Welpe dreht bei Kindern total durch

?
Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
Melden

Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier und finde leider keine passenden Tipps zu meiner Frage.

Ich hatte schon immer Hunde und/oder Pferde (war früher auch mein Beruf) und hatte eigentlich nie Probleme mit der Erziehung – außer jetzt lol 🤷

Seit zwei Wochen habe ich eine kleine Border-Collie-Berner-Sennenhund-Mix-Hündin (2,5 Monate alt). Sie hört eigentlich super auf mich, reagiert gut aufs Clickertraining und fängt auch an zu zeigen, wenn sie mal raus muss...

ABER sie ist so kontaktfreudig und fröhlich (sie heißt Joy, der Name ist wohl Programm), dass sie bei Kindern völlig ausrastet. Sie kennt da kein Halten mehr, knabbert alles an (mit den Milchzähnen gibt das ordentliche Piercings), springt hoch, kläfft, knurrt und wehrt sich massiv, wenn man sie festhält... Sie sieht viermal am Tag jede Menge Kinder (ich wohne direkt gegenüber von der Schulbushaltestelle). Meine 7-jährige Tochter ist eigentlich total vorsichtig mit ihr, keine wilden Spiele, kein Rumtragen, sie darf nicht aufs Sofa und sie hilft sogar richtig toll bei der Erziehung mit (Gassi gehen, Clickern, etc.). Für Joy sind Kinder aber scheinbar keine Respektspersonen, sondern Spielgefährten auf derselben „Hierarchie-Ebene“.

Da ich ausschließlich über positive Verstärkung arbeite: Welche Tipps habt ihr für mich, damit Joy gegenüber Kindern genauso vorsichtig wird wie bei Erwachsenen? Bitte helft mir!

Übersetzt Französisch
icon info

Die Inhalte des Forums werden teilweise aus anderen Sprachen übersetzt, und Beiträge können Länder mit unterschiedlichen Tierschutzgesetzen betreffen. Informieren Sie sich daher gründlich, bevor Sie Entscheidungen treffen.

Da das Forum automatisch von einer KI übersetzt wird, können die Übersetzungen Fehler enthalten.

Editor wird geladen

Schreibe deine Nachricht und lade anschließend, wenn du möchtest, ein Foto hoch. Wir bitten dich, im Austausch höflich zu bleiben.

Ihr Beitrag wird für alle Mitglieder des internationalen Wamiz-Forums sichtbar sein.

13 Antworten
Sortieren nach:
  • ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Hallo,

    Joy hatte am Freitagabend die pädagogische Spielstunde mit den Kindern. Seitdem halten sich alle Kinder daran, sie nicht mehr so hochzupushen, wenn sie aus dem Bus steigen, und Joy wird viel ruhiger mit den Kindern. Sie freut sich zwar immer noch riesig, wenn sie ankommen, aber sie knabbert kaum noch an ihnen rum und hört vor allem auf ihr „Nein“.

    Ich glaube, vor allem das Kreisspiel hat geholfen, die Kinder in die Erziehung der Hündin einzubeziehen und sie zu schulen. Sie regen sich jetzt weniger über sie auf, und am Ende ist es wohl die tägliche Wiederholung dieses ruhigen Verhaltens der Kinder, die den Erfolg bringt. Denn der Welpe hat das Spiel zwar schnell kapiert, aber am nächsten Tag hat sie direkt versucht, wieder damit anzufangen lol. Man lernt sowas als Welpe halt nicht nach nur einem Mal fürs Leben 😉

    Das Wichtigste ist, dass sie jetzt sogar in meiner Abwesenheit auf das „Nein“ meiner Tochter hört.

    Dieser Spieletrick war fast hilfreicher für die Kinder, damit sie merken, dass die Hunde auf sie hören, wenn man „ernst“ bleibt. War also eine gute Erziehungsstunde für die Dorfkinder 👏

    Danke für eure Tipps

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Alles klar, ich verstehe deine Sichtweise jetzt besser, dann sind wir uns ja anscheinend einig.

