Eingewöhnung bei einer erwachsenen Katze

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Hallo zusammen, 

ich schreibe euch, weil ich gerade eine ausgewachsene Katze (anderthalb Jahre alt) adoptiert habe. Er ist kastriert und wir haben keine weiteren Haustiere.

Er wurde mir von seiner Vorbesitzerin überlassen, da ihre Wohnung zu klein war und sie wollte, dass er die Chance bekommt, in einem Haus mit Garten zu leben.

Am Abend seiner Ankunft hat die Vorbesitzerin ihn vorbeigebracht. Er ist ziemlich schnell aus seiner Box gekommen und hat angefangen, alles zu erkunden. Seine ganzen Sachen (Klo, Teppich, Decke, Spielzeug, Kratzbaum) sind auch direkt mitgekommen. Er hat das Sofa getestet, sich streicheln lassen, gefressen, sich geputzt und auch unter die Möbel geschaut. 

Er ist bei uns im Wohn- und Essbereich, das ist ein großer Raum, und das obere Stockwerk hat er bisher noch nicht erkundet.

Als mein Partner dann nach Hause kam, hat er sich erst mal lange versteckt. Er kam dann zwar wieder raus, ist uns aber eher aus dem Weg gegangen. 

Nach der ersten Nacht, in der er wohl etwas umgeworfen hat, das Krach gemacht hat, hat er sich unter einem Möbelstück verkrochen. Seitdem ist er nicht mehr rausgekommen, nicht mal zum Fressen oder Trinken. Er lässt sich unter dem Schrank zwar streicheln, er faucht nicht, miaut nicht und beißt auch nicht. Er ist ruhig, will aber einfach nicht rauskommen. Ich habe das Gefühl, dass er total ängstlich ist und vielleicht auch traurig, weil seine alte Besitzerin weg ist? Ich habe jetzt erst mal einen Pheromonstecker für die Steckdose geholt, um ihn ein bisschen zu beruhigen.

Ich wünsche mir so sehr, dass er sich hier wohlfühlt und sich an sein neues Zuhause gewöhnt (und vor allem, dass er keine Angst mehr hat). Ich mache mir echt Sorgen um den Kleinen...

Danke schon mal im Voraus!

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4 Antworten
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    Anonymer User Symbol, das die Flagge darstellt Französisch
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    Da ich schon einige erwachsene Katzen adoptiert habe, kann ich sagen, dass das echt total von der Katze abhängt. Manche sind sofort tiefenentspannt und ich hab sie direkt überall hinlassen, andere waren gestresster und ich hab sie erst mal in einem Zimmer mit all ihren Sachen ankommen lassen. Du musst einfach mal schauen, ob er wirklich gestresst ist – falls ja, bin ich ganz bei Blue: Setz ihn in ein separates Zimmer mit Pheromonen und schau immer mal wieder bei ihm vorbei, ohne direkt zu versuchen, ihn einzufangen. Red stattdessen ganz ruhig mit ihm und erzähl ihm einfach irgendwas aus deinem Alltag. Katzen lieben es, wenn man mit ihnen quatscht, am besten setzt oder legst du dich einfach zu ihm auf den Boden.

     

    Du kannst auch versuchen, mit einer Katzenangel oder einem Federwedel mit ihm zu spielen. Spielen ist der beste Stresskiller! Ein weicher Gürtel tut’s zur Not auch, damit kannst du ihn ganz vorsichtig zu dir locken, ohne ihn anzufassen. Und natürlich Leckerlis, damit er merkt, dass er es bei dir gut hat. Katzen sind ja echt verfressen, und Nassfutter mögen sie oft lieber als Trockenfutter, weil es einfach viel besser schmeckt.

     

    Aber vor allem: Geduld! Für ihn steht gerade die ganze Welt kopf. Er braucht einfach Zeit, um sich an die neue Umgebung, die neuen Gerüche und an seine neuen Menschen zu gewöhnen.

     

    Sobald du merkst, dass er sich wohler fühlt, lass die Zimmertür offen und lass ihn alles in seinem eigenen Tempo erkunden. Mit dem Rauslassen solltest du aber warten, bis er sich drinnen richtig eingelebt hat – plan da am besten noch mal einen Monat zusätzlich ein.

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    Blue_Cat
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    Hi nochmal!

    Ja, am besten ist es, ihn erst mal in einem ruhigen Zimmer mit allem Nötigen unterzubringen – das Katzenklo sollte dabei immer weit weg vom Futter stehen. Es ist super, wenn er dort ein gutes Versteck hat, zum Beispiel unter einem Bett. Du kannst natürlich regelmäßig reinkommen und leise mit ihm reden, aber ohne zu versuchen, ihn zu fangen. Er muss sich sicher sein können, dass er in seinem Versteck nicht bedrängt wird. Du kannst dich auch flach auf den Boden legen und ein Leckerli in der offenen Hand halten, damit er deinen Geruch mit etwas Schönem verbindet. Aber streck die Hand nicht aktiv unter das Bett und versuch nicht, ihn zu greifen. Ein Mensch, der steht und sich bewegt, ist viel gruseliger als einer, der ruhig am Boden liegt. 

     

    Es kommt oft vor, dass Katzen in den allerersten Stunden nach dem Einzug noch total entspannt wirken. Der Stress kommt dann meistens erst ein bisschen später. Das habe ich schon echt oft gesehen. Das Wichtigste ist jetzt erst mal, dass er frisst, trinkt und aufs Klo geht – die Eingewöhnung kommt dann ganz in Ruhe mit der Zeit. 

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    Vielen Dank für deine Antwort. Meinst du, wir sollten ihn lieber in ein separates Zimmer bringen, damit er wirklich seine Ruhe hat? 

    Er hat sich unter der Spüle verkrochen, also in dem Raum, in dem wir uns am meisten aufhalten. Aber das ist eben auch der einzige Raum, den er bisher kennt. 

    Was mir Sorgen macht, ist, dass er in den ersten Stunden eigentlich weniger Angst hatte und es so aussah, als würde er sich eingewöhnen.

    Ich hab Angst, dass er nicht mehr frisst oder nicht mehr aufs Klo geht... ich war jetzt extra mal eine Stunde weg, damit er mal ganz für sich ist, aber er hat sich kein Stück bewegt.

    Wir lassen ihn jetzt erst mal ganz in Ruhe und warten ab :)

    Danke nochmal

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    Blue_Cat
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    Hallo,

    die Eingewöhnung einer erwachsenen Katze dauert oft viel länger als bei einem Kitten. Katzen sind sehr revierbezogene Tiere und jeder Revierwechsel bedeutet für sie erst mal riesigen Stress. Erzwing den Kontakt nicht, am besten ignorierst du sie sogar, wenn sie aus ihrem Versteck kommt. Wenn sie aber von sich aus zum Schmusen kommt, ist das natürlich vollkommen okay. Achte aber darauf, dass sie zumindest nachts frisst und ihr Geschäft macht. Du kannst ihr auch ein Tuch mit deinem Geruch in die Nähe ihres Verstecks legen, da sich Katzen vor allem über den Geruchssinn eingewöhnen. 

    Übersetzt Französisch
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