Kann meinen Hund nicht mehr streicheln – habt ihr einen Rat?

Rivai
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Hallo zusammen,

ich habe ein Problem und brauche mal eure Hilfe.

Ich habe einen 1,5 Jahre alten Schäferhund. Er ist eigentlich extrem gut erzogen, hört aufs Wort, macht fast nie Blödsinn und ist total sozial mit Menschen. Aber es gibt einen kleinen Haken: Seit drei Tagen lässt er mich nicht mehr an sich ran zum Streicheln.

Ich bin hier der Boss und das weiß er auch. Beim Gehorsam gibt es null Probleme, und wenn er mal Mist baut und ich ihn „bestrafe“, akzeptiert er das ohne zu murren. Ich habe ihn noch nie geschlagen, nicht mal einen Klaps auf den Hintern gegeben – er hat also definitiv keine Angst vor mir. Wir rangeln sogar oft im Spiel, er knabbert dann an einer speziellen Jacke, ich schubse ihn, er jagt mich und umgekehrt... Aber sobald ich das Wort „Kuscheln“ sage und ihn streicheln will, geht gar nichts mehr, er zeigt mir sogar die Zähne. Das ist vor einem Monat schon mal passiert, da hielt es fünf Tage an und dann war plötzlich wieder alles okay. Aber ich checke dieses Verhalten einfach nicht. Ich lasse ihn auch in Ruhe, wenn er frisst oder schläft. Bei anderen Leuten, egal ob Fremde, Familie oder Freunde, ist das völlig anders. Die können ihn ohne Probleme streicheln, er ist dann total verschmust und sanft – selbst wenn die das Wort „Kuscheln“ sagen, gibt es keine Probleme. Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen?

Danke!

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  • Kainate
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    Hier mal ein paar Fragen, um die Lage besser einschätzen zu können:

    - Wie hast du mit deinem Hund an der Erziehung gearbeitet? Warst du in einer Hundeschule?

    Eigentlich ist es völlig normal, dass man mit einem Hund manchmal ein bisschen „verhandeln“ muss, um etwas zu erreichen (zum Beispiel beim Rückruf, wenn er gerade intensiv an etwas schnüffelt). Das gehört zur ganz normalen Kommunikation zwischen Mensch und Hund dazu... Ein Hund ist ja kein Roboter, der auf Knopfdruck perfekt funktionieren muss. Man kann zwar trainieren, dass er schneller auf Kommandos reagiert, aber das geht oft auf Kosten der Natürlichkeit in der Kommunikation (selbst wenn man völlig gewaltfrei arbeitet).

    - Wie streichelst du deinen Hund? An welchen Körperstellen? Mit was für Bewegungen (richtiges Streicheln, Massieren usw.)? Was für Streicheleinheiten mag er normalerweise am liebsten? (Das sind ja Infos, die man als Besitzer eigentlich im Gefühl hat).

    - Zeigt er Beschwichtigungssignale (da gibt’s massig Videos auf YouTube zu dem Thema, falls du nicht genau weißt, was damit gemeint ist), wenn du versuchst ihn zu streicheln, bevor er anfängt zu knurren?

    - Und noch die gleiche Frage wie oben: Wie sieht es mit anderen Berührungen aus, die nichts mit Kuscheln zu tun haben? Kannst du zum Beispiel eine Pfote nehmen, um die Krallen anzuschauen, ihm ins Ohr schauen, die Zähne kontrollieren usw.?

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    Leeleebijou
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    Weißt du, ob er Streicheleinheiten mag?

    An welchen Stellen usw. ...?

    https://youtu.be/1AcEasCZPSc

    Hast du schon mal versucht, von unten zu kommen? (Brust, Kinn, Wange, Hinterkopf, Kopf), ohne die Hand über den Kopf zu halten, sondern mit offener Hand von unten?

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    Flip-Cockwood
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    Sorry, hab zeitgleich mit Kainate geschrieben, aber es geht in die gleiche Richtung

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    Flip-Cockwood
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    Rivai,

    du hast schon beim ersten Knurren einen Fehler gemacht, weil du sein Verhalten belohnt hast, indem du den Ball geworfen hast.

