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Corona-Variante bei Haustieren entdeckt: Verursacht sie diese gefährliche Krankheit?

Erstmals wurde bei Hunden und Katzen die britische Variante B.1.1.7 des Coronavirus gefunden. Es könnte einen Zusammenhang mit einer anderen Krankheit geben.

von Nina Brandtner

Am 27.03.21, 12:00 veröffentlicht

In Großbritannien haben Forscher bei mehreren Hunden und Katzen zum ersten Mal die britische Variante B.1.1.7 des Coronavirus nachgewiesen. Nach mehreren Fällen des Coronavirus bei Tieren, unter anderem zwei Katzen aus Hamburg, kommen auch die Infektionen mit der neuen Variante nicht überraschend.

Dennoch werfen sie Fragen auf. Denn sie könnten in Zusammenhang mit einer Herzmuskelentzündung (Myocardie) bei den Vierbeinern stehen, wie die neue Studie andeutet. Dass die Coronavirus-Variante die Entzündung wirklich ausgelöst hatte, oder dass sie bei Tieren gefährlicher oder ansteckender sei, konnte aber nicht bewiesen werden.

Myocardie als Folge von Coronainfektion?

Weil in der Londoner Tierklinik Ralph Veterinary Referral Centre ein starker Anstieg von Herzmuskelentzündungen bei Hunden und Katzen festgestellt wurde, wurden Forscher stutzig. Zwischen Dezember und Februar stiegen die neuen Krankheitsfälle von 1,4 % auf 12,8 %. In diesem Zeitraum grassierte auch das Coronavirus wieder stark im Land.

Ein Team aus Tierärzten untersuchte deshalb elf der betroffenen Tiere, drei Hunde und acht Katzen. Die Vierbeiner hatten keine Vorerkrankungen am Herzen, zeigten aber Symptome wie Lethargie, Appetitlosigkeit und schnelle Atmung. Bei Untersuchungen zeigten sich unregelmäßige Herzschläge und Flüssigkeitsablagerungen in den Lungen, ähnliche Symptome wie bei Menschen, die am Coronavirus erkranken.

5 Tiere waren am Coronavirus erkrankt

Drei PCR-Tests bei sieben der betroffenen Vierbeiner zeigten eine Infektion mit der neuen Virusvariante. Bei vier weiteren wurden Antikörper-Tests durchgeführt, auch hier deuteten zwei auf eine frühere Infektion mit der Viruserkrankung hin.

Mittlerweile geht es fast allen Vierbeinern wieder gut – eine Katze hatte jedoch einen Rückfall und musste eingeschläfert werden. Shelley Rankin, eine amerikanische Mikrobiologin, betont, dass die Tierärzte nur einen Zusammenhang zwischen einer Coronainfektion und Myokardie feststellten, aber keine anderen Ursachen für die Herzmuskelentzündung untersuchten.

Haustiere stellen keine Gefahr für Halter da

Scott Weese, ein Tierarzt am Ontario Veterinary College, sagt ebenso, dass die neuen Ergebnisse nicht zu befürchten gäben, dass Haustiere eine Gefahr für ihre Halter darstellten:

„Das Risiko, dass sie die Ursache einer Infektion sind, bleibt sehr gering. Wenn mein Hund es hat, hat er es wahrscheinlich von mir. Und es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass ich meine Familie und Nachbarn anstecke, bevor er es tut.”