Wenn eine Angewohnheit schon jahrelang besteht, braucht das natürlich etwas mehr Arbeit, als wenn sie erst seit Kurzem da wäre. Vielleicht kannst du ja ein bisschen Geld zur Seite legen, um ein paar Stunden bei einem Trainer zu machen. Das sollte nicht allzu lange dauern, und die Hauptarbeit leistest du ja sowieso selbst – der Trainer gibt dir im Grunde nur das nötige Werkzeug an die Hand.
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Hallo,
was du da beschreibst, kann absolut auf Leinenfrust hindeuten. Manche Hunde sind extrem sozial und wollen unbedingt zu ihren Artgenossen; wenn sie dann zurückgehalten werden, entsteht Frust, der sich durch Bellen, Zappeln oder Ziehen an der Leine äußert.
Dass sie entspannt ist, Kontakt sucht und Beschwichtigungssignale zeigt, sobald sie beim anderen Hund angekommen ist, spricht eher für eine Hündin, die einfach interagieren will, was ein gutes Zeichen ist.
Auch ohne Hundetrainer kannst du schon an der Distanz arbeiten: Wenn sie einen Hund in der Ferne sieht und noch ruhig ist, belohne sie mit einem Leckerli oder lobe sie. Versuch dann schrittweise, die Distanz zu verringern, ohne zu warten, bis sie anfängt zu bellen. Wenn sie bellt oder zieht, warst du wahrscheinlich zu schnell zu nah dran: Geh wieder auf Abstand und fang bei einer Distanz an, bei der sie dir noch zuhören kann.
Du kannst ihr auch ein alternatives Verhalten beibringen (wie „Schau mal“, zu dir zurückkommen oder ein paar Schritte entspannt laufen), erst zu Hause und dann an Orten mit wenig Ablenkung.
Außerdem würde ich davon abraten, sie systematisch jeden Hund begrüßen zu lassen, dem ihr begegnet. Es ist wichtig, dass sie auch lernt, dass man an einem Hund vorbeigehen kann, ohne unbedingt hinzumüssen.
Aber Achtung: Das heißt nicht, dass sie keine Spielzeiten mit Artgenossen haben sollte – die sind in ihrem Fall total wichtig. Sie sollten nur gezielt ausgesucht sein und nicht einfach zufällig passieren ☺️
Viel Erfolg dir,
Maëlla
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