Ab wann ist es Tierquälerei?
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Na Puck28, konntest du dich schon mal umschauen und uns ein bisschen mehr über den Hund erzählen?
Also, ich hab grundsätzlich nichts gegen Hunde, die das ganze Jahr draußen leben. Aber wenn ein Hund abwechselnd drinnen (nachts) und draußen (tagsüber) ist, hat er wahrscheinlich nicht so ein dickes Fell wie ein Hund, der permanent draußen lebt, und könnte deshalb leiden.
Auf jeden Fall sollte der Hund aber eine Hütte oder einen anderen Unterschlupf haben.
Dass du ihn aber immer auf der Veranda siehst, muss nicht unbedingt heißen, dass er keine Hütte hat... es sei denn, du kannst den kompletten Garten einsehen.
Als mein Hund noch jünger war, hab ich ihn während meiner Abwesenheit auch draußen gelassen. Er hatte Zugang zum Gartenhaus, wo seine Box mit Decken, Spielzeug, Wasser usw. stand.
Am Anfang wollte er aber lieber am Tor stehen und Wache halten, selbst wenn es geregnet hat.
Wir mussten uns da echt einige Sprüche von der Nachbarin anhören, die fest davon überzeugt war, dass wir den Hund ohne Schutz, ohne Wasser, ohne alles draußen lassen! Das war ziemlich nervig.
Irgendwann hat er dann aber angefangen, die Zeit lieber gemütlich schlafend im Gartenhaus zu verbringen. Von der Nachbarin kam dann kein Wort mehr, obwohl sich an der Situation für den Hund kein Stück geändert hatte – er hatte sich einfach nur anders entschieden.
(Irgendwann wurde mir dann aber bewusst, dass mir der Hund aus dem Garten geklaut werden könnte, also hab ich ihn dann doch lieber mit ins Haus genommen ^^)
Ich erinnere mich an einen Trainer, für den es Tierquälerei war, wenn man seine Katze nie rauslässt oder den Hund im Bett schlafen lässt. Also, meine Katzen dürfen zwar raus, aber ich muss zugeben, dass einer von ihnen echt gerne mal unter der Decke rumschnarcht 😉
Jein, manche Leute sehen einen Hund im Regen draußen schlafen und kriegen direkt Mitleid, obwohl das gar nicht unbedingt nötig ist.
Wir haben hier ja gar keine Details zu dem Hund, die darauf hindeuten, dass er unglücklich ist. Er ist draußen, okay. Aber den ganzen Tag? Geht er vielleicht ab und zu mal rein, ohne dass die Nachbarin das mitbekommt? Verhält er sich denn überhaupt wie ein „unglücklicher“ Hund?
Es wurde gesagt, dass es langsam kalt wird – für uns Menschen vielleicht, aber nicht unbedingt für einen Hund, der vielleicht sogar gerne draußen sein will.
Man sollte einfach genauer hinschauen und die Lage checken, bevor man vielleicht voreilige Schlüsse zieht.
Hallo, ich sehe das wie Avatar.
Man müsste sich halt wirklich sicher sein, ob der Hund tatsächlich den ganzen Tag draußen ist. Es kann zwar schnell so wirken, wenn man ihn oft sieht, aber ich nehme mal an, dass du nicht den ganzen Tag damit verbringst, den Garten deines Nachbarn zu beobachten, oder?
Ich sage nicht, dass du nichts tun sollst. Ich rate dir nur, erst mal alle Fakten zu checken, bevor man falschen Alarm schlägt und jemandem vielleicht unnötig Probleme macht.
Du hast recht Avatar, solche Situationen gibt es auch, aber ich glaube trotzdem, dass die meisten Leute intuitiv den Unterschied merken, ob ein Hund draußen einfach nur entspannt pennt oder ob er gestresst ist und verzweifelt Schutz vor dem Wind sucht.
Meine Hündin liebt es auch, Zeit draußen in ihren „Höhlen“ zu verbringen (selbst gegrabene Löcher unter einem Baum) oder auf ihrem berühmten Granitblock, von dem aus sie Wache hält.
Aber wenn es so richtig stürmt wie heute, kommt sie mit eingezogenem Schwanz zur Haustür getrabt und man sieht ihr sofort an, dass sie sich draußen nicht mehr sicher fühlt und rein möchte.
Kurz gesagt, man sieht es dem Hund normalerweise einfach an :-)
Ich spiel jetzt mal den Advocatus Diaboli, aber manchmal kann man Dinge auch falsch interpretieren. Ist er wirklich den ganzen Tag draußen oder siehst du ihn einfach nur oft draußen?
Ich frage das, weil meine Husky-Hündin zum Beispiel ständig in den Garten will und oft auf der Terrasse pennt (zwar leicht geschützt, aber sie bleibt halt im Regen liegen). Sie weigert sich einfach, reinzukommen, wenn sie das nicht selbst entschieden hat.
Aber wenn sie jemand von außen sehen würde, könnte man echt denken, sie wäre so eine arme Socke, die man den ganzen Tag draußen lässt...
https://www.animal-cross.org/chien-froid/
http://spa-lyon.org/2018/01/que-faire-face-a-un-chien-laisse-dehors-en-hiver/
Letztens hab ich im Radio gehört, dass ein Hund einen Unterschlupf haben muss; die Anwältin meinte, das ist Pflicht (es ging um einen Fall, wo ein Hund rund um die Uhr auf dem Balkon war; er wurde zwar gefüttert, hat aber ständig gebellt und dort auch sein Geschäft gemacht. In dem Fall hatte der Sender RTL sogar den Tierschutz gerufen).
Ich würde an deiner Stelle auch versuchen, den Tierschutz zu informieren, gerade jetzt bei dem Winterwetter. Ein Hund kann unter solchen Bedingungen einfach nicht leben.