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90 Euro Strafe für Frau mit Welpe. Doch der Grund ist mehr als fraglich!

Welpe in Tasche © 20 Minuten Schweiz

Eine Schweizerin fährt mit ihrem Jack-Russell-Welpen in Winterthur erstmals mit dem Bus. Kurze Zeit später ist sie um gut 90 Euro ärmer. Was war da nur passiert?

von Carina Petermann, 01.02.2019

Die Eidgenossen sind bekannt dafür, dass ihre Busse pünktlich sind. Dass ihre Kontrolleure kein Pardon kennen, zeigt diese Geschichte, über die 20 Minuten berichtet.

Der Hund muss in die Tasche

Der zwölf Wochen alte Sammy ist ziemlich nervös und verängstigt, als er das erste Mal mit dem Bus fahren muss. Sein Frauchen nimmt ihn also unter den Arm und steigt ohne viel nachzudenken ein. Sie weiß, dass Welpen in einer Tasche mitfahren und ansonsten ein Extra-Ticket lösen müssen. Die Richtlinien zur Mitnahme eines Hundes im ÖPNV sind schweizweit einheitlich geregelt: So dürfen Hunde bis 30 Zentimeter Schulterhöhe, Katzen und ähnliche zahme Kleintiere in Taschen, Körben und anderen geeigneten Behältern gratis mitreisen. Wie die Tasche genau aussehen soll, sei hingegen nicht definiert.

Als eine Kontrolleurin das Fahrzeug betritt, stellt sie der Dame einen Zuschlag von 100 Franken (gut 90 Euro) aus, obwohl Sammy mittlerweile in einer Ledertasche verstaut war. Der Grund? Der Welpe muss in eine reguläre Hundetasche und das vom Zeitpunkt des Fahrtantritts bis zum Verlassen des Busses. Die Kontrolleurin zeigt kein Mitgefühl für den verängstigten Zustand des Jack Russells. 

Der Fahrgast ist außer sich vor Empörung und will Beschwerde einlegen. Es könne nicht sein, dass Jugendliche laut Musik hören und ihre Füße auf andere Sitze legen und dafür nicht bestraft würden. Es sei lächerlich, dass sie so viel geld zahlen müsse, obwohl der Welpe in der Tasche war.

 

J.H. ist über ihre Busse verärgert: «Der Zuschlag ist vielleicht sachlich gerechtfertigt, unverschämt ist das trotzdem.» 😠🚎

Posted by 20 Minuten on Friday, February 1, 2019