Gekochtes Fleisch - gefährlich?

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Hallo zusammen,

beim Thema Hundefutter ist Google echt ein Dschungel. Ich habe gehört, dass gekochtes Fleisch die Darmflora vom Hund zerstört. Andere sagen wiederum, dass das Risiko für Parasiten bei rohem Fleisch zu hoch ist und man es deshalb kochen muss...

Ich bin total verwirrt.

Um es genauer zu sagen: Das Fleisch, das ich Loup gebe, ist keine Tagesration. Es sind nur kleine Mengen (2 Hähnchenbrüste über die Woche verteilt) für die Erziehung. Es ist für sie das absolute Super-Leckerli (egal ob gekocht oder roh), und damit können wir in jeder Situation super trainieren.

Deshalb meine Frage: Kann ich das Fleisch kochen, bevor ich es ihr gebe?

Einerseits ist es praktischer, weil rohes Fleisch an den Fingern und im Beutel klebt, was unterwegs echt mühsam ist...

Andererseits ist mein Hund am Darm recht empfindlich, und von zu viel rohem Fleisch bekommt sie Durchfall.

Wie sieht es da aus? Kann ich das Hähnchen weiterhin kurz abkochen (5 Minuten in Wasser ohne Salz), ohne zu riskieren, dass die Darmflora kaputt geht?

Oder sollte ich lieber nur bei getrocknetem oder rohem Hähnchen bleiben?

Loup ist übrigens 8 Monate alt (weiß nicht, ob das einen Unterschied macht).

Danke!

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39 Antworten
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  • Bobkat
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    Hi Doudou

    Eigentlich werde ich jetzt einfach die Portionen verkleinern.

    Denn mit der Zeit habe ich irgendwie immer mehr reingetan, ist ja im Grunde das gleiche Prinzip wie bei uns Menschen.

    Da heißt es ja auch, man soll von kleinen Tellern essen, weil man dann sieht, dass der Teller schön voll ist und sich denkt: „Ok, das passt so“.

    Dem Hund ist das zwar völlig egal, aber für die Person, die das Futter richtet – also mich, lol.

    Und naja, wenn ich was in den Napf getan habe, kam ich mir immer so geizig vor, und man muss sagen, dass ihr Napf auch echt groß ist (ich dachte halt, Menza würde die Größe von einem „normalen“ Pei erreichen). Ich sollte ihr mal einen kleineren besorgen, damit ich mir psychologisch gesehen sagen kann: „Alles klar, sie hat genug“.

    Was die fleischigen Knochen und die Innereien angeht: Der Anteil an Muskelfleisch ist etwas höher als der an fleischigen Knochen, ist also nicht ganz halbe-halbe. Insgesamt hat sie pro Tag wohl über 500g gefressen, also gehe ich jetzt wieder auf 470g täglich runter. Wobei ich glaube, dass das immer noch zu großzügig ist – der Barf-Rechner sagt 410g. Aber wir machen das jetzt Schritt für Schritt, damit sie nicht plötzlich riesigen Hunger kriegt usw.

    Ansonsten machen wir in dieser Zeit halt, was geht. Ich kabbel mich mit ihr, wir machen Sprungspiele, ich versuche ihr „Männchen machen“ beizubringen oder mache Suchspiele drinnen.

    Man darf sich auch nicht zu viele Vorwürfe machen, wenn man sieht, wie die Hunde gemütlich vor sich hin ratzen. Ich glaube, man setzt sich manchmal selbst zu sehr unter Druck, damit die Fellnase ständig beschäftigt ist, aber das ist ja gar nicht möglich.

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    Doudou229
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    Huhu Kainate

    Danke, hatte ich schon gelesen, ich bin schon echt gespannt auf die weitere Entwicklung 😁 ..

    zu den Nährwerten von Fleisch und Innereien .. Mit dem Rechner ..

    ich mag den Ansatz total (ist meinem ziemlich ähnlich)

    bei den Ölen und beim Fisch (da fehlen aber noch ein paar Sachen und Öle ..)

    ja, wegen der Umstellung (ich finde es auch besser, das über einen längeren Zeitraum anzupassen ..)

