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Gepfändeter Hund von armer Familie: In Wahrheit hatte die Stadt noch viel grausamere Pläne

Beschlagnahmter Mops Edda
© Ahlener Tageszeitung

Das Mops-Gate der Stadt Ahlen im Müsterland zieht immer weitere Kreise. Wie nun ans Licht kommt, hatten es die Behörden gar nicht auf den Vierbeiner abgesehen, sondern noch viel schlimmere Ideen im Sinn.

von Tim Brinkhaus, 28.02.2019

Die Ahlener Tageszeitung hat die verschuldete Hundehalterin befragt, die seit letzten Dezember keinen Mops mehr hat.

Wie verlief die Pfändung?

Sie erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Gerichtsvollzieherin. Im November hätten auf einmal zwei Mitarbeiter und eine Gerichtsvollzieherin mit einem Durchsuchungsbefehl vor ihrer Haustür gestanden. Sie schauen sich in der Wohnung der armen Familie um: Was hat genügend Wert, um gepfändet zu werden?

Eigentlich sollte gar nicht ihr Hund gepfändet und wiederverkauft werden, sondern ein überlebenswichtiger Gegenstand ihres Gatten:

Sie hatte es auf den Rollstuhl ihres Mannes abgesehen! Dieser ist querschnittsgelähmt!


Ein Sprecher der Stadt Ahlen bestreitet die Vorwürfe vehement. Er verneint „dass in Erwägung gezogen sein worden soll, einen Rollstuhl zu pfänden.“ Beim Rollstuhl handele es sich um einen überlebenswichtigen Gegenstand, der niemals gepfändet werden dürfte.

Es steht Aussage gegen Aussage, nur eines ist klar: Die Familie muss sich an ein Leben ohne Mops gewöhnen...