Mein Welpe beißt blutig und ist aggressiv

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Hallo zusammen!

Mein 3 Monate alter Welpe ist ein Cane Corso-Griffon-Mix. In Sachen Stubenreinheit gibt es absolut nichts zu meckern, aber wir haben ein echt großes Problem. Er ist total oft aggressiv und beißt bis aufs Blut, es ist echt schwer zu unterscheiden, ob er gerade spielt oder nicht. Wir haben schon alles versucht: laut „Aua!“ rufen, wenn er beißt, ihn ignorieren, ihm sein Spielzeug geben, aber nichts hilft! Wir sperren ihn dann in einen Raum, bis er sich beruhigt, aber das funktioniert auch immer nur kurz. Außerdem bellt er uns ohne Grund an. Die Situation ist echt anstrengend und ich bin für jeden Tipp oder jede Idee dankbar!

Vielen Dank schon mal.

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6 Antworten
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    Adb têtes de cailloux Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo!

    Ich bezweifle, dass das Aggression ist, sondern eher Aufregung, weil er noch so jung ist. Er braucht einen klaren Rahmen – flexibel, aber konsequent.

    Wie sieht denn euer Alltag drinnen und draußen aus? Trefft ihr beim Gassi gehen andere Welpen oder Hunde und darf er da frei laufen?

    Wenn du die richtige Balance zwischen Auslastung und Ruhephasen findest, wird er sich leichter beruhigen. Wichtig ist dabei, dass du selbst konsequent bleibst, was den Kontakt angeht (z. B. wenn gerade Zeit für ihn ist, bekommt er Aufmerksamkeit, und ansonsten lernt er, sich allein zu beschäftigen oder zu schlafen). In dem Alter hatte meine Hündin ihre Pipi-Runden, Treffen mit anderen Hunden und drinnen öfter mal ein paar Minuten Spielzeit mit mir (Stopp-Spiele sind super, um nach und nach die Selbstbeherrschung zu lernen) und natürlich ruhige Kuschelmomente.

    Ihn wegzusperren ist für mich persönlich nicht die beste Lösung: Du bist nicht da, um ihn zu beruhigen (Ignorieren im selben Raum bringt meiner Meinung nach viel mehr Lerneffekt), es kann den Frust und die Energie nur noch steigern und draußen kannst du ihn ja auch schlecht isolieren. Aber gut, ich weiß, dass andere diese Methode erfolgreich nutzen, das kommt eben auf den Menschen und den Hund an.

    So, ich hoffe, das hilft dir ein bisschen. Lerne, seine Energie zu verstehen, sie auszupowern und sanft zu lenken, dann ersparst du dir für die Zukunft eine Menge Stress.

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    @Turdusmerula erst mal würde ich Spiel nicht nutzen, um Ruhe zu bestätigen, weil Spielen eine aktive Handlung ist. Das bringt den Hund wieder in eine Erregungsphase, was ihn schnell überfordern kann. Wenn der Welpe die Impulskontrolle aber erst mal gut drauf hat, kann man das super mit einer kurzen Spieleinheit belohnen, die immer mit einem „Sitz“ endet – so stärkst du dann auch die Bindung zwischen Hund und Halter.

    Da es ja sowohl darum geht, den Welpen auf sein Spielzeug umzulenken, als auch die Interaktion mit dem Besitzer zu fördern, haben für mich beide Methoden ihre Berechtigung...