    Bis gleich

    Huhu Bobkat

    wegen Menza, sag mir bitte einfach Bescheid, was du hinzufügen oder rausrechnen (reduzieren) willst ..

    bei Oxane ist es momentan genauso, wir bewegen uns weniger ..

    hab da was gekürzt (Leckerlis und ein paar Früchte gibt's nur noch in Maßen)

    LG

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    @Doudou229. Warum die Leute beim BARFen bleiben? Aus demselben Grund, warum ich meinen Hund fast 3 Monate lang so habe leiden lassen, weil ich dachte, dass das irgendwann vorbeigeht und alles gut wird, wenn ich auf die Tipps von „Profis“ höre.

    Ich war total in dieser BARF-Ideologie drin, obwohl mein Hund davon richtig krank wurde, und das war nicht nur ein bisschen Durchfall. Das erinnert mich an das neue Video von Gaëlle Garcia Diaz, in dem sie sagt, dass sie ihren Hund über ein Jahr lang gebarft und über 1000 € für den Tierarzt ausgegeben hat, nur um am Ende doch wieder bei Trockenfutter zu landen.

    Dazu kam, dass ich zur gleichen Zeit auch für mich selbst voll in dieser veganen Schiene drin war, was für manche vielleicht widersprüchlich wirkt, aber für mich war es damals logisch – auch wenn die vegane Ernährung meiner Gesundheit nie geschadet hat.

    Heute bin ich von beidem komplett weg, auch wenn ich unterm Strich finde, dass Hunde immer eine Ration von mindestens 50 % Fleisch bekommen sollten. Ich selbst habe seit 7 Jahren weder Fleisch noch Fisch gegessen. Aber das ist mein Privatleben, meine Gesundheit und die meines Hundes, eben meine persönliche Überzeugung. Ansonsten soll jeder so machen, wie er will.

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    Ich versteh nicht, was daran so verrückt sein soll zu glauben, dass Hunde keine großen Mengen an rohem Fleisch verdauen können – vor allem, weil Hunde in manchen Regionen schon seit Jahrhunderten keins mehr bekommen haben. Und wie ich schon meinte, gibt es da auch das Problem mit den „festen“ Fetten im rohen Fleisch. Manche Hunde haben da einfach Unverträglichkeiten entwickelt, rein durch die Evolution und die Art, wie sie Fette verwerten, erst recht wenn wir von Nutztieren aus der Zucht sprechen.

    Jeder soll das füttern, was für seinen Hund passt, dabei bleibe ich. Man sollte das nicht aus reiner Überzeugung machen, sondern einfach schauen, was der eigene Hund braucht. Damals hätte ich mir auch gewünscht, dass mein Hund BARF verträgt. Dass der Hund mal weicheren Kot hat, ist ja okay, aber wenn er die ganze Nacht weint und alle zwei Stunden nur noch Wasser rauskommt, dann gibt es ein Problem – besonders wenn das über Tage geht oder sogar phasenweise immer wieder im Monat auftritt.

    Ich bin kein Mensch, der festgefahrenen Ideologien folgt und sagt, es muss genau so sein und nicht anders. Und dass es automatisch die Schuld vom Besitzer ist, wenn was schief läuft. Ich komme zwar aus einer Ecke, wo diese „laute Minderheit“ genau so drauf ist, aber das gibt mir persönlich nichts. Wie ich die Dinge sehe, ist keine absolute Wahrheit, egal in welche Richtung.

