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Wegen Depression: Deutscher Gassi-Mörder muss nur 9 Jahre ins Gefängnis

Mann mit Hundeleine dog-serious

Der Streit ist eskaliert

© Lenti Hill / Shutterstock

Weil der Hund nicht angeleint war, kommt es zum Streit – mit tödlichem Ausgang. Jetzt wurde der 34-jährige Täter vom Landgericht in Leipzig verurteilt. 

von Stefanie Gräf

Am 25.06.21, 10:00 veröffentlicht

„Sie haben sich im Dunkeln von hinten mit den Worten ‚Jetzt habe ich euch‘ ihren Opfern genähert“, führt der Vorsitzende Richter Hans Weiß in seiner Urteilsbegründung aus. Damit liege in diesem Fall eindeutig ein heimtückischer Mord vor. Eine klare Absage an die Verteidigerin des Täters, die einen Akt von Notwehr vermutete.

Sie erklärte, ihr Mandant habe sich durch den 52 Jahre alten Hundehalter sowie dessen Sohn bedroht gefühlt und habe deshalb dem Vater „ins Blaue hinein einen Stich versetzt“. Dafür konnte die 16. Strafkammer jedoch keine Anhaltspunkte sehen.

 

Gericht vermindert das Strafmaß

Der 34-jährige Mann hatte sich im vergangenen November durch einen nicht angeleinten Hund gestört gefühlt und Streit mit dem Halter und dessen Sohn angefangen. Stunden später suchte er nach dem Hundehalter und stach unvermittelt auf ihn ein. Dieser verstarb fünf Tage später an seinen schweren Kopfverletzungen.

Das von der Staatsanwaltschaft ursprünglich geforderte Strafmaß wurde jedoch unterschritten. Da der Täter laut eines psychiatrischen Gutachtens an einer speziellen Variante einer depressiven Störung leidet, sei er nur vermindert schuldfähig. Am Ende wurde er zu insgesamt neun Jahren Gefängnis verurteilt.