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Französische Rechtspopulistin Le Pen: Was steckt wirklich hinter den Kätzchen-Fotos?

Marine Le Pen mit Katzenkind. cat-serious
© Instagram @Marine Le Pen

Unerwarteter Wahlkampfauftakt in Frankreich: Rechtspopulistin Le Pen verfolgt neue Strategie, sie setzt dieses Mal auf niedliche Katzenbilder. 

von Stefanie Gräf

Am 21.05.21, 11:00 veröffentlicht

Imagewechsel, um jetzt endlich als erste Frau das französische Präsidentenamt übernehmen zu dürfen? Der neue Auftritt von Marine Le Pen, der Chefin der rechtspopulistischen Sammlungsbewegung Rassemblement National, sorgt aktuell nicht nur in Frankreich für Verblüffung. In diesem Wahlkampf zeigt sie ihre „feminine Seite“. 

Lange Zeit galt die 52-Jährige, die ihren Vater Jean-Marie Le Pen als Chefin der früheren Front National beerbte, allerdings sogar eher als Scharfmacherin. Insofern stellt sich die Frage, ob die längeren, weicher fallenden Haare und Bilder von Blumen und Kätzchen tatsächlich eine bewusste Abkehr von alten Gepflogenheiten sind oder vielmehr politisches Kalkül.

 

Le Pens neue Wahlkampfstrategie?

Fakt ist, dass Le Pen bislang ihr Privatleben konsequent aus den Medien herausgehalten hatte. Nun spricht sie plötzlich über ihre Probleme als junge Mutter und herzt süße Katzenbabys bei Instagram. Tiere für ihre Karriere zu instrumentalisieren haben bereits mehrfach auch andere Politiker weltweit versucht, etwa in Deutschland AfD-Politiker Alexander Gauland in Bezug auf Dackel. Seine Fehde mit Kater Larry kostete den britischen Premier Boris Johnson tatsächlich Wählerstimmen (Wamiz berichtete). 

Laut Meinungsforschern ist Le Pen derzeit tatsächlich im Aufwind. Alles deutet daher aktuell darauf hin, dass der französische Präsidentschaftswahl 2022 ein Kopf an Kopf Rennen zwischen der 52-Jährigen und Emmanuel Macron werden dürfte.

Bei der letzten Wahl gewann Macron noch deutlich; dies könnte beim nächsten Mal anders aussehen. Le Pen ist eine erfahrene Wahlkämpferin und zahlreiche Franzosen scheinen nicht länger bereit, Macron nur deshalb zu wählen, weil die bisherige Marine Le Pen keine wählbare Alternative für sie darstellte.