    Heute bin ich vom BARFEN lange nicht mehr so überzeugt wie damals. Von Supermarkt-Trockenfutter halte ich zwar immer noch nichts, genauso wenig wie von schnellem Zucker wie Keksen für Menschen. Aber wenn der Hund sein Futter gut verträgt und damit glücklich ist, und wenn es für den Besitzer passt und ihn beruhigt, dann bin ich die Letzte, die da widerspricht – im Gegenteil. Ich sag nicht, dass ich das früher nie gemacht hätte, aber durch die Zeit und die Erfahrungen würde ich mich heute nicht mehr einmischen, egal ob das den Leuten in ihre persönlichen Überzeugungen passt oder nicht.

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    Meiner Meinung nach sollten wir mal weg von dieser Ansicht, dass BARF gleich „natürlich“ ist. Klar ist es natürlicher als Trockenfutter, aber nicht unbedingt die biologisch perfekte Ernährung für den Hund. Wie Nordic Attitude schon meinte, haben Hunde früher hauptsächlich Tischreste gefressen. Damals hat man ja selbst Fleisch gegessen, das schon leicht drüber war.

    Hunde wurden früher eigentlich meistens mit Gekochtem gefüttert und viel abwechslungsreicher als beim BARFen. Welcher Mensch hat denn vor 1000 Jahren seinen Hunden 80 % rohes Fleisch gegeben, mal abgesehen von den Völkern im hohen Norden? Ich schätze mal, so gut wie niemand. Das ist, als würde man sagen, Asiaten hätten ein Problem, nur weil viele von ihnen laktoseintolerant sind.

    Heutzutage sind Nutztiere ja alles andere als gesund – bei den ganzen Antibiotika und Pestiziden, die die fressen, und der extremen Mast. Wenn man nicht gerade das Geld für Bio hat (und selbst dann), bin ich echt nicht mehr so offen dafür, rohes Fleisch zu füttern, muss ich zugeben. Die ganzen Skandale drehen sich doch immer um Fleisch aus der Massentierhaltung, egal ob legal oder nicht. Durch das Kochen werden die meisten Bakterien abgetötet. Außerdem haben sich ja nicht alle Hunde zu Wildjägern entwickelt. Ich finde einfach, dass Fleisch aus Zuchtbetrieben nie ganz sicher vor irgendwelchen Epidemien ist, selbst bei den saubersten Höfen nicht. Deshalb koche ich lieber. Vor fünf Jahren war das noch nicht meine Überzeugung, aber heute ist sie es.

    Kainate, ich hab damals jeden Tag in Foren gelesen und da hieß es immer wieder das Gleiche: Das Problem ist nicht dein Hund, sondern du, weil du die Umstellung falsch machst. Ich persönlich hab das oft genug gehört und das Leben meines Hundes genug riskiert, um das nicht noch mal zu versuchen. Wer mich am Ende überzeugt hat, mit dem BARFen aufzuhören, war gar keine Trockenfutter-Anhängerin, sondern selbst eine BARFerin. Sie erzählte mir, dass sie die Szene meidet, genau weil die Leute dort immer wieder dazu gedrängt werden, es weiter zu versuchen – den 36. Versuch zu starten, obwohl der Hund, dem es mit Trockenfutter gut ging, seit zwei Wochen Durchfall hat.

    Mein Hund frisst eigentlich alles Mögliche (besonders wenn meine Mutter da ist). Er bekommt Trockenfutter in verschiedenen „Sorten“, Selbstgekochtes, Pizzaränder und so weiter – und das ganz ohne Futterumstellung, außer eben bei rohem Fleisch. Ist er deshalb weniger glücklich oder ungesund? Nö. Und wenn das Einzige, was deinen Hund gesund hält, diese eine Ernährung ist, dann ist das an sich auch kein Drama. Besser so als ein kranker Hund. Selbst wenn dein Hund nur Friskies verträgt – dieses Futter wird ihn nicht von heute auf morgen umbringen, auch wenn es nicht das beste der Welt ist. Aber dauerhafter Durchfall eben schon. Es gibt ja auch genug Menschen, die ihr Leben lang Allergien und Unverträglichkeiten entwickeln.

