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80-Jährige wählt Tiernotruf, doch niemand hört zu: Kater muss den Preis zahlen

Stundenlang telefoniert die Frau verzweifelt herum, denn die Katze auf ihrer Terrasse braucht Hilfe. Aber sie wird immer abgewimmelt – und das Tier leidet.

von Stefanie Gräf

Am 12.03.21, 16:00 veröffentlicht, am 15.03.21, 10:45 aktualisiert

Der aktuelle Facebook-Post des Tierschutzvereins für den Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V. macht unendlich betroffen – und wirft gleichzeitig viele Fragen auf. Zumal etliche Leser berichten, sie hätten bereits ähnliches erlebt.

Ganze drei Stunden lang hat ein älteres Ehepaar aus Visselhövede am 5. März intensiv versucht, Hilfe für eine kranke Katze zu bekommen, die bei ihnen auf der Terrasse saß. Die betagten Eheleute haben weder Internet noch E-Mail und sind auch nicht mobil. Doch bei den zuständigen Stellen stießen sie mit ihrem Hilferuf lediglich auf taube Ohren.

Keiner fühlt sich zuständig für die Katze

Erst das – eigentlich nicht für das Gebiet zuständige – Tierheim in Rotenburg/Wümme handelt im Sinne des Tieres und verspricht, die Katze am folgenden Tag einzufangen. Als die Samtpfote auftaucht, fahren die Tierschützer direkt los nach Visselhövede und können den Kater ohne Probleme sichern. Und sofort ist klar: Es geht ihm wirklich gar nicht gut!

Der Kater hat auf dem rechten Auge einen Nickhautvorfall und kippt auch immer wieder um. Deshalb geht es ohne Umwege in die Tierklinik nach Sottrum, wo er untersucht wird. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die Samtpfote hat eine üble Ohrenentzündung. Weil der Gehörgang komplett zugeschwollen ist, bekam er den Nickhautvorfall und kann sich auch nicht auf den Füßchen halten. Er benötigt dringend Cortison und Antibiotika.

Außerdem muss das Gebiss des ungechipten und unkastrierten Katers saniert werden, an den Rippen gibt es Auffälligkeiten und er ist komplett verfloht, voller Würmer und auch Haarlinge. Umso entsetzter sind die Tierschützer darüber, wie andere Stellen, die zum Wohle der Tiere agieren sollten, hier so untätig blieben. Denn:

„Auch Untätigkeit fügt Schmerz und Leid zu!“