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Hundehalter sollen jetzt eine extra CO2-Steuer bezahlen

Hunde beim Spaziergang. dog-angry
© Africa Studio / Shutterstock

Dieser Antrag sorgt für jede Menge Ärger: Weil Hunde angeblich schädlich für das Klima sind, wird in einer deutschen Großstadt nun geprüft, ob man die Halter zur Kasse bitten kann.

von Stefanie Gräf

Am 13.03.21, 12:00 veröffentlicht

Dieser Gedanke scheint sich zu einem regelrechten Trend zu entwickeln: Weil Haustiere angeblich zu viel CO2 abgeben, soll die Haltung entweder verboten werden oder ihre Halter für den Klimaschutz zahlen. Mehrfach wurde so etwas schon gefordert und nun bringt ein Antrag der Partei „Die Freibeuter“ in Leipzig die Tierfreunde auf die Barrikaden. Dort soll die Hundesteuer zum Wohl des Klimas steigen.

„In Leipzig waren Anfang 2019 mehr als 21.611 Hunde registriert, die zusammen 13.614,93 Tonnen CO2 ausstießen“, die Freibeuter malen in ihrem Antrag ein echtes Schreckensszenario aus. Sie verweisen hier auf eine aktuelle Studie der TU Berlin, in der es heißt, „dass der durchschnittliche Haushund während seiner Lebenszeit circa 8,2 Tonnen CO2 verursacht.“ Das sind 630 kg CO2 pro Jahr – und damit liegt die Emission eines Hundes bei 40 Prozent eines Kleinwagens!

Alles über die Hundesteuer in Leipzig
 

Hunde sind schlecht für das Klima

Die Partei, die vier der siebzig Stadträte in Leipzig stellt, begründet die Extra-Steuer für Hundehalter mit den „strengen Klimaschutzzielen“, zu denen man von der Bundesregierung verpflichtet wurde. Dazu müssten alle fünf Jahre die CO2-Emissionen um 10 Prozent gesenkt werden. Um das zu gewährleisten, fordern die Freibeuter n dem Antrag eine entsprechende Umlage auf die Hundesteuer, die aktuell bei 96 Euro liegt. Dieses Extra zum Klimaschutz würde die Hundesteuer dann allerdings in dreistellige Höhe steigen lassen.

Im Leipziger Stadtrat bleibt man hingegen eher verhalten und erklärt auf Nachfrage lediglich, man habe den Antrag zur Prüfung „in die Gremien verwiesen“. Immerhin fließen durch die Hundesteuer jährlich zwei Millionen Euro ins Leipziger Stadtsäckel und man möchte auf keinen Fall riskieren, dass diese Einnahmen wegbrechen, weil die Einwohner womöglich künftig auf die teure Hundehaltung verzichten.

 

Kann süß klimaschädlich sein? Die Fraktion Freibeuter im Leipziger Stadtrat beantragt, den Oberbürgermeister zu...

Posted by Fraktion Freibeuter on Tuesday, November 3, 2020