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    Bobkat
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    Hallo

    Ich hab mir mal die Seite angeschaut, die Kainate empfohlen hat.

    Ich finde sie echt sympathisch und gut erklärt, und es stimmt, dass der Ansatz dort etwas flexibler ist.

    Ich hab in ein paar Rubriken reingeschaut, zum Beispiel die über die nötigen Vitamine, das war echt interessant. Das hilft mir dabei, den Napf meiner Hündin mit bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen zu ergänzen.

    Was das Barfen angeht, hab ich es mit den Rationen wohl ein bisschen übertrieben. Ich glaube, ich muss da mal etwas reduzieren, weil ich das Gefühl habe, dass sie in letzter Zeit ein bisschen zugenommen hat. Klar, wegen des Lockdowns gehe ich zwar immer noch 4-mal täglich raus, aber eben nicht mehr so lange. Ich gehe sogar ein bisschen mit ihr joggen, naja, nicht so viel, weil mein Rücken mir sagt, dass ich mal halblang machen soll... Aber ich glaube auch, dass ich mein Augenmaß mal neu kalibrieren muss. Irgendwann macht man das ja nur noch nach Gefühl und dann denk ich mir oft: „Ach, das sieht nach so wenig aus, komm, noch ein Stückchen hier, eins da...“ – da muss ich echt mal wieder einen Gang runterfahren.

    Und danke an Kainate für den Tipp mit der Seite, die ist echt super interessant! :)

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    Kainate
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    @Doudou229 und alle anderen, die sich für das Thema BARF interessieren (sorry Furania, dass ich deinen Thread hier gerade ein bisschen kaper, weil die Diskussion in diese Richtung gedriftet ist, aber ich weiß natürlich, dass das eigentlich nicht das Thema vom Post war ^^)

    Ich hab heute diese Seite entdeckt und wollte sie mal mit euch teilen (vielleicht kennt ihr sie ja schon!): https://www.nutrition-canine.fr/

    Sie ist zwar noch im Aufbau, aber echt interessant, weil sie viel weniger dogmatisch rüberkommt als die meisten BARF-Seiten. Das könnte vielleicht helfen, die „Spannungen“ bei manchen Themen wie der Nährstoffbalance ein bisschen zu entschärfen.

    Die Seite ist ziemlich gut belegt und versucht, die BARF-Rationen mit den gängigen Ernährungsempfehlungen in Einklang zu bringen, ohne dabei davor zurückzuschrecken, auch Zusätze wie Haferflocken, Gemüse etc. mit einzubauen.

    Und genau da geht es auch um die berühmte Umstellung – also wie man den Hund dazu bekommt, rohes Fleisch zu verdauen. Der Autor warnt vor den üblichen Ratschlägen einer abrupten Umstellung auf BARF und berücksichtigt, dass manche Hunde rohes Fleisch nicht direkt gut vertragen. Der Plan sieht vor, mit gekochtem Fleisch zu starten und die Garzeit dann immer weiter zu reduzieren.

    https://www.nutrition-canine.fr/la-transition/

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    Doudou229
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    Hallo Kainate 🙂

    Danke

    "Wenn ich mich dazu entscheide, meine Hunde hauptsächlich zu barfen, dann aus der Motivation heraus, es 'selbst zu machen' (sowohl für mich als auch für meine Hunde: Ich koche lieber, als Fertigfutter zu kaufen, weil ich der Futtermittelindustrie nicht wirklich vertraue). Es war für mich die einzige Ernährungsform, die relativ einfach umzusetzen war und bei der man keine Vitamin-Mineral-Zusätze braucht (alle Pläne für 'selbstgekochtes Futter', die ich gefunden habe, sahen solche Zusätze vor, was nicht zu meinem Wunsch nach 'alles selber machen' passte). Außerdem gibt es da inzwischen genug Erfahrungswerte (es gibt ja immer mehr Leute, die ihre Hunde ein Leben lang gebarft haben und davon berichten können). Bei mir ist die Erfahrung absolut positiv, also bin ich dabei geblieben, auch wenn ich kein Problem damit habe, ab und zu mal Trockenfutter, Getreide usw. zu geben."