    Auf jeden Fall hoffe ich, dass Lili-joy ihr Problem in den Griff bekommt

    Danke für die Erklärung ;)

    Übersetzt Französisch
    Humeur-De-Chien
    Humeur-de-chien Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Erstmal vorab: Ich mache kein Hundetraining. Das ist nicht nur nicht meine Aufgabe, sondern erst recht nicht meine Überzeugung.

    Mit meiner Antwort an Lili-joy wollte ich nur eine der am häufigsten genutzten Methoden im Training erklären: die operante Konditionierung durch positive Verstärkung und negative Bestrafung. Das heißt aber nicht, dass ich das auch so mache. Ich bin in meinem Ansatz im Umgang mit Hunden davon sogar ziemlich weit weg. Und genau das habe ich versucht zu erklären – vielleicht ein bisschen ungeschickt – als ich über Dressurmethoden und den systemischen Ansatz von Verhaltenstherapeuten gesprochen habe.

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    „Das Problem ist, dass du EINE Methode hast, aber VIELE Hunde. Was bei dem einen super funktioniert, klappt beim anderen vielleicht gar nicht.“

    „Unser Ansatz ist systemisch. Das heißt, dass wir den Hund nicht als Einzelfall betrachten, an dem man einfach nur ansetzen muss.“

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich verstehe, was du damit sagen willst.

    Was ich verstehe, ist, dass es eigentlich schade ist, nicht verschiedene, individuell angepasste Methoden zu haben, aber gleichzeitig nutzt du doch immer die gleiche Art der Erziehung?

    Irgendwas hab ich da wohl nicht ganz kapiert, kannst du mir das bitte erklären? :)

    Übersetzt Französisch
    Humeur-De-Chien
    Humeur-de-chien Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Das Problem ist, dass du zwar EINE Methode hast, aber es mit ganz verschiedenen Hunden zu tun hast. Was bei dem einen super funktioniert, klappt beim anderen vielleicht gar nicht. Ich spreche da jetzt mal für meine Zunft, aber genau da machen Verhaltensberater meistens den Unterschied.

    Unser Ansatz ist systemisch. Das heißt, wir betrachten den Hund nicht als isolierten Einzelfall, an dem man einfach nur „herumdoktern“ muss. Wir schauen uns das Gesamtbild an – also alle Faktoren, die in einem System aus mehreren Individuen (zu dem der Hund ja gehört) eine Rolle spielen. All diese Faktoren beeinflussen das Gleichgewicht dieses Systems (was wir eher Homöostase oder soziale Homöostase nennen). Wenn wir diese Faktoren kennen, verstehen wir – und helfen auch dir zu verstehen – woher das Ungleichgewicht kommt.

    Viele Hundetrainer arbeiten heutzutage mit der Methode der positiven Verstärkung und der negativen Strafe. Dabei geht es vor allem darum, den Hund dazu zu bringen, ein Verhalten zu wiederholen, indem man einen Reiz hinzufügt (positive Verstärkung), oder ein Verhalten zu verringern oder sogar zu stoppen, indem man einen Reiz wegnimmt (negative Strafe). „Positiv“ und „negativ“ stehen hier rein für das Hinzufügen und Wegnehmen, nicht für „gut“ oder „böse“. Das kann tatsächlich funktionieren, wenn es um Lernprozesse geht, die nicht natürlich sind. Man spricht dann von operanter Konditionierung.

    Sobald wir aber Lernprozesse weiterführen, die schon von der Mutter, den Geschwistern und anderen Hunden in der frühen Entwicklungsphase des Welpen angestoßen wurden, sprechen wir von natürlichem Lernen. Die Sozialisierung, die Ablösung und die Selbstbeherrschung gehören zu diesen Lernprozessen. Deshalb ist es wichtig, verhaltenskundliches Wissen über Hunde zu haben, um zu verstehen, wie diese Dinge unter Artgenossen vermittelt werden und wie sich die kognitiven Fähigkeiten entwickeln. Die Methoden können je nach Umfeld, Individuum, Kontext und Stimmung des Hundes total unterschiedlich sein. Daher braucht es den systemischen Ansatz, um einschätzen zu können, was man dem Hund wie und wann am besten beibringen kann.

