🐶 Teste den Charakter deines Hundes!

Werbung

Wer Hunde liebt, muss wissen, was in dieser Höhle in Deutschland geschah!

Gnirshöhle dog-serious
© Lgrb-bw

Sensationelle Neuigkeiten in Bezug auf die Frage, wann wurde aus dem Wolf der Haushund. Funde aus der Gnirshöhle bei Konstanz liefern endlich die Lösung.

von Stefanie Gräf

Am 22.03.21, 05:00 veröffentlicht

Sie gehört zu den meistdiskutierten Fragen der Forschung: Wann wurde aus dem wilden Wolf unser treuester Freund und das erste Haustier? Die Domestizierung des Wolfes zum Haushund hat bereits Generationen von Wissenschaftlern beschäftigt, doch nun könnte die Frage endlich gelöst sein.

Bislang deuteten Genanalysen darauf hin, dass die Art der Hunde in Asien und parallel auch in Europa entstanden ist. Doch wo genau, ließ sich nicht klären. Archäologische Funde in der Nähe von Konstanz am Bodensee legen nahe, dass diese Entwicklung sich in Europa im Südwesten von Deutschland vollzogen haben könnte.

Gnirshöhle: Fossilien von ersten Haushunden gefunden?

In der Gnirshöhle fand ein interdisziplinäres Forscherteam des Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen fossile Knochen von Canidae. Hierzu zählen Wölfe, Hunde und auch Füchse. Die nun veröffentlichten Untersuchungsergebnisse belegen Erstaunliches.

 

Anatomisch ähneln die fossilen Knochenreste stark denen von Wölfen. Mithilfe einer Genanalyse  konnte ermittelt werden, dass die Knochen Hinweise auf einer Zusammenführung zahlreicher unterschiedlicher genetischer Linien stammen. Dies legt eine Art von Zuchtauswahl nahe.

Wichtiges Indiz: die Nahrungsumstellung

Eine Isotopenanalyse zeigte allerdings, dass sich diese Tiere jedoch bereits eindeutig anders ernährten als wilde Wölfe. Während Wölfe im Rudel Jagd auf große Tiere wie Mammuts machen, ernährten sich diese Caniden jedoch beispielsweise von Hasen. Aufgrund der Nähe zu Menschen legt dieses Indiz nahe, dass die Wesen aus der Gnirshöhle sich nicht mehr ausschließlich von der Jagd ernähren mussten, weil sie von den Menschen Futter bekamen.

Zeitlich sind die fossilen Knochen zwischen 16.000 bis 14.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung einzuordnen. Zu diesem Zeitpunkt war die Domestizierung offenbar erfolgt – und dem Südwesten Deutschland kam hierbei vermutlich eine Vorreiterrolle zu.