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„Macht euch nicht mitschuldig!”: Diese Welpen werden uns nie verzeihen

Kollage von Welpen dog-angry

Mit einem eindringlichen Appell wendet sich das Tierheim Bergheim an die Bevölkerung. Denn Corona-Opfer gibt es nicht nur in den Krankenhäusern.

von Nina Brandtner

Am 24.03.21, 16:00 veröffentlicht, am 23.06.21, 17:01 aktualisiert

Sie sind die vierbeinigen Corona-Opfer, die kein Politiker auf dem Schirm hat, über die keine Nachrichtensendung berichtet: Schmuggel-Welpen, die von skrupellosen Händlern verkauft werden und die in Deutschland gerade so viele Abnehmer finden wie noch nie.

Mit einer Kampagne macht das Tierheim Bergheim nun auf die dramatische Situation aufmerksam. Unter dem Motto „Macht Euch nicht mitschuldig!” zeigt es Welpen, die illegal, krank, ungeimpft und zu jung für viel Geld online verkauft wurden. Möglich macht das die Corona-Krise, in der viele Menschen einen Hund zu sich holen wollen. Die Botschaft des Tierheims ist klar: Bitte kauft keine Welpen mehr im Internet!

Kampagne gegen Kauf von „Corona-Welpen”

Die meisten online angebotenen Welpen leiden seit den ersten Tagen ihres Lebens. Sie kommen in Welpenfarmen zur Welt, werden viel zu früh von ihrer Mutter getrennt. Dann müssen sie eine stunden- wenn nicht tagelange Fahrt nach Deutschland antreten. Im Gepäck haben sie nur einen gefälschten Impfpass, denn für Schutzimpfungen sind sie noch zu jung.

Die Folge: Viele von ihnen werden krank. Die schlimmste Diagnose ist Parvovirose, die oft tödlich endet. Nur wenige der Schmuggel-Welpen haben Glück im Unglück und werden entdeckt. Doch auch im Tierheim wird nicht automatisch alles besser.

Welpen isoliert, Tierheime überlastet

Zu neun Bildern von geschmuggelten Welpen schreibt das Tierheim auf Facebook:

„Diese Welpen und noch einige mehr wurden sichergestellt und verbringen nun ihre wichtige Prägephase isoliert in unserer Quarantänestation”

Gemeinsam mit den Welpen leiden die Tierschützer, die tagtäglich um deren Überleben kämpfen und dabei selbst an ihre Grenzen kommen. So heißt es im Text, dass ein Welpe in Quarantäne über 200 Euro am Tag kostet, außerdem werden die Kapazitäten knapp.

Doch das Leid der „Corona-Welpen” ist vor allem auch eine psychische Belastung, wie sich im Schlusssatz der Aufrufes wiederspiegelt:

„Wir konnten nicht alle retten.”
 

Bitte teilen - es ist so wichtig! Seit Beginn des Lockdowns steigt bei der Bevölkerung der Wunsch nach Hunden wie nie...

Posted by Tierheim Bergheim on Monday, March 22, 2021