    Wenn man dir beibringt, deinen Hund immer zu ignorieren, sobald er ein Verhalten zeigt, das dir nicht passt, hilft dir das nicht dabei zu verstehen, WARUM er das eigentlich macht. Du lernst nicht, wie du ihn verstehen und je nach Situation richtig reagieren kannst. Denn klar, ein Verhalten kann nach außen hin identisch aussehen (wie zum Beispiel Bellen), aber aufgrund vieler Faktoren etwas völlig anderes bedeuten. Wenn die Antwort darauf immer dieselbe ist, dann ist sie oft auch einfach unpassend.

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Ich bin ja für positive Erziehung, aber man darf's echt nicht übertreiben. Ich sehe zu viele Hundetrainer, die ihren Hund zwar super im Griff haben, aber sobald kein Spielzeug oder Leckerli am Start ist, ignoriert der Hund alles, was man ihm sagt.

    Ich finde es toll, wenn Leute mit Clicker, Leckerlis usw. arbeiten... aber Streicheleinheiten und ein freundlicher Tonfall werden oft total vergessen... klar, ab und zu ein kleines Leckerli freut jeden ;)

    Man muss aber verstehen, dass ein „Hund als König“ auch keine gute Idee ist. Es muss nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Gewalt ist natürlich immer kontraproduktiv, aber man muss dem Hund auch mal eine klare Ansage machen können, indem man einfach konsequent bleibt, anstatt ihn ständig nur vollzustopfen...

    Was den Tervueren betrifft: Der wirkt oft „weniger bedrohlich“ als der Malinois, auch wenn er trotzdem beeindruckend bleibt. Das lange Fell lässt sie viel weicher wirken. Man merkt oft, dass der Tervueren schüchterner und nervöser ist als der Mali, aber ich finde ihn auch sanfter. Auf jeden Fall eine super Rasse ;)

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden
    Favilla: Normalerweise bin ich nicht so der Fan von der Optik der Malis, ich finde sie irgendwie zu „einschüchternd“, aber ich liebe ihr Wesen. Dein Hund ist wirklich wunderschön! Ich kannte diese Variante noch gar nicht: Das längere Fell lässt sie viel weicher wirken, was echt gut zu ihrem eigentlich total sanften und lieben Charakter passt. Wieder was gelernt heute Abend.
    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Nee, alles gut, ihr habt nichts Falsches gesagt. Ganz im Gegenteil, ich bin zwar ein echter Dickkopf, aber eure beiden Meinungen, die ja in die gleiche Richtung gehen, haben mich echt zum Nachdenken gebracht 😉

    Ein bisschen Selbstironie: Ich hab mir wohl die totale heile Welt gewünscht 😳, aber man muss realistisch bleiben. Ein gewisses Maß an Korrektur ist einfach notwendig, und sei es nur aus Sicherheitsgründen für die Zukunft.

    Ich hab eigentlich schon immer mit Clickern und positiver Verstärkung gearbeitet, wenn meine Tiere konkrete Schwierigkeiten hatten, aber eben auf Basis einer klassischen Erziehung. Bei diesem Welpen wollte ich (wie im Bilderbuch 🤭) rein über diese Technik gehen, aber man merkt schnell – auch dank eurer Rückmeldungen –, dass das allein nicht ausreicht.

    Ich werde eure Tipps mal ausprobieren und halte euch über die Fortschritte auf dem Laufenden.

    Vielen Dank!

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    "Ist der Tervueren die Rasse, die du auf deinem AVATAR hast? Kenne ich gar nicht, sieht aus wie ein langhaariger Malinois."

