Mein Welpe beim Alleinsein
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Um konkret auf die 7 Stunden zu antworten: Für einen erwachsenen Hund ist das eine ganz normale Zeitspanne und absolut machbar, vorausgesetzt, die Sache mit der Blase und der Langeweile ist geklärt. Bei einem Welpen ist das Problem nicht in erster Linie emotional, sondern physiologisch – die gängige Faustregel lautet „Alter in Monaten + 1“ für die Stunden, die er einhalten kann: 2 Monate → ca. 3 Std., 4 Monate → 5 Std. Alles, was darüber hinausgeht, hat nichts mit Erziehung zu tun, er kann es dann einfach physisch noch nicht halten.
Die eigentliche Frage ist also, wie alt dein Hund ist – du schreibst erst von einem Welpen und dann von einem Hund, aber die Antwort ist da unterschiedlich. Wenn er schon erwachsen ist, ist deine Routine morgens und abends eigentlich schon das Wichtigste.
Am besten hörst du auf zu raten und filmst ihn einfach mal mit einem alten Handy, so 20 Minuten nachdem du weggegangen bist. Die meisten Hunde laufen erst ein bisschen hin und her und legen sich dann innerhalb einer Viertelstunde hin – das selbst zu sehen, ist mehr wert als alle Foren-Meinungen zusammen. Wenn er hingegen nach 20 Minuten immer noch steht, hechelt, an der Tür kratzt oder jault, dann gibt es da wirklich was, woran man arbeiten muss.
Ein letzter Punkt, der oft am hilfreichsten ist: Es kommt gar nicht so sehr auf die Anzahl der Stunden an, sondern darauf, wie man geht und wie man wiederkommt. Verabschiedungen und Begrüßungen ohne großes Trara – also kein langes Tschüss-Sagen und keine Riesen-Party in den ersten Minuten nach der Rückkehr – helfen für die Entspannung mehr als jeder andere Trick.
Und allein die Tatsache, dass du dir diese Gedanken machst, ist schon mal ein echt gutes Zeichen.
Hallo,
da ich Tiermedizin studiere, würde ich sagen, dass 7 Stunden allein nicht unbedingt bedeuten, dass ein Hund unglücklich ist.
Das kommt ganz auf sein Alter, sein Temperament, seine Bedürfnisse an und darauf, wie er das Alleinsein verkraftet.
Ein Welpe hat normalerweise mehr Probleme damit, so lange allein zu bleiben, und muss das Alleinsein erst Schritt für Schritt lernen.
Bei einem ausgewachsenen Hund kann eine gute körperliche und geistige Auslastung vor und nach der Arbeit viel zu seiner Ausgeglichenheit beitragen.
Du solltest vor allem auf Anzeichen achten, dass es ihm nicht gut geht: Zerstörungswut, Bellen, Unsauberkeit, Unruhe oder Angst, wenn du gehst.
Falls solche Anzeichen auftreten, kann eine Gassirunde am Mittag oder ein kurzer Besuch zwischendurch eine gute Lösung sein.
Liebe Grüße,
Romane
Das kommt auf den Hund an
3 Kommentare zu 3
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