Hallo,
keine Sorge, alles was du beschreibst, ist für einen 3 Monate alten Welpen absolut normal. Er lernt gerade erst seine Welt und seine Emotionen kennen :))
Was das Gassigehen angeht: In diesem Alter sind dein Haus und der Garten die absolute Sicherheitszone für deinen Welpen. In der Siedlung gibt es so viele beeindruckende Geräusche (Autos, fremde Gerüche, Nachbarn), das holt ihn aus seiner „Komfortzone“ raus und schüchtert ihn ein. Versuch bitte, nicht an der Leine zu ziehen, weil er den Spaziergang sonst mit einem unangenehmen Zwang verbindet. Um es ihm leichter zu machen, bring ihm das Laufen an der Leine lieber erst mal drinnen bei, an einem Ort, wo er sich sicher fühlt. Wenn das klappt, nimm ihn ganz behutsam mit nach draußen und nutze Leckerlis, um ihn zum Weiterlaufen zu motivieren. Wenn er trotzdem streikt, trag ihn ruhig ein paar Meter weiter, so wie du es jetzt schon machst, um die Stresszone zu überwinden. Wenn er älter ist, wird er entspannter sein und ganz von alleine mitlaufen, wenn ihr das Haus verlasst. Und falls du Freunde mit einem Hund hast, macht doch mal gemeinsame Spaziergänge – das gibt ihm Sicherheit und er kann sich abschauen, was er tun soll :))
Dann zu dem Thema, dass er deine Kinder zwickt: Das ist ein klassisches Welpen-Problem. Er erkundet die Welt mit seinem Maul und hat seine „Beißhemmung“ noch nicht im Griff. Dazu kommt, dass Kinder sich oft schnell bewegen und quietschen, was sein Erregungslevel sofort hochschießen lässt. Wenn er beißt, sag „Nein“ und brich das Spiel sofort ab. Wenn er gar nicht mehr runterkommt, nimm ihn für 1 bis 2 Minuten kurz raus in einen ruhigen Bereich, damit er sich beruhigen kann. Das Kaubedürfnis ist in dem Alter enorm. Biete ihm Kausnacks an (passend für sein Alter) oder Spielzeug wie einen Kong zum Kauen. Den kannst du auch füllen, damit er beschäftigt ist und runterkommt.
Und zum Schluss das Apportieren: Das liegt nicht jedem Welpen im Blut, selbst bei einer Jagdhunderasse wie dem Epagneul nicht! Im Moment ist er wahrscheinlich einfach zu sehr mit seinem eigenen Entdecken beschäftigt. Um ihn langsam dranzuführen, kannst du den Ball ganz kurz werfen – oder zum Beispiel im Haus in einem Flur nur 1 oder 2 Meter weit rollen lassen. Sobald er ihn ins Maul nimmt, lob ihn ganz doll und lock ihn mit einem super Leckerli zu dir zurück, damit er den Ball gegen die Belohnung eintauscht.
Lass dir Zeit, das sind ganz typische Phasen, die sich mit Geduld und Regelmäßigkeit super legen! :))
Ich wünsche euch tolle Abenteuer mit eurem Welpen!
Liebe Grüße,
Laure.