    "Ich bin davon überzeugt, dass viele Hunde ihr Leben lang den Stempel 'empfindliche Verdauung' aufgedrückt bekommen und nur noch Trockenfutter ohne irgendwelche Extras kriegen (ich kenne da etliche), einfach nur, weil man nicht weiß, wie man die Abwechslung richtig angeht."

    Ganz genau... Sehe ich absolut genauso...

    @ Caroline -eg

    Die richtige Ernährung ist vor allem die, die unseren Tieren guttut. Mein Hund hat Fleisch wie Wild mit Kartoffeln oder Reis schon immer am besten vertragen. Also bleibt er bei dieser Art von Trockenfutter, wobei wir die Wildsorten variieren. So ca. 50-60 % Fleischanteil. Wenn der Hund BARF oder RAW verträgt, umso besser, aber man darf das nicht als absolute Regel für alle hinstellen.

    ja, jeder Hund ist anders, das denke ich auch...

    meine haben Trockenfutter nie gut vertragen (spritziger Durchfall, Gastritis, Erbrechen, Blähungen, Krebs, Allergien)

    Selbstgekochtes hat bei einer funktioniert (sie wurde 16,5 Jahre alt), aber bei Volka gar nicht (Bauchspeicheldrüsenentzündung)

    Rohfütterung war dann die Lösung.

    "Und die Besitzer sind trotzdem beim BARF geblieben und haben die aufgetretenen Probleme schön verheimlicht."

    Leute, die sich nicht richtig um ihren Hund kümmern, gibt es immer...

    aber warum sollte man die Probleme seines Hundes verstecken, was hätte man davon?

    Es sei denn, man verkauft selbst industrielles Barf???

    ich kann dir versichern, dass nicht alle Barfer ideologische Fanatiker sind!

    oder Märchenerzähler...

    die, die ich kenne, sind Hundehalter wie du und ich... die ihre Hunde genauso sehr lieben...

    👎

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    Kainate
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    @Caroline-Eg

    „Mein Fehler war, nicht schon am ersten Tag aufzuhören. Denn es gab null Fortschritt oder so, wenn du drei Stücke rohes Fleisch gibst und dein Hund die ganze Nacht krank ist. Da macht es keinen Sinn, irgendwas zu erzwingen. Das Wohl des Hundes geht vor die persönliche Ideologie.“

    Nur aus Neugier: Hast du damals versucht, eine ganz schrittweise Umstellung von gekochtem Fleisch (was dein Hund ja verträgt, da er momentan eine Kochration bekommt, wenn ich das richtig verstanden habe) auf rohes Fleisch zu machen?

    Wie oben schon erwähnt, habe ich das bei Basile auch nicht nach Lehrbuch gemacht. Er hat die plötzliche Gabe von rohem Fleisch auch nicht vertragen (echt heftiger Durchfall, und wir reden hier von einem 2 Monate alten Welpen, da wollte ich nicht zu viel mit dem Feuer spielen).

    Um genau zu sein, habe ich über 1-2 Monate eine ganz langsame Umstellung gemacht (indem ich das Futter im Napf gemischt habe): erst vom Trockenfutter auf hochwertiges Nassfutter (was im Grunde einer „Kochration aus der Dose“ entspricht), dann vom Dosenfutter auf eine selbstgekochte Ration aus hellem Fleisch und Reis. Dann habe ich die Garzeit des Fleisches über mehrere Wochen hinweg ganz langsam reduziert, die Menge an Getreide und Gemüse verringert und Knochen eingeführt. Als wir an dem Punkt waren, konnte ich den Rest (andere Fleischsorten, Fisch, Innereien) problemlos und schnell ohne langsame Übergänge integrieren. Ich schätze, sein Verdauungssystem war endlich „trainiert“, auch wenn ich nicht genau weiß, was sich da genau im Körper verändert hat.

