Chemische Kastration und Verhaltensänderung bei unserem Hund

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Hallo zusammen,

wir haben unseren Hund Parker vor einem Monat chemisch kastrieren lassen. Seit einer Woche ist er aber total aggressiv geworden. In nur einer Woche hat er drei Leute gebissen: zuerst einen Lieferanten, dann meinen Nachbarn, den er eigentlich sehr gut kennt, und das dritte „Opfer“ war ein Kumpel, den wir nur ab und zu mal sehen. Ich habe einen Freund gebeten, mal vorbeizukommen, um den Hund zu testen – nach einer halben Stunde hat er ihn dann akzeptiert. Nur zur Info: Mein Hund wurde nie geschlagen oder so, ich habe ihn von Anfang an gut mit anderen Hunden sozialisiert (bei Treffen mit Freunden, egal ob Rüden oder Hündinnen, gab es nie Probleme).

Ich frage mich jetzt echt, ob der Chip, den er vor einem Monat bekommen hat, was damit zu tun hat. Ich habe diese Woche einen Termin beim Hundeverhaltenstherapeuten, aber ich wollte mal hören, ob jemand von euch schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Danke für eure Berichte.

Parker (Mallorca-Dogge) und seine Leute.

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10 Antworten
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  • Dogmom
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    Genau das hab ich mit meinem Zwergdackel auch erlebt, nachdem der Chip gesetzt wurde: Er war total aggressiv gegenüber anderen Hunden und Welpen gingen gar nicht mehr. Ich hab ihn dann wieder entfernen lassen (unter Vollnarkose, das ist ja auch nicht ohne!) und sein Verhalten hat sich deutlich gebessert: Er ist jetzt viel selbstbewusster und weniger aggressiv. 
    Danke für deine Erklärung, denn kein Mensch warnt einen davor, dass so eine chemische Kastration die totale Katastrophe sein kann. 

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    Dogmom
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    Genau, das Implantat, das du deinem Hund hast setzen lassen, fängt jetzt an zu wirken, das heißt, es senkt den Testosteronspiegel. Man muss dazu wissen, dass Testosteron von einem Teil des Gehirns gesteuert wird, den man Hypothalamus nennt. Dieser gehört wiederum zum sogenannten paläolimbischen System, das für die instinktiven Verhaltensweisen zuständig ist. Wenn die Testosteronproduktion gestoppt wird, wird der Hypothalamus erst recht aktiv, um zu versuchen, das Hormon doch noch zu produzieren – einfach weil er von anderen Hirnarealen die Info bekommt, dass es fehlt. Wenn der Hypothalamus aber aktiver ist, treten instinktive Verhaltensweisen deutlicher hervor. Angst, Unruhe und mangelndes Selbstvertrauen gehören zu den Emotionen, die teilweise vom Hypothalamus und spezieller vom paläolimbischen System gesteuert werden. Dass kein Testosteron mehr produziert wird, sorgt bei deinem Hund für ein emotionales Ungleichgewicht, das sich in Form von Aggressivität äußern kann – dabei hat das Testosteron ihm vorher eigentlich geholfen, sein emotionales Gleichgewicht zu halten.

     

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    Emla
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    Was mich an deiner Schilderung etwas stört, ist, dass ich mir absolut nicht sicher bin, ob die chemische Kastration wirklich was an der eventuellen Gewichtszunahme ändert...

    Ich weiß noch genau, wie mein Tierarzt nach der endgültigen Kastration meines Hundes zu mir meinte: „Wegen des Gewichts brauchst du dir keine Sorgen machen, er ist ja schon seit 8 Monaten chemisch kastriert!“ Ich schließe daraus also, dass es bei einer Gewichtszunahme egal ist, ob chemisch oder endgültig.

    Leider kannst du das jetzt eh nicht mehr rückgängig machen, also keine Panik (ich bin mir sicher, dass sich diese kleine Stimmungsschwankung wieder legt), aber mach am besten mal einen Termin bei einem anderen Tierarzt aus, um das Ganze zu besprechen. Ich befürchte, dass du wohl die Futterration kürzen musst...

