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Kurioser Fall aus NRW: Hundehalter verklagt verletzten Postboten!

Hund und Postbote dog-wow

Hunde und Postboten sind nicht immer die besten Freunde

© Symbolbild Kzenon / Shutterstock

Verkehrte Welt! Normalerweise sind Hundehalter zutiefst entsetzt, wenn ihr Vierbeiner den Briefträger beißt. Doch dieses Herrchen setzt noch einen oben drauf. 

von Stefanie Gräf

Am 07.05.21, 05:00 veröffentlicht

Der Fall, den die Richter am Bonner Landgericht nun verhandeln müssen, ist wirklich mehr als ungewöhnlich. Normalerweise fürchten sich Herrchen oder Frauchen vor einer Anklage, wenn ihr Hund den Postboten beißt, doch in diesem Fall wird der Spieß erstaunlicherweise umgedreht. Hier zerrt der Hundehalter stattdessen den gebissenen Briefträger vor den Kadi!

Grund ist ein Hundebiss aus dem Mai 2018. Weil ein 79-Jähriger sein Gartentor offen gelassen hatte, bedrohte sein Hund den 44-jährigen Postboten. Der warf in seiner Not mit einem Packen Briefe nach dem Tier, welches ihn daraufhin in den linken Oberschenkel biss. 

79-Jähriger fordert Schmerzensgeld vom Briefträger

Das Ende vom Lied: Der Postbote musste ins Krankenhaus und war vier Wochen lang arbeitsunfähig. Die Versicherung des Hundehalters zahlte ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.500 Euro an den 44-Jährigen, eine Anzeige gegen den 79-Jährigen wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde allerdings wegen Geringfügigkeit eingestellt.

 

Aber nun schlägt der Hundehalter zurück, offenbar kann er das Ganze nicht auf sich beruhen lassen. Er fordert in seiner Klage, der 44-Jährige solle nicht länger behaupten, er sei Opfer einer Beißattacke durch seinen Hund geworden. Dieser habe den Mann lediglich in den Oberschenkel „gezwackt", außerdem sei der Postbote eigentlich sogar selber schuld, denn er habe „unangemessen reagiert". Als Ausgleich für das damalige Strafverfahren möchte der 79-Jährige außerdem nun für sich ein Schmerzensgeld erstreiten.

Bislang wird noch gehofft, dass sich die beiden Männer vielleicht doch gütlich einigen; ansonsten wird im Mai ein Gerichtstermin anberaumt und die Richter müssen wirklich tätig werden.