Mein Hund ist viel zu ungestüm – was tun?

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Hallo zusammen

Mein 15 Monate alter Cane Corso ist anderen Hunden gegenüber einfach viel zu ungestüm.

Er hat kein bisschen Aggressivität an sich und will eigentlich nur spielen, aber er ist dabei so grob, wenn er einen anderen Hund sieht, dass der das oft als Angriff missversteht und sich verteidigen will.

Was ratet ihr mir? Es ist echt anstrengend, weil ich mich so kaum traue, anderen Hunden zu begegnen.

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    Also, ich komme gerade von der Gassirunde zurück. Ein Golden und ein 3 Monate altes Cane Corso-Baby an der Leine von zwei Teenies. Der kleine Cane hat meine Hündin angeknurrt, als sie mal schnuppern wollte, und sein Frauchen hat ihn einfach weitergezerrt und „Nein“ gesagt... und das mit 3 Monaten.

    Hab dann kurz mit ihr gequatscht und meinte, dass ihrem Welpen bei meiner nichts passiert. Im Laufe des Gesprächs haut sie dann raus, dass ihre Mutter nicht so oft in Parks geht, weil sie Angst vor großen Hunden hat. Das war echt das erste Mal, dass ich sowas gehört habe: Eine Frau hat Angst vor großen Hunden und legt sich einen Cane Corso zu!

    Ich hab ihr dann mal gesagt, dass die Wahl ihrer Mutter ja schon irgendwie speziell ist ^^ und sie antwortete nur: „Ja, aber er ist halt ihr Baby, das ist was anderes.“ Tja, manchmal ist es echt nicht leicht, die Leute zu verstehen. Hunde sind eigentlich total simpel, aber die Besitzer... da gibt's echt noch viel zu tun.

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    Freilauf sollte eigentlich der Standard sein und die Leine die Ausnahme, nicht umgekehrt. Aber mir fällt immer mehr auf, dass sich die Leute selten trauen, andere Halter anzusprechen und erst recht nicht vorschlagen, die Hunde mal laufen zu lassen. Das ist traurig! Wie soll dein Hund sozial sein, wenn du es selbst nicht bist? Seit ich meine Hündin habe, quatsche ich eigentlich jeden an und schlage fast immer vor, die Hunde abzuleinen, wenn sie nicht sowieso schon frei laufen. Die Besitzer mit jungen Hunden freuen sich total, die Älteren sind manchmal ein bisschen brummig, tauen aber schnell auf (ich meine die Menschen). Die einzige Ausnahme ist, wenn ich wirklich an potenziell gefährliche Fälle gerate (eben genau die, die nie von der Leine gelassen wurden). Einen Hund zu haben bedeutet für mich, dass man bereit ist, diesen Aufwand zu betreiben und ständig auf andere zuzugehen, zumindest im ersten Jahr, auch wenn man später vielleicht seltener in Gruppen unterwegs ist. Ein Spaziergang alleine an der Leine hat doch gar keinen Wert.

    Bin voll bei dir!

    Mir begegnen auch die meisten Hunde nur an der Leine...

    Ich glaube auch, dass das eine Frage der Bequemlichkeit ist...

    An der Leine ist es halt weniger anstrengend, als ständig auf den Hund zu achten, aufmerksam zu sein, den Rückruf zu üben usw.

    Eine Freundin von mir hatte neulich Stress mit einer jungen Frau und ihrem Husky, die sie immer nur angeleint trifft – sie am Handy, für 5 Min. auf so einem kleinen Fleckchen Erde...

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    Ja, bleib auf jeden Fall dran und sei dir deiner Sache sicher, hab einfach Vertrauen in deinen Hund. Vor allem mit einem Welpen riskiert man ja eigentlich nichts, also nutz diese Zeit voll aus! Man muss sich echt sagen: Je mehr man vor einem Problem wegläuft, desto schlimmer wird es – und das gilt beim Hund erst recht.

    Und Leute, die nicht besonders helle sind, wird es immer geben. Aber was riskiert man am Ende schon, außer mal einen dämlichen Spruch zu hören? Nicht viel.

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    Du hast recht, Lorna, aber manchmal ist das gar nicht so einfach. Wenn man jung ist, traut man sich oft nicht so richtig, und wenn man sich dann mal überwindet und mehr oder weniger freundlich abgewiesen wird... „Dein Hund frisst meinen ja gleich auf!“ – und das 5 oder 6 Mal während desselben Spaziergangs... pffff. Da muss man schon den Charakter und den Mut haben, das Ganze locker zu sehen und dranzubleiben. Aber manchmal trifft man ja zum Glück auch auf echt nette Leute... Dranbleiben zahlt sich am Ende immer aus ;)

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    Freilauf sollte der Normalzustand sein und die Leine die Ausnahme, nicht umgekehrt.

    Aber mir fällt immer mehr auf, dass sich die Leute kaum trauen, andere Hundehalter anzusprechen, geschweige denn vorzuschlagen, die Hunde mal flitzen zu lassen.

    Echt traurig! Wie soll dein Hund denn sozial sein, wenn du es selbst nicht bist?