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    Wenn Parker nach dem Alphabet geht, wird er bald 2 Jahre alt... er wird erwachsen und sein Charakter festigt sich. Ich kannte mal einen Hund, der so 1 bis 2 Monate nach dem Chip Aggressionen gegen andere Hunde (nicht gegen Menschen) gezeigt hat, aber das hat sich wieder gelegt. Meiner hatte gar keine Anzeichen in die Richtung (und die anderen wurden gar nicht gechippt). Ich finde persönlich, dass es da bei den Tierärzten ein Defizit gibt, weil sie bei der Kastration oft nicht auf die Reife des Hundes achten... man kann eine Frühkastration machen, um aggressives Verhalten zu vermeiden, dann aber vor dem ersten Geburtstag... man kann einen Hund kastrieren, um das Streunen zu verhindern, das dann eher später. Aber wenn ich mir die Verhaltensentwicklung bei Rüden zwischen 1,5 und 2,5 Jahren anschaue, finde ich, dass das echt nicht der beste Zeitpunkt ist, um auch noch an den Hormonen rumzuschrauben (ist nur meine persönliche Meinung, kein Vorwurf 😅). Egal ob es jetzt am Chip liegt (was ja eigentlich wieder verschwinden sollte) oder nicht, du solltest auf jeden Fall mit einem Trainer arbeiten. Er ist ja kein Chihuahua, da kannst du es dir nicht wirklich leisten, einfach mal abzuwarten...

    Hallo, ja er geht nach dem Alphabet, er wird im Mai 2 Jahre alt. Ich habe einen Termin bei einem Hundetrainer/Verhaltensberater. Der Grund, warum wir ihn eigentlich intakt lassen wollten, war nicht die Zucht, sondern nur wegen des Gewichts und der körperlichen Veränderungen (Gelenkprobleme beim letzten Hund, der mit 9 an einem Tumor gestorben ist, das war ein Presa Canario). Unsere anderen beiden Hunde waren Mastiffs, die nach der Kastration extrem zugenommen haben, sogar mit Light-Futter, und danach kamen die Gesundheitsprobleme – deshalb die chemische Kastration. Er hat kein Problem mit anderen Rüden, er ist eher unterwürfig und nicht dominant. Es sind eher die läufigen Hündinnen, die ihn nervös machen. Das Problem sind die Menschen (ja, ich weiß, manche haben es verdient), er will niemanden bei uns im Haus haben. Ich habe jetzt eine Technik gefunden: Ich halte ihn am Halsband fest und streichle ihn, um ihn zu beruhigen, dass alles okay ist. Ich sehe aber an seinem Blick, dass da was nicht stimmt. Von der Tierärztin hab ich immer noch keinen Rückruf, sie ist heute wohl im Einsatz... naja, ich kontaktiere morgen einen anderen Tierarzt. Ich warte seit letztem Freitag auf ihren Rückruf, anscheinend interessieren sie mein Hund und seine Probleme nicht besonders. Naja, am Donnerstag kommt der Verhaltensberater vorbei, dann sehen wir mal, wie er reagiert, und er wird mir sagen, was zu tun ist.

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    Emla
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    Wenn Parker dem Alter nach geht, wird er bald 2... er wird jetzt erwachsen und sein Verhalten festigt sich.

    Ich kannte mal einen Hund, der so 1 bis 2 Monate nach dem Chip Anzeichen von Aggressivität gegenüber anderen Hunden gezeigt hat (nicht gegenüber Menschen), aber das hielt nicht lange an. Meiner hatte gar keine solchen Anzeichen (und die anderen hatten gar keinen Chip).

    Ich finde persönlich, dass Tierärzte da oft ein bisschen zu wenig darauf achten, wie weit der Hund in seiner Entwicklung ist, wenn es um das Thema Kastration geht... man kann eine Frühkastration machen, um zu versuchen, aggressives Verhalten zu vermeiden, also vor dem ersten Lebensjahr... oder man lässt den Hund kastrieren, damit er nicht mehr wegläuft, also eher später. Aber wenn ich mir die Verhaltensentwicklung bei Rüden zwischen 1,5 und 2,5 Jahren so ansehe, finde ich, dass das eigentlich die schlechteste Phase ist, um auch noch an den Hormonen rumzupfuschen (ist nur meine persönliche Meinung, kein Vorwurf 😅)

    Egal ob es jetzt am Chip liegt (was ja eigentlich wieder verschwinden sollte) oder nicht, du solltest trotzdem mit einem Trainer arbeiten. Er ist kein Chichi, da kannst du es dir nicht wirklich leisten, einfach abzuwarten und zu gucken, was passiert...

