Fleisch die kleinen Stückchen zusammenkleben. Da kann ich die Menge nicht so leicht dosieren. Deshalb koche ich es. Aber wenn ich ihm die gleiche Menge an gekochtem Huhn gebe, kriegt er genauso weichen Kot oder sogar Durchfall.

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