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„Mangelhafter Hund“: Frau verlangt das Unfassbare vom Tierschutzverein

Unschuldig guckender Welpe. dog-serious

Was, wenn der Welpe nicht funktioniert?

© Siyanight / Shutterstock

Was tun, wenn der adoptierte Welpe nicht so funktioniert, wie man das gerne hätte? Diese Halterin hat ganz besondere Vorstellungen – und pocht auf ihr Recht.

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht

Um Verbraucher zu schützen, gibt es die sogenannte Mängelhaftung. Ist der erworbene Gegenstand nicht fehlerfrei, kann man ihn umtauschen oder ganz zurückgeben. Genau das wollte eine Frau jetzt auch mit ihrem kleinen Hund aus Rumänien so handhaben. Wenige Wochen nach der Adoption gab sie den vier Monate alten Mischling wieder an einer Pflegestelle zurück, um dann vor Gericht zu ziehen. 

 

Die nunmehr Ex-Welpenhalterin klagte nämlich außerdem auf Schadenersatz, denn immerhin habe man ihr einen verhaltensauffälligen jungen Hund übergeben. Laut Angaben der Frau habe ihr der Tierschutzverein aber wohlerzogenes Verhalten und gute Gesundheit des Hundes zugesichert. Der Welpe hatte offenbar andere Pläne, denn er soll die ganze Zeit durch die Wohnung gerannt sein und Tapeten sowie Möbel angeknabbert haben.

Schadenersatz bei renitenten Welpen?

Unglücklicherweise bekam der herbeizitierte Hundetrainer dieses unerwünschte Verhalten auch nicht postwendend in den Griff, was das ultimative Aus für den renitenten Welpen bedeutete. Mittels ihrer Schadenersatzklage wollte sich das Ex-Frauchen nun die Auslagen für Vermittlungsgebühr, den Trainer und Tierarztbesuche zurückholen – insgesamt 600 Euro.

Das Gericht urteilt eindeutig

Das Gericht in München sah die Angelegenheit jedoch deutlich anders. Der Tierschutzverein konnte in der Verhandlung glaubhaft versichern, dass sie die Dame wusste, worauf sie sich einließ. Sie sei darüber informiert worden, dass es bei jungen Hunden aus Rumänien durch die Umstellung zu Auffälligkeiten im Verhalten kommen könne. Logische Konsequenz: Die Schadenersatzklage wurde abgewiesen. In der Begründung des Gerichts hieß es, die Frau habe schließlich bewusst „ein Tier mit einer prekären Vergangenheit“ adoptiert.
 

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