Werbung

München unter Schock: Goofys und Daisys Geschichte soll ganz Bayern aufrütteln

München unter Schock: Goofys und Daisys Geschichte soll ganz Bayern aufrütteln dog-sad © Tierschutzverein München e.V. / Facebook

Wenn Geld mehr zählt als das Leben unschuldiger Tiere, ist dringender Handlungsbedarf gefordert. Die erschütternde Geschichte dieser Welpen, soll endlich zum Handeln aufrufen. 

von Leonie Brinkmann

Am veröffentlicht, am aktualisiert

Immer wieder berichten Tierheime und Tierschutzvereine von erschütternden Vorfällen, in denen das Tierwohl aus reiner Geldgier völlig in den Hintergrund gerät.

Das Verramschen von Tieren wie Massenwaren muss endlich aufhören, wie eine herzzerreißende Geschichte des Münchener Tierschutzvereins verdeutlicht. Auf Facebook berichtet der Verein vom tragischen Schicksal der Welpen Goofy und Daisy und wendet sich mit einer dringenden Bitte an den Bund, aber auch Haustierhalter.

 

Opfer von illegalem Welpenhandel

Der Handel mit Haustieren über das Internet nimmt stetig zu. Das spielt auch illegalen Vermehrern und Händlern aus dem Ausland in die Karten, die billig und unter widrigsten Bedingungen Welpen züchten und ohne Rücksicht auf deren Gesundheit illegal nach Deutschland bringen, um sie hier teuer zu verkaufen. 

Auch Kangal-Welpe Goofy und Spitzmädchen Daisy haben dieses Schicksal durchlaufen, doch in ihren Fällen ging es nicht gut aus. Auf Facebook schreibt das Tierheim:

„Zwei Stimmen möchten noch gehört, zwei Seelen nicht vergessen werden. Wir trauern um Goofy und Daisy, zwei unschuldige kleine Hundebabies.“

Die Kleinen wurden Anfang März bei einer Polizeikrontrolle beschlagnahmt, beide noch viel zu jung, um von ihren Müttern getrennt zu sein. Doch nicht nur das schockiert die Einsatzkräfte und Tierschützer: Goofy wurden auf brutale Weise die Ohren abgeschnitten. Dem kleinen Mann geht es von Anfang an miserabel, doch auch Daisy ist nicht viel besser dran. 

Daher kommen sie sofort in die Tierklinik, wo festgestellt wird, dass beide Parovirose haben - eine sehr gefährliche Viruserkrankung, die häufig tödlich endet. Und genauso passiert es dann auch. Nach Tagen des Leidens muss der kleine Goofy nach wenigen Wochen auf der Welt erlöst werden. Daisy folgt ihm kurz darauf über die Regenbogenbrücke. 

 

⚠️🐾Tod wegen Profitgier - wir klagen an! 🐶‼️ Zwei Stimmen möchten noch gehört, zwei Seelen nicht vergessen werden. Wir...

Posted by Tierschutzverein München e.V. on Tuesday, March 22, 2022

Auch die Käufer tragen eine Mitschuld

Ihr Schicksal lässt es einem kalt den Rücken hinunterlaufen. Noch schlimmer ist, dass die Verantwortlichen meist nur geringfügig zur Rechenschaft gezogen werden und mit einem Bußgeld bekommen sie die Tiere häufig sogar zurück. 

Ein Missstand, der dringend behoben werden muss, wie der Münchener Tierschutzverein fordert. Dafür braucht es unter anderem strengere Gesetze, aber auch die Mithilfe der Käufer, denn auch diese „machen sich an dem Elend der Tiere mitschuldig“: Ohne Nachfrage kein Angebot! Aus diesem Grund sollte man ein Haustier immer nur bei seriösen Züchtern kaufen oder aus dem Tierheim adoptieren

Mehr Informationen zum illegalen Welpenhandel findet ihr in unserem Video.
Kommentieren
0 Kommentare
Löschen bestätigt

Sind Sie sicher, dass Sie den Kommentar lôschen wollen?

EInloggen zum Kommentieren