    Ja, auf dem Foto das ist mein Tervueren. Das ist ein Belgischer Schäferhund, genau wie der Malinois. In Frankreich sagt man, dass das die gleiche Rasse ist, nur eine andere Varietät. Es gibt insgesamt vier: den Malinois, den Groenendael (schwarz), den Tervueren (falb oder grau) und den Laekenois (rauhaarig).

    Uuuund den Schipperke, ganz klein und ganz schwarz, der ist auch ein Schäferhund aus Belgien.

    Ich persönlich mache zum Abbrechen oder Zurechtweisen ein Schnalzen mit der Zunge (ja, wie man das bei Pferden macht). Manchmal sage ich EEEEEH, manchmal NEIN, aber in jedem Fall werde ich sehr ernst und bestimmt, bewege mich nicht mehr und meistens hört dann alles ganz einfach auf.

    Übrigens wollte ich noch sagen, dass man den Kindern sagen muss, sie sollen sie ignorieren, wenn sie so aufdreht. Egal, ob sie untereinander weiterspielen oder nicht – das "Nein" muss vom Besitzer kommen, sonst hat es kaum oder gar keine Wirkung.

    Als ich meinte, man soll den Hund "Sitz" machen lassen: Nimm ein Leckerli zur Hilfe, dann fixiert sich der Hund auf dich, vergisst die Kinder ein bisschen und du kannst ihn belohnen.

    Ich verstehe gerade nicht ganz, warum das, was ich gesagt habe, negativ war. Findet ihr es echt so schlimm, ein Verbotssignal zu nutzen? Wenn dein Tier mal ein richtig mieses Verhalten zeigt, wirst du froh sein, wenn er es kennt, glaub mir...

    Ich sehe das so: Mit dieser Methode beruhigt sich der Hund und bekommt eine Belohnung. Klar ist er kurz frustriert, weil er 30 Sekunden nicht weiterspielen darf, aber na und? Er vergisst das sofort wieder und kann direkt danach weiter spielen.

    Was ich sehe, ist, dass im Grunde nur wiederholt wurde, was ich gesagt habe, nur mit anderen Worten und schöner verpackt. Ich verstehe nicht, warum das nicht "positiv" sein soll, was ich geschrieben habe. Vielleicht war es blöd ausgedrückt, wahrscheinlich sogar (es war nach Mitternacht, als ich das geschrieben habe, also...)

    Übersetzt Französisch
    ?
    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Melden

    Wenn ich mir deine Antworten so durchlese, denke ich, dass die rein positive Methode allein wohl nicht reicht. Ich hab das früher schon öfter mal gemacht, aber nie zu 100 %, eher so als Ergänzung.

    Wenn ich ihr tatsächlich den Rücken zudrehe (weil sie da auf mich hört) und dann noch ein „Nein“ dazusage, wird sie das mit der Zeit sicher mit dem „Nein“ der Kinder verknüpfen. Deine Idee finde ich echt nicht schlecht. Auch wenn Joy sehr sensibel ist, sollte sie das nicht traumatisieren, ich glaube, du hast recht.

    Und vor allem deine Idee mit dem Spiel in der Kindergruppe... das finde ich absolut GENIAL!!! 👏

    Ich überlege, ein Spiel mit den Kindern im Kreis um Joy zu organisieren. Sie spielen erst mal ganz ruhig mit ihr, und wenn sie dann total aufdreht, müssen die Kinder ihr den Rücken zudrehen, ruhig bleiben und „Nein“ sagen... und jedes Mal, wenn Joy jemanden anspringt oder zwickt, muss das Kind aus dem Kreis raus. Das wäre dann wie ein „Erziehungs-Fangspiel“ für die Kids und ein super Training für meine Hündin. (Ich muss dann nur schon mal die Packung Pflaster für die Milchzahn-Piercings an den Waden einplanen 😝) Was hältst du davon?

    Übersetzt Französisch
  • 10 Kommentare zu 13

    Mehr anzeigen
  • Du hast eine Frage oder möchtest etwas mitteilen? Los geht's!