    Du hast diese Umstellung auf BARF als Kampf zwischen „Hundewohl und persönlicher Ideologie“ erlebt, weil es bei dir letztendlich ein Fehlschlag war.

    Bei mir ist es gut ausgegangen, auch wenn es schlecht angefangen hat – also war es am Ende ein Sieg für beides.

    Was mich zum Nachdenken bringt: Aktuell gibt es keinen Beweis dafür, dass unsere beiden Hunde grundlegend verschieden sind. Ich meine, man kann es nicht ausschließen (vielleicht produziert der eine mehr von einem bestimmten Enzym als der andere oder so), aber sicher ist das nicht. Es könnte genauso gut am Mikrobiom liegen – zum Beispiel einfach daran, wie wir das neue Futter eingeführt haben, was dann zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt hat.

    Ich finde es schade, dass das Thema „Ernährungsvielfalt“ beim Hund nicht stärker erforscht wird.

    Ich bin überzeugt, dass viele Hunde ihr Leben lang den Stempel „sensibler Magen“ aufgedrückt bekommen und nur noch Trockenfutter ohne jegliche Extras kriegen (davon kenne ich echt viele), nur weil man nicht weiß, wie man diese Vielfalt richtig angeht.

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    Es gibt Durchfall und Durchfall. Aber wenn dein Hund dich seit 3 Tagen jede Nacht alle 2 Stunden weckt, einen flüssigen Haufen nach dem anderen macht, völlig am Ende ist und nichts mehr fressen will... Ganz ehrlich, da fackel ich nicht lange. Und genau das ist der Punkt, wo Ideologie auf Vernunft trifft. Ich war fest davon überzeugt, dass BARF das Beste für ihn ist, aber ich lag falsch. Das ging 3 Monate lang so, mit mal mehr, mal weniger heftigen Phasen. Ich kriege nicht gleich bei jedem weichen Haufen Panik, aber zuzusehen, wie der eigene Hund buchstäblich entkräftet und todkrank ist, das ist es einfach nicht wert.

    Damals hab ich mir überall Rat geholt, in sämtlichen BARF-Foren, die mich bequatscht haben weiterzumachen. Ich hab mich echt blind machen lassen und mein Hund wäre fast draufgegangen. Kurz gesagt: Wenn Iago krank ist, dann macht er keine halben Sachen. Eigentlich habe ich einen Hund, der topfit ist, keine Gesundheitsprobleme hat, fröhlich und voller Leben ist. Mein Fehler war, nicht schon am ersten Tag den Stecker zu ziehen. Es gab nämlich null Fortschritt oder so, wenn du drei Brocken rohes Fleisch fütterst und dein Hund die ganze Nacht krank ist. Da braucht man gar nicht erst weiter rumzuprobieren. Das Wohl des Hundes geht vor die eigene Ideologie.

    Heute verdaut mein Hund eigentlich alles mehr oder weniger gut (okay, ich bin Veggie, also gibt’s nicht wirklich Reste vom Tisch, außer mal einen Pizzarand, ein Stück Käse usw.), aber rohes Fleisch verträgt er nicht nur schlecht, es macht ihn richtig krank. Ich weiß, dass es bei einigen nordischen Rassen aus Nordeuropa wie dem Lundehund öfter Probleme mit Lymphangiektasie gibt, weil sie Fette schlecht verarbeiten können. Diese Hunde können nicht einfach alles fressen und schon gar kein BARF, sonst riskieren sie ihr Leben. Das ist nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte, und wegen der geografischen Nähe würde es mich nicht wundern, wenn der Swedish Vallhund das gleiche Problem hat.

    Übersetzt Französisch
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