Hallo,
das Verhalten deiner Hündin ist absolut typisch für die Mischung aus diesen beiden Rassen – ein echtes Energiebündel, das ständig Stimulation braucht. Um diese ganze Energie ein bisschen zu bändigen, habe ich hier ein paar Tipps für dich.
Erstmal: Damit sie lernt, draußen ruhiger zu sein, fängt das Ganze schon vor dem Losgehen an. Es ist wichtig, dass schon zu Hause eine gewisse Ruhe herrscht, bevor ihr aufbrecht. Wenn sie anfängt zu jaulen oder rumzuspringen, sobald du die Leine in die Hand nimmst, leg sie wieder weg und setz dich nochmal hin. Probier es erst wieder, wenn sie sich beruhigt hat, und belohn sie ruhig mit Leckerlis, um das entspannte Verhalten zu fördern. Beim Gassi gehen kannst du dann gezielt Ruhepausen einbauen. Setz dich einfach mal auf eine Bank und mach gar nichts – so nimmst du die Aufregung raus und förderst die Gelassenheit (ignorier ihre Aufforderungen, schau lieber auf dein Handy oder lies etwas). Am Anfang wird sie ungeduldig sein. Aber sobald sie schließlich seufzt und sich hinsetzt oder hinlegt, lob sie ganz ruhig mit einer langsamen Streicheleinheit. Mach das bei jedem Spaziergang für etwa 10 Minuten.
Was den „Stöckchen-Entzug“ angeht: Das ist echt nicht leicht, weil deine Hündin sehr verspielt zu sein scheint und das Stöckchen für sie quasi wie eine Droge wirkt. Um die Verknüpfung „Gassi = Stöckchen“ zu lösen, musst du sie komplett ignorieren, wenn sie ein Stöckchen findet und es dir bringt. Heb es nicht auf und wirf es auf keinen Fall. Mit der Zeit wird sie vielleicht das Interesse verlieren und diesen Spleen aufgeben. :) Falls das nicht hilft, kannst du das Stöckchen durch einen anderen Gegenstand ersetzen und ihr beibringen, diesen beim Laufen zu tragen, ohne ihn jemals zu werfen. Das wird sie beruhigen und erfüllt ihr Border/Beauceron-Bedürfnis, eine Aufgabe zu erledigen.
Dass sie kaum noch mit anderen Hunden spielt, ist übrigens völlig normal und ein Zeichen von Reife! Deine Hündin ist – auch rassebedingt – sehr auf ihren Menschen (dich) und ihre Umgebung fixiert. Für sie ist es viel spannender, mit dir zu interagieren oder die Gegend zu erkunden, als anderen Hunden hinterherzurennen. Dass sie Artgenossen höflich begrüßt und dann ihr eigenes Ding macht, zeigt, dass sie sozial absolut sicher und gut „codiert“ ist. Sie ist nicht aggressiv, sondern einfach nur wählerisch.
Ich hoffe, das hilft dir erst mal weiter und wünsche euch beiden noch viele tolle Abenteuer!
Liebe Grüße,
Laure.