Werbung

Bringt Corona das Hundefleisch-Festival in China endlich zu Fall?

Schlachthunde in einem Netz. dog-angry
© Change.org @#StopYulin

Am 21. Juni 2021 öffnet das grausige Spektakel in Yulin wieder seine Pforten. Tierschützer haben nun Hoffnung, das Hundefleisch-Festival endgültig zu stoppen.

von Stefanie Gräf

Am 18.06.21, 18:00 veröffentlicht, am 27.10.21, 08:46 aktualisiert

Bei diesen Aufnahmen dreht sich echten Tierfreunden direkt der Magen um: Hunde, die in engen Gitterkäfigen eingepfercht auf ihre Schlachtung warten. Da ihr Fleisch angeblich umso zarter ist, je langsamer sie sterben, erleiden sie einen qualvollen Tod. Nur um dann von begeisterten Hundefleisch-Essern mit fruchtigen Lychees als Beilage zu einem schönen Likör verspeist zu werden.

 

Wann ist das Hundefleisch-Festival in Yulin?

Seit 2009 werden vom 21. bis zum 30. Juni in der chinesischen Stadt Yulin (autonome Region Ghuangxi) rund 10.000 Hunde sowie einige Katzen verspeist. So wird dort die Sommersonnenwende gefeiert. Tragischer Nebeneffekt der zunehmenden Bekanntheit dieses höchst fragwürdigen Festivals: Da immer mehr Besucher hierher kommen, sahen sich Tierschützer, die Hunde retten wollen, zuletzt mit extrem gestiegenen Preisen pro Vierbeiner konfrontiert. 

Online-Petition gegen das Hundefleisch-Festival

Doch jetzt sehen Tierschützer endlich beste Chancen, dass das Hundefleisch-Festival für immer seine Pforten schließen muss. Zwar hatte es schon 2017 einer groß angelegten Aktion der Tierschutzorganisationen Duo Duo und Humane Society International Hoffnung auf ein Verbot gegeben, welches allerdings nicht umgesetzt wurde. Doch 2021 habe sich laut Julia de Cadenet von No To Dog Meat“ (Nein zu Hundefleisch!) das Blatt endlich gewendet.

Bringt Corona das Hundefleisch-Fest zu Fall?

Ein entscheidender Grund ist ausgerechnet die COVID-19-Pandemie. Die chinesische Regierung strich Ende Mai 2020 Hunde aus dem nationalen Nutztier-Katalog, sie gelten nicht länger als Schlachtvieh. So soll unkontrollierter Tierverzehr auf regionalen Märkten verhindert werden

Des Weiteren reagieren die Offiziellen in China zunehmend sensibler auf öffentlichen Druck. Aus diesem Grund wurde nun auf der Plattform change.org eine entsprechende Petition an Xi Jinping, den chinesischen Staatschef, gestartet. Das selbstgesteckte Ziel sind 4,5 Millionen Unterzeichner weltweit; bislang unterstützen bereits fast 3,1 Millionen Tierfreunde die Petition.