    Ich verstehe, dass du überrascht warst und dann eins zum anderen kam... Aber du bist erstens zurückgewichen und hast zweitens ein Spiel angefangen. Im schlimmsten Fall nimmst du die Hand hoch, bleibst aber an deinem Platz, ganz neutral und ruhig. Dein Hund ist derjenige, der zurückweichen muss. Danach kannst du dich fragen, warum er so reagiert hat... Jeder Hund ist anders, aber keiner von ihnen mag Schwäche.

    Von hier aus betrachtet sieht das für mich schon so aus, als würde er deinen Status infrage stellen. Dein Hund kommt gerade aus dem Flegelalter raus und fängt an, sich zu behaupten. Zu deiner Frage, warum erst jetzt und nicht früher: Aus demselben Grund, warum er es früher akzeptiert hat, dass andere Hunde ihn auf den Boden gedrückt und dominiert haben. Als erwachsener Hund wird er das ohne triftigen Grund nicht mehr einfach so hinnehmen.

    Eigentlich gibt es für mich zwei Aspekte bei dem, was dir da passiert. Einmal der Ansatz von Leelee und Kainate, die nach der Ursache für das Verhalten suchen, und dann die Frage, wie man die Situation im Moment händelt. Gros toutoux hat ja auch nach dem "Abgetastetwerden" gefragt. Bist du es gewohnt, ihn überall anzufassen? Pfoten, Ohren, Fang etc.?

    Ich glaube, an deiner Stelle würde ich mir jemanden zur Hilfe holen. Es ist schon merkwürdig, wenn ein Hund keine Streicheleinheiten von seinem Besitzer will, der ja eigentlich die engste Vertrauensperson sein sollte. Normalerweise sollte er bei dir Dinge zulassen, die er bei anderen niemals akzeptieren würde.

    Vielleicht gibt es in eurer Beziehung etwas, das dir gar nicht so bewusst ist...

    Und ich würde bis dahin die Zügel wieder etwas straffer ziehen. Dein Hund muss verstehen, dass so ein Geknurre absolut nicht erlaubt ist. Ich weiß nicht, wie deine Sanktionen aussehen, aber in solchen Momenten musst du sie auch durchziehen. Und vor allem: auf keinen Fall zurückweichen.

    Parallel dazu kannst du verschiedene Wege beim Streicheln ausprobieren. Ich denke, am besten ist es, wenn du dich hinhockst und ihn von sich aus auf dich zukommen lässt. Das Ganze ist viel Erfolg versprechender, wenn er zu dir kommt. Vermeide die Kopf-Oberseite, das ist eine Dominanzzone. Versuch ihn zum Schmusen zu rufen, wenn er gerade ganz ruhig ist – also nicht unbedingt direkt nach dem Spielen. Du kannst auch mal verschiedene Orte testen, um zu sehen, ob es vielleicht an der Umgebung liegt...

    Check auch mal die gesundheitliche Seite ab. Das schadet ja nicht, und falls da was im Argen liegt, wäre das ganze restliche Training eh für die Katz.

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    Rivai
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    Dein Bericht hinterlässt bei mir den Eindruck, dass da definitiv eine Info fehlt, um das Ganze zusammenzufügen. Ein Hund hört nicht einfach von heute auf morgen ohne Grund auf, die Streicheleinheiten seines Besitzers zu genießen. Ich sehe da zwei Hauptvermutungen: - Entweder hat er es noch nie wirklich gemocht und nur aus „Unterordnung“ heraus toleriert... als er älter wurde und mehr Charakter entwickelt hat, hat er sich irgendwann getraut, „nein“ zu sagen... und als er sah, dass das klappt (du bist zurückgewichen), hat er es immer wieder probiert. - Oder er mochte es eigentlich total gerne und du hast irgendwas verpasst, was jetzt Misstrauen bei ihm auslöst (kurze Schmerzen, eine hektische Bewegung von dir...). Aber mal ehrlich, die zweite Vermutung scheint mir ein bisschen weit hergeholt. Ich glaube, wir alle haben unserem Hund schon mal unabsichtlich wehgetan (ihm auf die Pfote getreten oder bei einer schmerzhaften Behandlung beim Arzt zum Beispiel): Wenn das Vertrauensverhältnis stark ist, führt das eigentlich nie zu dauerhaftem Misstrauen. Deshalb befürchte ich, dass ihr ein tiefer sitzendes Beziehungsproblem habt, als du denkst. Das geht weit über die Frage des Streichelns hinaus. Ich glaube, einen Verhaltensberater einzuschalten, ist eine gute Idee.

