Hilfe: Zwergspitz mit Problemen gekauft – was meint ihr?

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Hallo zusammen

Ich bin seit ein paar Tagen stolze Besitzerin eines Zwergspitzes.

Ich habe meinen Hund ziemlich teuer bei einer Züchterin gekauft, die Anzeigen auf verschiedenen Facebook-Plattformen hatte ... mit Beschreibungen der Welpen, Fotos und dem Hinweis, dass die Eltern vor Ort besichtigt werden können und sie garantiert, dass sie ohne Mängel sind. Ich bin hingefahren und habe mir meinen Welpen ausgesucht.

Sie hat mir alle Unterlagen gegeben. Bei meinem Welpen ist eigentlich alles offiziell in Ordnung. Ich habe auch die Eltern vor Ort gesehen, Vater und Mutter.

Beide wunderschön, ich warte jetzt noch auf den Stammbaum, der mir die Rassereinheit bestätigt.

Aus einem Wurf von 7 Welpen hat sie mir die kleinste verkauft und meinte, dass sie ausgewachsen ca. 18 cm groß wird und ein echter kleiner Zwerg-Pom sein wird. Daher auch der Preis, ich habe mehr bezahlt als für die anderen aus dem Wurf. Jetzt war ich aber gerade beim Tierarzt und der sagt mir, dass sie einen Kieferfehler hat, also der Unterkiefer ist kürzer als der Oberkiefer. Er meinte auch, dass der Welpe schiefe Hinterbeine hat, beim Laufen sieht das aus wie „Froschbeine“. Mein Welpe schielt außerdem auf beiden Augen, besonders stark auf dem linken Auge. Nach diesem Tierarztbesuch bin ich ehrlich gesagt ein bisschen sauer. Die Züchterin hat mir ein unterschriebenes Garantiezertifikat gegeben und mir versichert, dass der Welpe gesund und garantiert ohne Mängel ist. Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich beim Preis voll abgezockt wurde und vor allem habe ich Angst um seine Zukunft. Sie hat mir einen angeblich mängelfreien und gesunden Welpen für 1800 Euro mit Stammbaum verkauft. Was denkt ihr? Ich brauche euren Rat, ich bin total überfordert, das ist mein erster Hund.

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    Hallo, auch wenn du gar nicht vorhast, mit deiner Hündin zu züchten, könnte die Zuchtzulassung (Confirmation) für dich interessant sein. Dabei stellt ein Richter auf einer Ausstellung fest, ob deine Hündin wirklich dem offiziellen Rassestandard entspricht. Aber so wie du die Fehler beschreibst, weißt du ja eh schon, dass das wohl nichts wird. Falls die Eltern LOF-Papiere haben (also im französischen Stammbuch eingetragen sind), hätte die Züchterin den Wurf melden und dir den Stammbaum deiner Hündin aushändigen müssen. Aber mal was anderes: Von was für Labortests sprichst du da eigentlich????
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    Auch wenn du nicht vorhast, mit ihr zu züchten (was bei ihrem Gesundheitszustand absolut richtig ist – das wäre viel zu riskant für sie und die Welpen), kannst du die fehlende Zuchtzulassung als Argument nutzen, um den Preis zu verhandeln. Ein Welpe (mit Papieren) stammt zwar von Eltern ab, die die Zuchtzulassung haben, muss aber erst mal alt genug sein, um selbst einem Richter für die „Zuchttauglichkeit“ vorgestellt zu werden. Deiner wird diese Zulassung nicht bekommen, das ist also ein Punkt für dich. (Nur als Tipp: Falls der Züchter sagt, das sei nicht wichtig, weil es ja nur ein Familienhund ist und du eh keine Ausstellungen oder Zucht planst, kannst du kontern, dass du einen Rassehund gesucht hast und zumindest die Option auf die Zuchtzulassung hättest haben wollen...) Bring auch die anstehenden Tierarztkosten ins Spiel, denn die Kleine wird ja noch einiges an Behandlungen brauchen... Ich schreib das jetzt mal allgemein (nicht unbedingt nur an dich gerichtet): Man muss sich beim Welpenkauf vom Züchter wirklich extrem gut informieren, die sind leider nicht alle ehrlich und professionell. Ein Welpe muss auch nicht immer vom Züchter kommen. Aber hier geht’s ja wohl um eine bestimmte Rasse aus Liebe zum Tier, also sollte man sich da vorher echt genau schlau machen. Ein Beispiel – und sorry, ist nicht böse gemeint: Du wusstest ja selbst nicht mal genau, was es mit dieser Zuchtzulassung eigentlich auf sich hat.
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    Was heißt das eigentlich genau, dass sie nicht zuchttauglich sein wird? Also ja, ihre Eltern haben Papiere (LOF) und ich warte gerade auf die Ahnentafel mit meinem Namen drauf, weil die Proben noch im Labor sind und wir noch auf die Ergebnisse warten? Ich muss zugeben, dass ich mich da echt nicht auskenne und ehrlich gesagt haben wir unseren Welpen zu uns geholt, damit sie einfach Teil unserer kleinen Familie ist. Sie soll keinen Nachwuchs bekommen. Ich werde keine Welpen mit ihr machen, sie wird wahrscheinlich sowieso kastriert.

