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Ampel plant wichtiges Gesetz für Hundehalter in Deutschland

Zwei Hunde vorm Brandenburger Tor dog-serious

Berlin plant Gesetz

© Zuzanna Paluch / Shutterstock

Die künftige Bundesregierung plant eine bestimmte Pflicht für Hundehalter. Tierschützer sind begeistert- aber was bedeutet das für die Halter?

von Stefanie Gräf

Am 02.12.21, 15:00 veröffentlicht

 

Das könnte eine wirklich bahnbrechende Maßnahme sein: Der am vergangenen Mittwoch vorgelegte Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP sorgt bei Tierschützern in Deutschland für Begeisterung. Denn die künftige Bundesregierung will endlich eine generelle Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde einführen. 

Tierschützer feiern dies als:

„wichtigen Meilenstein für den Schutz von Heimtieren in Deutschland“

Besonders das „Netzwerk K&R“, ein Arbeitskreis bestehend aus Landestierschutzbeauftragten in Deutschland, Experten sowie Tierschutzorganisationen, hält dies sogar für „einen wichtigen und längst überfälligen Schritt“. Denn die meisten europäischen Länder haben bereits eine solche Registrierungspflicht, Deutschland hinkt hinterher.

Ziel der Registrierungspflicht: Verbesserung des Tierschutzes

Doch was bedeutet diese Maßnahme für die Hundehalter der Republik? Bei der Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht geht es darum, dass alle Hunde künftig gechipt und registriert sein müssen. Da rund 80 Prozent der Hunde dies bereits sind, dürfen deren Halter aufatmen. Alle anderen sollten die Tierarztkosten für die Prozedur einplanen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: So ließe sich nicht nur effektiver gegen den illegalen Welpenhandel vorgehen, das Ganze hätte ebenfalls Vorteile in Bezug auf „Rechtssicherheit, Verbraucherschutz und öffentliche Gesundheit“, wie Hans-Friedrich Willimzik, Landesbeauftragter für Tierschutz des Saarlandes und Leiter des „Netzwerk K&R“ erläutert.

Wie genau die Umsetzung efolgen soll, ist bislang noch unklar. Hierzu schweigt sich der Koalitionsvertrag der Ampel aus. Die letzte Bundesregierung hatte das Projekt vor sich hergeschoben, aus Angst vor hohen Kosten. Laut „Netzwerk K&R“ lässt sich das Ganze jedoch mit einem vergleichsweise geringen Aufwand realisieren. Es besteht bereits ein Modellprojekt, das die Daten bereits bestehender Heimtierregister über eine digitale Schnittstelle verknüpft.

Ob auch Katzenhalter sich künftig auf Derartiges einrichten müssen, ist bislang noch nicht bekannt. 
 

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