    Danke für deinen Rat

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    Kainate
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    Deine Schilderung lässt mich vermuten, dass da definitiv noch ein Puzzleteil fehlt, um das Ganze richtig einzuordnen.

    Ein Hund hört nicht einfach so von heute auf morgen ohne Grund damit auf, die Streicheleinheiten seines Herrchens zu genießen.

    Ich sehe da zwei Hauptmöglichkeiten:

    - Entweder er hat es noch nie wirklich gemocht, sondern nur aus „Unterwürfigkeit“ geduldet... mit dem Alter und mehr Selbstbewusstsein hat er sich dann irgendwann getraut, dir „Nein“ zu sagen... und als er merkte, dass das funktioniert (du bist ja zurückgewichen), hat er es immer wieder versucht.

    - Oder er mochte es wirklich gern und du hast irgendwas verpasst, was jetzt Misstrauen bei ihm auslöst (kurze Schmerzen, eine ruckartige Bewegung von dir...).

    Aber ganz ehrlich, die zweite Theorie kommt mir ein bisschen weit hergeholt vor. Ich denke, wir alle haben unserem Hund schon mal versehentlich wehgetan (ihm auf die Pfote getreten oder wenn man ihn mal schmerzhaft verarzten musste...): Wenn die Vertrauensbasis stimmt, sorgt das eigentlich nie für dauerhaftes Misstrauen.

    Deshalb habe ich die Befürchtung, dass euer Beziehungsproblem tiefer sitzt, als du denkst. Das geht über die Frage des Streichelns weit hinaus. Ich halte es für eine gute Idee, einen Hundeverhaltenstherapeuten dazuzuholen.

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    Rivai
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    Außer einer Ohrentzündung fällt mir da auch nichts ein, aber das wird echt schwierig zu prüfen, wenn der Hund am Kopf total abblockt. Der Kopf ist ja sowieso eine empfindliche Stelle, ich hab eher das Gefühl, es liegt an der Handbewegung... sonst würde der Hund bei dem erwähnten Getätschel ja aufjaulen oder bei einer Ohrentzündung den Kopf schief halten...
    Tja, und er lässt sich eben nur von mir nicht anfassen, alle anderen Leute können ganz normal nachschauen, ob alles okay ist.
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    Rivai
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    Guten Abend,

    Nein, das war eher so gemeint, um klarzustellen, dass es nicht an irgendwelchen Verhaltensstörungen liegt, weil er aggressiv oder gewalttätig ist oder nicht hört. Ich bin auf keinen Fall ein Tyrann zu ihm, das war eher so gemeint, dass ich Sachen einfach nicht zweimal sage, wenn ich was von ihm will. Ich sag nicht „komm, komm, komm, bei Fuß“, sondern einfach nur einmal „Fuß“ und er kommt sofort beim ersten Mal. Ich häng ihm nicht 24/7 im Nacken, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich gebe ihm nicht einen Befehl nach dem anderen und lass ihn kaum atmen. In der Hinsicht bin ich sogar eher „locker“ eingestellt, korrigiere ihn nur ganz selten und lass ihn oft einfach sein Ding machen.

    Keine Ahnung, er zeigt keine Anzeichen von Schmerzen. Mal sehen, ich lass ihn wahrscheinlich mal durchchecken und geh zur Not zu einem Verhaltenstherapeuten. Der Fehler liegt ja eh meistens am anderen Ende der Leine und nicht beim Hund, also hab ich wohl irgendwo Mist gebaut, aber ich versteh noch nicht, was genau.

    Wie meinst du das mit dem Kontakt?

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    Leeleebijou
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    Außer einer Ohrenentzündung fällt mir da auch nichts ein, aber das wird echt schwierig zu checken, wenn der Hund jede Annäherung am Kopf verweigert.

    Wobei der Kopf ja eh eine empfindliche Stelle ist, ich hab eher das Gefühl, dass es an der Handbewegung liegt... Sonst würde der Hund bei dem Klopfen, von dem du vorhin geschrieben hast, ja aufjaulen oder den Kopf schief halten, wenn es eine Ohrenentzündung wäre...

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    Kikaah
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    Vielleicht hat er irgendwo Schmerzen?

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