    Wenn du keinen Umtausch möchtest, dann handel einen ordentlichen Preisnachlass aus – vor allem, wenn du mehr bezahlt hast, nur weil sie angeblich unter 20 cm bleiben soll (Standard beim Zwerg ist ja +/- 2 cm). Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die Eltern zwar Papiere, aber wegen der Probleme wird sie wohl keine Zuchtzulassung bekommen – das solltest du auch nachverhandeln. Also: Bescheinigung vom Tierarzt holen und einen Brief per Einschreiben an die Züchterin schicken. Schau auch mal bei deiner Versicherung nach, ob du einen Rechtsschutz hast.

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    Wenn du keinen Austausch möchtest, handel unbedingt einen ordentlichen Rabatt aus – besonders, wenn du mehr bezahlt hast, nur weil sie angeblich unter 20 cm groß werden sollte (Standard beim Zwerg ist ja +/- 2 cm).

    Wenn ich das richtig verstanden habe, haben die Eltern zwar Papiere, aber wegen der Probleme wird der Kleine wohl nicht zuchttauglich sein – auch das solltest du nachverhandeln.

    Hol dir also ein Attest von deinem Tierarzt und schick der Züchterin einen Brief per Einschreiben. Schau auch mal nach, ob du bei deiner Versicherung einen Rechtsschutz hast.

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    Hallo,

    sehe ich genauso: Tierarzt, Attest und dann verhandeln, du hast ja schließlich den Kaufvertrag.

    Da bist du leider an einen ziemlich unseriösen Züchter geraten.

    Viel Glück weiterhin!

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    Um dir zu antworten: Ich habe meine Tochter entscheiden lassen. Es sind ja nicht die Zentimeter, die zählen, sondern die Bindung, die wir direkt vor Ort zum Welpen hatten. Und sie war auch der ruhigste Hund, deshalb unser Interesse. Ich werde mir die Papiere der Kleinen nochmal genau anschauen, aber ich werde sie nicht umtauschen, weil wir schon total an ihr hängen. Ganz egal, was sie hat, wir behalten sie. Was ich aber absolut nicht akzeptiere, ist die Unehrlichkeit der Züchterin. Denn das, was unser Tierarzt gesehen hat, hat sie garantiert auch gesehen. Sie wusste das, weil sie den Hund ja impfen und chippen lassen hat – ihr Tierarzt hat also auch einen Check gemacht. Die haben das gesehen, aber verkaufen uns für den Preis einen Hund „ohne Fehler“. Genau das frage ich mich halt, ob das gerechtfertigt ist... Ich will sie nicht kontaktieren, ohne sicher zu sein, was ich eigentlich tun kann, vor allem weil ich noch auf die Papiere für die Rasseanerkennung warte. [quote=Beaujabote]Dein Hund muss dir eigentlich mit einem Gesundheitszeugnis verkauft worden sein. Lass dir von deinem Tierarzt ein Attest ausstellen, das die Mängel deines Hundes auflistet, und kontaktier die Züchterin, um entweder eine Preisminderung oder einen Umtausch zu verlangen. Aber gleichzeitig: Wenn man immer kleinere Hunde will, werden die kleinsten Tiere verpaart und am Ende hat man den Salat mit den Erbschäden – du wolltest ja einen Hund mit 18 cm...[/quote]
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    Dein Hund wurde dir doch sicher mit einem Gesundheitszeugnis verkauft. Lass dir am besten von deinem Tierarzt ein Attest ausstellen, in dem die Mängel deines Hundes aufgelistet sind, und melde dich bei der Züchterin, um entweder einen Preisnachlass oder einen Umtausch zu fordern.

    Gleichzeitig ist es aber auch so: Wenn man immer kleinere Hunde will, wird mit den kleinsten Tieren gezüchtet und am Ende kommen eben solche Defekte dabei raus – du wolltest ja unbedingt einen Hund mit nur 18 cm...

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