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Hund mit in Sachsen vermisst

Hundename sorgt für Empörung.

© Tasso e.V. / Facebook

Hund in Sachsen vermisst: Sein Name schlägt hohe Wellen!

von Leonie Brinkmann

Am veröffentlicht

In vielen Fällen kann das Internet eine große Hilfe sein. Manchmal wird die hohe Reichweite aber auch zum Nachteil. 

Es ist immer wieder überraschend, wie schnell man im Internet die Unterstützung, aber auch den Hass anderer Nutzer gewinnen beziehungsweise auf sich ziehen kann. 

Das muss auch die Tierschutzorganisation TASSO e. V. im April 2022 feststellen, als sie auf Facebook die Vermisstenanzeige eines Staffordshire-Bullterrier-Mixes postet, der bei Schkeuditz in Sachsen entlaufen ist.  

 

Name von vermisstem Hund sorgt für Entsetzen

Für gewöhnlich ist die Unterstützung der Community immer überwältigend, schließlich kann sich jeder vorstellen, wie schrecklich es ist ist, den geliebten Fellfreund zu verlieren und so helfen immer alle mit, um Halter und Haustier wieder zusammen zu bringen. 

In diesem Fall sorgt die Vermisstenanzeige jedoch für einen Aufschrei unter den Tierfreunden. Grund ist der Name des Hundes. Denn hilfsbereite Internetnutzern stockt gleich zu Beginn des Steckbriefs der Atem. Soll das etwa ein Witz sein? Leider nein, der Rüde heißt tatsächlich Goebbels

„Der Hund hat sich ganz sicher diesen Namen nicht ausgesucht.“

Ganz genau, Goebbels, so wie Joseph Goebbels, einer der „einflussreichsten Politiker des Nationalsozialismus und engster Vertrauter von Adolf Hitler“, wie einer der entsetzten Internetnutzer den einschlägigen Wikipedia-Artikel zitiert.

Viele andere Internetnutzer fordern einen „Backroundcheck“ der Halter. Ein anderer spekuliert verärgert:

„Name und Rasse des Hundes lassen ja wohl offensichtlich Rückschlüsse zu auf die Gesinnung des Besitzers.“

Inzwischen hat sich auch TASSO zu der Vermisstenanzeige und dem in der Folge entstandenen Aufruhr zu Wort gemeldet. Offenbar ist das Tier wieder wohlbehalten zurück und die Anzeige von der Facebook-Seite gelöscht:

„Wir veröffentlichen jede Suchanzeige, wenn es hilft, das Tier zu finden – und das unabhängig von Hautfarbe, Religion, Nationalität oder politischer Einstellung der Besitzer.“

Unabhängig davon, wie man die Namenswahl finden mag, ist es hilfreich, ihn in der Vermisstenanzeige zu nennen, damit das Tier bei Sichtung angesprochen werden kann, so der Tierschutzverein:

„Der Hund hat sich ganz sicher diesen Namen nicht ausgesucht.“
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