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Böse Fake-News über Annalena Baerbock und Haustiere schlägt hohe Wellen

Annalena Baerbock dog-serious

Opfer einer üblen Fakenews

© Faceboook Annalena Baerbock

Aktuell sorgt ein Sharepic mit einem angeblichen Zitat von Baerbock für jede Menge Aufregung. Die überraschende Wahrheit: Das Ganze ist ein übler Fake.

von Stefanie Gräf

Am 02.06.21, 18:00 veröffentlicht

Seit dem Abend des 21. April kursiert auf Facebook ein Zitat, das der Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock (40) zugeschrieben wird. 1.300 Mal wurde der Screenshot bereits geteilt und sorgt für mächtig Wirbel und Unmut – vor allem bei Hundehaltern.

In dem Post fordert Baerbock angeblich, die Hundehaltung in Deutschland zu bieten, um den CO2-Ausstoß nachhaltig zu reduzieren. So könne man „ca. 19 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid“ in Deutschland einsparen, das Fazit daher: „Die private Tierhaltung muss daher ein Ende haben“.  

 

Will Annalena Baerbock ein Hundeverbot?

Starker Tobak, wenn dies wahr wäre – ist es aber nicht. Es gibt keinerlei Belege dafür, dass Baerbock oder ein anderer Grünen-Politiker so etwas gesagt hätte. Faktenchecks von correctiv.org , Mimikama und anderen entlarven das Sharepic-Zitat klar als Fake. Pressesprecherin der Grünen Nicole Kabel bestätigt dies auch noch einmal ausdrücklich gegenüber #Faktenfuchs: „Das Zitat ist schlicht frei erfunden, Annalena Baerbock hat das nicht gesagt.“

Richtig ist vielmehr, dass das Thema Haustier im vorläufigen Wahlkampfprogramm der Grünen keine Rolle spielt, auch ein entsprechendes Verbot wird nicht gefordert. Zumal sich das Sharepic bei genauerem Hinsehen schnell als Fake herausstellt.

Fakenews über Baerbock und Haustiere

So fehlt bei dem Zitat beispielsweise eine Quellenangabe. Des Weiteren wird Baerbock ein Jahr jünger gemacht (39 statt 40) und das Sharepic enthält Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler – was wiederum sehr typisch für Fakes ist. So wird Kohlenstoff etwa ohne h geschrieben, ein Komma fehlt und am Satzende gibt es einen überzähligen Punkt.

Hierbei handelt es sich offenbar um einen Versuch, Baerbock oder die Grünen insgesamt durch den Vorwurf eines Haustierverbots in Misskredit zu bringen. Diese Strategie ist häufiger zu beobachten, vor allem in Zusammenhang mit der Hundehaltung.