Hallo zusammen,
ich lese hier ab und zu mal mit, ohne selbst was zu schreiben, aber heute muss ich einfach mal ordentlich Dampf ablassen.
Ich sehe ständig auf Social Media und höre von Bekannten, dass Tiere – vor allem Hunde und Katzen – einfach an andere Leute verschenkt werden, mal an Kinder oder Teenies, mal an andere Erwachsene.
Ein Tier ist kein Geschenk, erst recht nicht, wenn man nie darüber gesprochen hat, nie danach gefragt hat oder es sich gar nicht gewünscht hat.
Gestern hat ein bekannter Profiboxer aus Nordamerika dem ukrainischen Präsidenten einen Pitbull-Welpen (ein Weibchen namens Freyja) geschenkt! Also echt mal, man verschenkt generell keine Hunde, aber schon gar nicht so eine Rasse, auch wenn die in der Ukraine nicht so eingestuft sind wie bei uns in Frankreich.
Dieses „Geschenk“ schien ihn zwar zu freuen, er hat übers ganze Gesicht gestrahlt, aber obwohl er schon mehrere Hunde hatte und sie über alles liebt, hatte er wohl noch nie einen Hund dieser Rasse. Klar, er wird sich wahrscheinlich nicht selbst darum kümmern, aber es braucht jemanden mit Ahnung, um die Hündin zu erziehen und zu führen, mit ganz viel Aufmerksamkeit und Geduld.
Hunde dieser Rasse werden im Schnitt 12 bis 13 Jahre alt. Er wird nicht die ganze Lebenszeit der Hündin Präsident sein, und da sie ihm ja „gehören“ soll, muss er (zusammen mit seiner Frau) auch nach seiner Amtszeit für sie aufkommen.
Ich finde das einfach nur daneben, weil jetzt die Gefahr besteht, dass in vielen Ländern unüberlegt Hunde gekauft, adoptiert oder verschenkt werden – vielleicht sogar Pitbulls oder ähnliche Rassen – nur weil der Schenkende und vor allem der Empfänger so berühmt und einflussreich sind. Und am Ende steigen dann wieder die Zahlen der ausgesetzten Tiere.
Ein Tier sucht man sich selbst aus, mit Herz und Verstand und für sich selbst, nicht für andere. Und ein Tier kauft man nicht, man adoptiert es.
So, ich musste jetzt einfach mal ordentlich (viel) Luft ablassen zu diesem Thema, das mir echt wichtig ist. Schönen Tag euch noch!