    Seit ich meine Hündin habe, quatsche ich eigentlich mit jedem und schlage fast immer vor, die Hunde abzuleinen, wenn sie nicht eh schon frei laufen. Die Besitzer mit jungen Hunden freuen sich total, die Älteren sind manchmal zwar ein bisschen brummelig, tauen dann aber doch schnell auf (ich rede von den Menschen). Die einzige Ausnahme ist, wenn ich an echt gefährliche Fälle gerate (meistens genau die, die eben nie von der Leine gelassen wurden).

    Für mich heißt einen Hund zu haben auch, dass man sich dazu überwindet, ständig auf andere zuzugehen – zumindest im ersten Jahr, auch wenn man später vielleicht weniger in der Gruppe unterwegs ist. Ein Spaziergang ganz alleine an der Leine bringt doch echt gar nichts.

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    Hi, ich versteh total, was du durchmachst. Mein Hund ist gerade 1 Jahr alt geworden, wiegt 27 Kilo und ist genau wie deiner total stürmisch mit anderen – aber eben nur, weil er spielen will... Am Anfang war ich echt am Verzweifeln, weil er durch sein Verhalten alle anderen verscheucht hat. Ich hab dann nach gleichgroßen oder größeren Hunden gesucht, die ihn mal ein bisschen in die Schranken weisen könnten, aber hier bei mir in der Gegend sind große Hunde echt Mangelware... Zufällig hab ich dann eines Tages eine Frau mit ihrem Whippet getroffen. Wir begegnen uns eigentlich regelmäßig, aber ich hatte vorher nie so drauf geachtet. An dem Tag fragte sie mich, ob ihr Hund meinen mal kurz begrüßen darf. Ich hab zugestimmt, sie aber gewarnt, dass er zwar ein Goldstück, aber eben total durchgeknallt ist und ihren Hund wahrscheinlich umrennen wird. Die zwei haben sich „Hallo“ gesagt und Nelson hat direkt wieder sein Theater abgezogen, aber sie fand ihn süß und hat vorgeschlagen, an eine ruhige Ecke zu gehen und sie mal rennen zu lassen... Wir haben sie abgeleint und dann: ein Wunder! Nach 5 Minuten Rumgehüpfe und Hektik hat er gemerkt, dass der andere Hund null auf seinen Zirkus reagiert, und hat angefangen, ganz entspannt zu spielen. Und der Whippet, der gerade mal 10–12 Kilo wiegt, hat dann richtig toll mitgemacht, weil Nelson so ruhig war! Ich denke auch, dass es total hilft, Hunde zu finden, die einfach „cool“ und sicher sind, wie die anderen hier schon geschrieben haben. Ich hab’s auch mit der Hündin meiner Oma getestet, die wiegt vielleicht 6 Kilo, wenn sie nass ist. Da war’s das Gleiche: Er rennt rum, springt über sie drüber, schubst sie an... und sie ignoriert ihn einfach eiskalt. Nach 5 Minuten hat er es dann kapiert und fragt jetzt immer ganz vorsichtig an, ob sie spielen wollen 😉
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    Du hast also meine Frage nicht beantwortet, aber ich schätze mal: Nein, er hat im Alltag wohl keine Gelegenheit, sich frei mit seinen Artgenossen auszutauschen. Eine Woche Hundepension ist ja schön und gut, aber es kommt auf das an, was du jeden Tag machst.

    Wenn du nur an der Leine spazieren gehst und deinen Cane jedes Mal zurückhältst, wenn er zu einem anderen Hund will, wirst du auf Dauer echt Probleme kriegen.

    Ich habe das Gefühl, dass du das Grundbedürfnis deines Hundes nicht wirklich verstehst. Du musst dieses Bedürfnis erst mal erfüllen, damit er überhaupt ruhiger wird.

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    Ich hatte vor ihm schon 3 Dobermänner, aber dieses Verhalten kriege ich echt schwer in den Griff. Wenn er so aufdreht, macht er nur noch sein eigenes Ding, als wäre ich gar nicht mehr da.

    Ich finde, du solltest nicht lernen, ihn zu kontrollieren, sondern ihm eher dabei helfen, sich selbst zu beherrschen. Das werden übrigens auch andere Hunde übernehmen, wenn du ihm die Chance gibst, täglich viele Artgenossen zu treffen.

    Pass aber auf deine eigenen Reaktionen auf, die könnten nämlich das Verhalten deines Hundes massiv beeinflussen.

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    Stimmt echt, das Wort „VORSichtig...“ ist super hilfreich, wenn sie es erst mal kapiert haben

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    Erstmal danke für eure Antworten.

    Ich hatte ihn für 7 Tage in einer Pension, wo er andere Hunde getroffen hat. Mit manchen lief es echt super, die waren genauso verspielt wie er. Aber andere haben seinen Übermut als Angriff missverstanden und sich dann gewehrt.

    Beim Gassigehen läuft eigentlich alles bestens, bis zu dem Moment, wo wir jemanden mit Hund treffen. Dann stürmt er sofort auf sie zu – „immer nur zum Spielen“.

    Das ist echt anstrengend. Ich hatte vor ihm schon 3 Dobermänner, aber dieses Verhalten kriege ich gerade nur schwer in den Griff.

    Wenn er so aufgedreht ist, macht er einfach, was er will, als wäre ich gar nicht mehr da.

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