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    Tania28
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    Ja, die Wirkung tritt nicht sofort ein. Ich hatte meinem Männchen auch ein Implantat setzen lassen und da gab es diese Effekte nicht.

    Pass auch auf, zu welchem Spezialisten du gehst, vor allem sollte er ganz behutsam sein.

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    Hallo, eine chemische Kastration kann in den ersten Tagen nach dem Einsetzen zu mehr Aggressivität führen, weil der Testosteronspiegel im Blut kurzzeitig ansteigt. Das scheint bei deinem Hund aber nicht der Fall zu sein, da er erst 3 Wochen später aggressiv wurde. Eigentlich sollte eine chemische Kastration den Hund nach ein paar Wochen eher ruhiger machen. Die Verhaltensänderung könnte also einen anderen Grund haben als das Implantat. Es war die richtige Entscheidung, einen Hundeverhaltenstherapeuten zu kontaktieren: Er wird dir helfen, wieder eine gute Basis mit deinem Hund aufzubauen, damit er nicht mehr aggressiv ist. Du kannst auch bei deinem Tierarzt anrufen und ihm die Situation schildern, damit er dich beraten kann. Ich hoffe, das hilft dir weiter, Emeline

    Hallo, danke für deine Antwort. Ich hab dem Tierarzt eine Nachricht hinterlassen (neuer Tierarzt, die bisherige Tierärztin ist leider verstorben 😔), aber sie hat mich noch nicht zurückgerufen... Beim Einsetzen vom Chip meinte die neue Tierärztin, dass es erst nach 3 Wochen wirkt. Ich warte jetzt mal den Termin beim Spezialisten am Donnerstag ab.

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    J
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    Stimmt, das Implantat, das du deinem Hund hast setzen lassen, zeigt jetzt wohl Wirkung – sprich, der Testosteronspiegel sinkt. Man muss dazu wissen, dass die Steuerung vom Testosteron im Hypothalamus sitzt, einem Teil des Gehirns, der zum sogenannten paläo-limbischen System gehört. Das ist für die ganzen instinktiven Verhaltensweisen zuständig. Wenn die Testosteronproduktion gestoppt wird, wird der Hypothalamus erst mal richtig aktiv, weil er versucht, das Hormon doch noch irgendwie zu produzieren, da er vom restlichen Gehirn die Info bekommt, dass ein Mangel herrscht. Wenn der Hypothalamus aber so aktiv ist, rücken die instinktiven Verhaltensweisen mehr in den Vordergrund. Angst, Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen gehören zu den Emotionen, die genau dort verarbeitet werden. Dass kein Testosteron mehr produziert wird, sorgt bei deinem Hund gerade für ein emotionales Ungleichgewicht, das sich in Aggressivität äußert – davor hat das Testosteron ihm eigentlich dabei geholfen, sein emotionales Gleichgewicht zu halten.

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    Tania28
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    Hallo

    Hast du das schon mal mit deinem Tierarzt besprochen?

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    ProvetoJuniorConseil
    Provetojuniorconseil Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Verifizierter Experte
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    Hallo,

    eine chemische Kastration kann in den ersten Tagen nach dem Einsetzen tatsächlich zu mehr Aggressivität führen, weil der Testosteronspiegel im Blut vorübergehend ansteigt. Das scheint bei deinem Hund aber nicht der Grund zu sein, da er ja erst 3 Wochen nach dem Chip aggressiv wurde. Eigentlich sollte die chemische Kastration einen Hund nach ein paar Wochen eher ruhiger machen.

    Die Verhaltensänderung könnte also auch an etwas anderem liegen als am Implantat. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, einen Hundeverhaltenstherapeuten zu kontaktieren: Er wird dir dabei helfen, wieder eine gute Basis mit deinem Hund zu finden, damit er nicht mehr aggressiv ist.

    Du kannst auch zusätzlich deinen Tierarzt anrufen und ihm die Situation schildern, damit er dich beraten kann.

    Ich hoffe, das hilft dir erst mal weiter!

    Emeline

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