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Neues Gesetz: Hier gelten Haustiere bald als „lebendige, fühlende Wesen”

Katze und Hund dog-cat-serious
© Anna Krivitskaya / Shutterstock

Revolutionäre Entscheidung der Regierung: Haustiere werden vor dem Gesetz nicht mehr länger als Hausrat betrachtet. Tierfreunde in Spanien atmen auf.

von Stefanie Gräf

Am 29.04.21, 05:00 veröffentlicht

Diese Entscheidung könnte richtungsweisend für ganz Europa sein. In Spanien hat das Abgeordnetenhaus einem Gesetzesentwurf zugestimmt, der in Bezug auf die Rechte von Haustieren bahnbrechend ist. Ab sofort gelten hier Hund, Katze, Hamster und Co. als „lebendige, fühlende Wesen“ – mit entsprechenden Konsequenzen.

Die neue Regelung bezieht sich vor allem auf Zivil- und Hypothekenrecht; als Wesen mit Gefühlen sind Haustiere einerseits nicht mehr pfändbar und andererseits entsteht nun auch bei Scheidungen eine völlig neue Sachlage. Das ebnet dem gemeinsamen Sorgerecht von Herrchen und Frauchen bei einer Trennung den Weg.

Gesetzlich festgeschrieben: Tiere haben auch Gefühle

Bislang wurden gemeinsame Tiere wie Hausrat betrachtet, wie ein Sessel oder ein Fernseher. Bei einer Scheidung wurde der Wert geschätzt und das Tier dann danach einem der Ex-Partner zugewiesen. Ein Besuchsrecht war dabei nicht eingeplant. In Deutschland wird im Großen und Ganzen ähnlich verfahren. Deshalb landen „unteilbare Besitztümer“ wie Haustiere so häufig im Tierheim.

Da in Spanien sowohl mehr Tiere in der Wohnung gehalten werden als auch mehr Ehen auseinander gehen, geht man hier nun neue Wege. Auslöser war ein Präzedenzfall aus dem Jahr 2019; weil die 700 Kilometer auseinander lebenden Ex-Partner beide nicht auf den Hund verzichten wollten, erstritt der Anwalt ein gemeinsames Sorgerecht. Jetzt lebt der Vierbeiner sechs Monate bei dem einen und sechs Monate bei dem anderen.