    Der Fragesteller sollte am besten einfach beides mal ausprobieren 😉

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    Turdusmerula, erst mal würde ich das Spiel nicht nutzen, um die Ruhe zu bestätigen, weil Spielen ja Action ist. Das bringt den Hund wieder in eine aktive Phase, was dazu führen kann, dass er überfordert ist. Wenn der Welpe die Selbstbeherrschung aber erst mal gelernt hat, kannst du das mit einer kurzen Runde Spielen belohnen, die immer mit einem „Sitz“ enden sollte – so stärkst du dann auch direkt die Bindung zwischen euch.
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    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Hallo, Die Tipps von Jcne und Docline decken sich mit meiner eigenen kleinen Erfahrung mit einer 4 Monate alten Hündin, die – wie alle Welpen – dazu neigte, sich schnell aufzuregen. Sie sprang mich an und biss in meine Kleidung. Das Erlernen des „Sitz" war eine große Hilfe – ein so junger Welpe ist absolut in der Lage, dieses Kommando schnell zu lernen. Nach dem „Sitz" belohnst du ihn mit einer kurzen Spielrunde mit einem seiner Spielzeuge. Es reicht nicht, ihm einfach ein Spielzeug hinzuwerfen – du musst aktiv mitspielen, ihn damit austoben, damit er es mit einem erlaubten Ventil verbindet. Wenn er dich während des Spiels an den Händen oder Klamotten erwischt, einfach alles stoppen. Er muss lernen, dich zu respektieren. Diese Einheiten helfen dir, die Kontrolle zu behalten und ihm beizubringen, sich erst zu „beruhigen", bevor er eine Reaktion auf seine Anforderungen bekommt. Beim Spazierengehen sollte er auch diese berühmten erwachsenen „Erzieher-Hunde" treffen, von denen Docline spricht. Die bringen ihm bei, dass es Grenzen gibt, die man nicht überschreitet – und ganz nebenbei sind sie eine riesige Hilfe, ganz zu schweigen davon, dass ihn diese Aktivitäten müde machen und er nach Hause kommt, ohne gleich wieder den T-Rex zu spielen. 😄 Aber keine Sorge – dieser Welpe ist völlig normal. Das ist einfach eine Phase, die alle Welpen durchmachen, die ja nur ihr Maul haben, um die Welt zu entdecken und mit ihr zu spielen.
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    Mit 3 Monaten kann dein Welpe noch nicht aggressiv sein, höchstens reaktiv. Nach dem, was du schreibst, scheint das bei dir aber gar nicht der Fall zu sein. Den Welpen zu isolieren kann eine Lösung sein, aber nur, wenn das Ganze nicht länger als 1 bis maximal 2 Minuten dauert. Alles, was darüber hinausgeht, ist kontraproduktiv, weil der Hund dann die Verknüpfung zwischen seiner Aktion und der Strafe gar nicht mehr checkt. Wenn dein Hund dich blutig beißt, hat er die Beißhemmung gegenüber menschlicher Haut einfach noch nicht gelernt und ist in dem Moment total überdreht. Ihn nur am Beißen zu hindern, löst das Problem nicht, aber solche Bisse einfach hinzunehmen, ist auch keine Option. Es gibt aber Lösungen für sowas. Dass dein Welpe dich anbellt, ist ebenfalls inakzeptabel, weil er da versucht, die Kontrolle zu übernehmen. Das Erste, was du tun musst, wenn er das macht, ist ein lautes, kurzes und bestimmtes „Eh!“ einzusetzen, um das Verhalten zu unterbrechen. Direkt danach solltest du ihm eine Alternative anbieten, am besten „Sitz“. Dann ein paar Sekunden warten und ihn für seine Ruhe loben. Falls dein Welpe noch nicht sitzen kann, ist das das Allererste, was du ihm beibringen musst. Dein Welpe hat einfach eine übertriebene Erregungsphase, die du mit dem einzig wirklich nützlichen Kommando in den Griff kriegen kannst: „Sitz“ oder „Platz“. Damit bringst du ihn viel schneller dazu, wieder runterzufahren.

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    Docline
    Docline Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Alle Welpen knabbern mal, alle Welpen BRAUCHEN Spiel +++, kein Welpe in dem Alter ist aggressiv

    Manche sind einfach nur total überdreht, weil sie nicht richtig ausgelastet sind oder weil sie Einzelhunde sind

    Ein Welpe braucht jeden Tag viel Kontakt zu anderen Hunden, auch zu solchen, die ihn mal korrigieren und ihm beibringen, eine gewisse Reizschwelle nicht zu überschreiten

    Du darfst dem Welpen keine Aufmerksamkeit schenken, wenn er gerade aufgedreht ist. Warte ab, bis er wieder ruhig ist, bevor du ihn fütterst, streichelst oder mit ihm spielst. Gib ihm keine Aufmerksamkeit genau in dem Moment, in dem er sie einfordert. Aber da es ein wichtiges Bedürfnis ist, solltest du ihn ein paar Minuten später von dir aus zu gemeinsamen Aktivitäten auffordern

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