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Neue Hunde-Regelung für Hartz IV-Empfänger sorgt für Kritik

Wamiz dog-angry © Suseu.Studio / Shutterstock

Gut gemeint – aber nicht gut gemacht? Die neue Regelung der Hundesteuer sorgt bei Sozialexperten für Empörung. Grund ist ein extremer Widerspruch.

von Stefanie Gräf

Am veröffentlicht, am aktualisiert

 

Können Hartz IV-Empfänger künftig nur noch Meerschweinchen oder Hamster halten? So provokativ formuliert es jedenfalls ein Twitter-Nutzer unter dem Tweet von Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Hierin findet Schneider klare Worte zur neuen Hundesteuerregelung in Berlin.

Aufgrund einer Neuregelung des rot-rot-grünen Senats werden Berliner Hundehalter, die von Hartz IV leben, ab dem 1. Januar von der Abgabe befreit. Des Weiteren müssen für Hunde aus dem Tierheim ganz fünf Jahre lang keine Hundesteuern gezahlt werden. Auf den ersten Blick ein echtes Geschenk, doch die Wahrheit ist bitter!

Berlin: Hundesteuerbefreiung bei Hartz IV

Für den Sozialexperten Ulrich Schneider ist das vermeintliche Steuergeschenk an die Hartz IV-Empfänger, darunter viele Rentner und Langzeitarbeitslose, in Wahrheit eine Farce.

„Blöd nur, dass dass Bundesministerium für Arbeit und Soziales schon vor Jahren das Geld für Hundefutter aus dem Regelsatz gestrichen hat, weil arme Menschen so etwas angeblich nicht brauchen“,

erläutert er in seinem Tweet.

Tatsächlich wird man von den eingesparten 120 Euro Hundesteuer pro Jahr kaum einen Vierbeiner durchbringen können, denn ein Hund bzw. generell die Haltung von Tieren ist im Hartz-4-Regelsatz gar nicht vorgesehen. Dabei wären Tiere psychologisch gesehen sicherlich eine gute Unterstützung von Menschen, die den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren drohen. 

Doch nicht jeder User teilt Schneiders Empörung. So finden einige sogar, Hunde seien nun mal Luxus. Und der ist in Hartz IV eben nicht vorgesehen.
 

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