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Gepfändeter Mops: Jetzt kommt klare Ansage von ganz oben

Trauriger schwarzer Mops
© Shutterstock

Das Drama um den gepfändeten Mops „Edda“ geht in die nächste Runde. Nachdem die Stadt Ahlen bereits heftige Kritik von Tierliebhabern in ganz Deutschland einstecken musste, ruft der Fall nun sogar hohe Tiere der Politik auf den Plan.

von Nina Brandtner Datum der Veröffentlichung 04.03.2019

Hätte die Stadt Ahlen den Mops Edda rein rechtlich gar nicht pfänden dürfen? Diesen Verdacht bestätigt nun eine Sprecherin aus dem nordrhein-westfälischen Innenministerium. Sie sagte der „Rheinischen Post“:

„Um Geldforderungen einzutreiben, können zwar auch Tiere gepfändet werden, Haustiere jedoch grundsätzlich nicht.“

Damit hätte die Stadt Ahlen, die mit der Pfändung von Edda die Schulden einer Familie ausgleichen wollte, den Hund gar nicht mitnehmen dürfen. Doch das ist noch nicht alles: Auch die Art, wie Edda verkauft wurde, sei rechtswidrig. Denn der arme Mops wurde kurz nach der Trennung von seiner Familie auf Ebay angeboten – auf dem privaten Account eines städtischen Mitarbeiters. "Gepfändete Sachen sind auf schriftliche Anordnung der kommunalen Vollstreckungsbehörde öffentlich zu versteigern“, sagte die Sprecherin. Die private Ebay-Auktion hat damit gegen die Regeln verstoßen.

Stadt Ahlen sieht sich weiter im Recht

Die Stadt Ahlen dagegen sieht sich trotz des steigenden Drucks von außen im Recht. Die Pfändung des Vierbeiners sei ein „legales Mittel“ gewesen, sagt Kämmerer Dirk Schlebes. Der Gewinn durch den Mops-Verkauf sei in die Stadtkasse geflossen. Dennoch arbeitet die Stadt mittlerweile mit einer Versicherung und einem Anwalt zusammen.