Energiebündel beim Gassi + Stöckchen-Fixierung

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Hallo zusammen,

ich hätte gerne mal eure Meinung zu meiner 2-jährigen Hündin, einem Border-Collie-Beauceron-Mix.

Zuhause ist sie echt entspannt und pflegeleicht: Sie macht nichts kaputt, hört gut, schläft viel und weiß, wie sie zur Ruhe kommt...

Sobald wir aber draußen sind, ist der Kontrast extrem. Ich habe das Gefühl, dass sie das Draußensein mit total viel Action verbindet (Spiel, Training, Interaktion, Auslastung...). Sie dreht dann richtig schnell hoch, zieht an der Leine und es fällt ihr schwer, wieder runterzufahren oder den Spaziergang einfach mal ganz entspannt zu genießen, vor allem auf unseren bekannten Runden.

Sie fordert mich ständig dazu auf, etwas mit ihr zu machen – ganz besonders mit Stöckchen, die wir schon von klein auf oft zum Spielen und Trainieren benutzt haben.

Noch was: Mit anderen Hunden spielt sie mittlerweile kaum noch. Sie begrüßt sie zwar nett, geht dann aber lieber ihrer eigenen Wege oder fixiert sich auf andere Dinge.

Ich frage mich deshalb:

  • Wie bringt man einem Hund bei, draußen ruhiger zu werden?

  • Wie kriegt man diese Verknüpfung „Gassi = Stöckchen“ wieder weg?

  • Ist es normal, dass sie mit 2 Jahren fast gar nicht mehr mit Artgenossen spielt?

Danke schon mal für eure Tipps!

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2 Antworten
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  • Kikaah
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    Ein Hund muss nicht unbedingt mit seinen Artgenossen dick befreundet sein. Wenn sie sie freundlich begrüßt und dann einfach weitergeht, ist das völlig okay so, wenn es für sie passt.

    Wenn du es dir zur Gewohnheit gemacht hast, draußen Stöckchen zu werfen, ist es normal, dass sie darauf wartet, dass du wirfst. Sie hat begriffen, dass man zu Hause ruhig sein muss, aber draußen die Post abgeht (und sie hat Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu kontrollieren).

    Deine Hündin ist ein Hütehund mit den entsprechenden Verhaltensmustern. Auch wenn einfache Spaziergänge zum Schnüffeln und Erkunden wichtig sind, reicht ihr das allein nicht aus. Sie braucht eine Aufgabe. Und das Einfachste ist eben das Apportieren vom Stöckchen.

    Du kannst sie an verschiedene Hundesportarten heranführen, die ihre grauen Zellen fordern, wie Agility oder Mantrailing (das ist eine Aktivität, die den Hund auslastet, ohne ihn aufzuputschen – gerade für einen Hund, der sich schwer zügeln kann, finde ich das sehr interessant), Dog Dancing, Hütearbeit ... verschiedene Aktivitäten über die Woche verteilt, aber hör mit dem Ballwerfen beim Gassi auf und geh stattdessen lieber an unterschiedlichen Orten spazieren.

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    ProvetoJuniorConseil
    Provetojuniorconseil Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
    Verifizierter Experte
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    Hallo,

    das Verhalten deiner Hündin ist absolut typisch für die Mischung aus diesen beiden Rassen – ein echtes Energiebündel, das ständig Stimulation braucht. Um diese ganze Energie ein bisschen zu bändigen, habe ich hier ein paar Tipps für dich.

    Erstmal: Damit sie lernt, draußen ruhiger zu sein, fängt das Ganze schon vor dem Losgehen an. Es ist wichtig, dass schon zu Hause eine gewisse Ruhe herrscht, bevor ihr aufbrecht. Wenn sie anfängt zu jaulen oder rumzuspringen, sobald du die Leine in die Hand nimmst, leg sie wieder weg und setz dich nochmal hin. Probier es erst wieder, wenn sie sich beruhigt hat, und belohn sie ruhig mit Leckerlis, um das entspannte Verhalten zu fördern. Beim Gassi gehen kannst du dann gezielt Ruhepausen einbauen. Setz dich einfach mal auf eine Bank und mach gar nichts – so nimmst du die Aufregung raus und förderst die Gelassenheit (ignorier ihre Aufforderungen, schau lieber auf dein Handy oder lies etwas). Am Anfang wird sie ungeduldig sein. Aber sobald sie schließlich seufzt und sich hinsetzt oder hinlegt, lob sie ganz ruhig mit einer langsamen Streicheleinheit. Mach das bei jedem Spaziergang für etwa 10 Minuten.

    Was den „Stöckchen-Entzug“ angeht: Das ist echt nicht leicht, weil deine Hündin sehr verspielt zu sein scheint und das Stöckchen für sie quasi wie eine Droge wirkt. Um die Verknüpfung „Gassi = Stöckchen“ zu lösen, musst du sie komplett ignorieren, wenn sie ein Stöckchen findet und es dir bringt. Heb es nicht auf und wirf es auf keinen Fall. Mit der Zeit wird sie vielleicht das Interesse verlieren und diesen Spleen aufgeben. :) Falls das nicht hilft, kannst du das Stöckchen durch einen anderen Gegenstand ersetzen und ihr beibringen, diesen beim Laufen zu tragen, ohne ihn jemals zu werfen. Das wird sie beruhigen und erfüllt ihr Border/Beauceron-Bedürfnis, eine Aufgabe zu erledigen.

    Dass sie kaum noch mit anderen Hunden spielt, ist übrigens völlig normal und ein Zeichen von Reife! Deine Hündin ist – auch rassebedingt – sehr auf ihren Menschen (dich) und ihre Umgebung fixiert. Für sie ist es viel spannender, mit dir zu interagieren oder die Gegend zu erkunden, als anderen Hunden hinterherzurennen. Dass sie Artgenossen höflich begrüßt und dann ihr eigenes Ding macht, zeigt, dass sie sozial absolut sicher und gut „codiert“ ist. Sie ist nicht aggressiv, sondern einfach nur wählerisch.

    Ich hoffe, das hilft dir erst mal weiter und wünsche euch beiden noch viele tolle Abenteuer!

    Liebe Grüße,

    Laure.

    Übersetzt Französisch
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