Wie man mit schwierigen Situationen umgeht

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Hallo,

ich schreibe euch, weil ich ein paar Tipps brauche. Mein Partner und ich wohnen im zweiten Stock eines kleinen Mehrfamilienhauses mit unserer Hündin Billie. Sie ist ein Jahr alt und wiegt gut 25 Kilo. Auf den ersten Blick kann sie etwas einschüchternd wirken, da sie ein Labrador-Mix ist (das Tierheim hat uns bei der Rasse wohl angeschwindelt, wir machen bald einen Test, um sicherzugehen). Sie hat sehr helle braune Augen und ist ziemlich muskulös – ich verstehe also, dass sie Leuten, die sie nicht kennen, Angst machen kann.

Das Schwierige für mich ist: Auch wenn sie eigentlich kaum bellt, passiert es manchmal, dass sie beim Rausgehen aus der Wohnung 2-3 Mal kurz anschlägt, wenn uns direkt jemand entgegenkommt. Danach ist sie sofort wieder ruhig. Aber was macht man, wenn man jemanden vor sich hat, der totale Panik bekommt? Wichtig: Billie ist immer an der Leine und war noch nie aggressiv. Sie ist total verspielt und verschmust.

Heute Nachmittag bin ich aus der Wohnung und direkt auf eine Frau getroffen, die wegen des Bellens völlig verängstigt war. Sie stand direkt auf unserem Stockwerk, als wir die Tür aufgemacht haben. Billie war überrascht, hat 2-3 Mal gebellt, aber mein Partner hat sie sofort zur Ruhe ermahnt und dann war sie auch still. Das Problem ist, dass mir das der Frau gegenüber total unangenehm war. Wenn Leute dann urteilen oder meckern, hab ich direkt das Gefühl, dass es meine Schuld ist und ich Billie nicht gut genug erzogen habe, nur weil sie bellt.

Ich weiß nicht, was ich machen kann, um solche Situationen zu vermeiden. Vor allem, weil sie uns später nochmal über den Weg gelaufen ist und meinte, es täte ihr leid, aber sie hätte halt Angst und unser Hund würde ja sowieso ständig bellen... Das hat mich echt geärgert, weil Billie wirklich extrem selten bellt, selbst wenn andere Hunde in der Nähe Radau machen. Zu 95% ist sie total friedlich.

Sorry für den langen Text, aber falls ihr Tipps habt, wie ich mich da verbessern kann, immer her damit!

Danke schon mal.

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2 Antworten
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    Was du unbedingt trainieren solltest, und zwar konsequent!, ist, dass der Hund in schwierigen Situationen immer hinter dir bleiben muss.

    Aus Hundesicht ist es nämlich so: Wer vorne läuft, muss alle verteidigen. Wer hinten läuft, fühlt sich nicht verpflichtet, den Aufpasser zu spielen. (Und es beruhigt auch die Leute, denen du begegnest.)

    Ich baue bei jedem Gassi gehen ein paar Minuten Übungen für das Kommando „hinten!“ ein und finde immer mehr, dass das echt ein super nützliches Training ist.

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    ProvetoJuniorConseil
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    Verifizierter Experte
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    Hallo,

    das Verhalten, das du beschreibst, finde ich weder besorgniserregend noch unnormal. Viele Hunde, besonders junge, bellen halt mal kurz, wenn plötzlich jemand in einem engen Bereich wie dem Treppenhaus auftaucht. Dass Billie sich schnell wieder abregt und beruhigt, sobald ihr sie dazu auffordert, ist eigentlich ein ziemlich gutes Zeichen.

    Dass manche Leute Angst vor Hunden haben, ist natürlich auch total verständlich – in der Situation hat eigentlich keiner so recht Unrecht.

    Pass nur auf: Ich weiß, dass das in der Praxis manchmal echt schwer umzusetzen ist, aber versuch am besten, die Leine nicht straff zu ziehen, wenn sie sich erschreckt (das könnte ihre Reaktion nur verstärken). Ruf sie lieber zu dir und lass sie etwas machen, was sie gut kennt, zum Beispiel ein „Sitz“.

    Was die Nachbarn angeht, die darüber vielleicht verärgert sind: Da kannst du leider nicht viel machen.

    Falls einige von ihnen gesprächsbereit sind, könntest du ihnen erklären, dass du dein Bestes gibst, damit sie sich wohlfühlen, aber dass es manchmal eben ein bisschen schwierig ist.

    Alles Gute,

    Maëlla

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