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„Haustierfriedhof” in Saarbrücken entdeckt: Was passierte in dieser Gartenlaube?

In einem Wochenendhaus in Saarbrücken hat ein Hundehalter einen schrecklichen Fund gemacht. Die Polizei ermittelt nun gegen die 73-jährige Besitzerin.

von Nina Brandtner

Am 09.03.21, 16:00 veröffentlicht, am 15.03.21, 10:50 aktualisiert

Als sein Hund am vergangenen Sonntag plötzlich auf ein Grundstück stürmt, wird ein Passant in Saarbrücken auf einen unangenehmen Geruch aufmerksam. Er nähert sich einer Gartenlaube und hört aus dem Inneren gequältes Schreien mehrerer Katzen. Als ihm intensiver Verwesungsgeruch in die Nase steigt, ruft er Polizei und Tiernothilfe hinzu.

Wenig später bricht die Feuerwehr die Türen auf und macht einen grausigen Fund: Zwischen 150 und 200 Katzenleichen befinden sich in dem Gartenhaus. Sie sind allesamt in großen Müllsäcken verpackt. Mehrere verwahrloste Katzen streunen noch über das vermüllte Grundstück.

200 tote Katzen in Gartenlaube entdeckt

Es dauert Stunden, die Tierkadaver von dem Grundstück zu bringen. So lange, dass auch noch am Montag weitergearbeitet werden muss. Außerdem werden 35 noch lebende Katzen auf dem Grundstück eingefangen und in das Bertha Bruch Tierheim in Saarbrücken gebracht.

Dort befinden sich die Katzen, allesamt in schlechtem Zustand, nun in Quarantäne und werden von den Mitarbeitern versorgt. Unter ihnen sich auch zwei Kätzchen, die noch mit der Hand aufgezogen werden müssen. Das Tierheim schreibt auf Facebook:

„Die erste Nacht haben sie alle überlebt. Aber auch wenn sie alle durchkommen, werden sie an Langzeitfolgen leiden. Sie leiden an einem stark ausgeprägten Calizivirus, sind abgemagert, haben Flöhe, Würmer und Milben.”

Die 73-jährige Inhaberin der Gartenlaube muss sich nun auf rechtliche Konsequenzen gefasst machen. Gegen sie wurden mehrere Strafanzeigen nach dem Tierschutz gestellt, wie die Polizei am Montag mitteilt. Die Ermittlungen dauern weiter an.