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Katzen könnten die nächsten Überträger von Coronaviren werden

Süßes Kätzchen auf einem Sofa cat-serious
© 5 second Studio / Shutterstock

Könnten Katzen im Kampf gegen das Coronavirus schon bald zu Stolperfallen für uns werden? Eine Künstliche Intelligenz warnt nun vor diesem Szenario.

von Nina Brandtner

Am 05.03.21, 16:00 veröffentlicht

Während in Deutschland alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um eine dritte Welle des Coronavirus zu verhindern, gibt es interessante Nachrichten aus Großbritannien. Dort haben Forscher an der Universität Liverpool mithilfe von künstlicher Intelligenz eine Liste erstellt, die voraussagen soll, welche Säugetiere als Wirte für das nächste Coronavirus dienen könnten.

In der Liste werden 126 mögliche Wirte aufgezählt, die neue Virenstämme vom Coronavirus entwickeln könnten. Besonders heraus sticht vor allem das beliebteste Haustier der Deutschen: die Katze. Knapp 14,8 Millionen Samtpfoten leben aktuell in Deutschland – und jede einzelne ist ein potenzieller Wirt für 65 Arten von Coronaviren, darunter auch das aktuell grassierende Sars-CoV-2.

Kommt der nächste Coronavirus von Katzen?

Die britische Studie, die Mitte Februar im „Nature Communications”-Magazin erschien, wurde unter anderem vom Virologen Marcus Blagrive durchgeführt. Er sagt gegenüber der BBC:

„Neue Coronaviren können durch eine Kombination von zwei bestehenden Coronaviren entstehen. Zwei Viren infizieren die gleiche Zelle und vereinen sich zu einem ,Tochter‘-Virus, einem komplett neuen Stamm.”

Um herauszufinden, in welchen Säugetieren sich ein solcher Vorgang abspielen könnte, nutzte das Forscherteam die Hilfe von künstlicher Intelligenz. Sie sammelte Tiere, die sich mit mehreren verschiedenen Coronaviren gleichzeitig infizieren könnten. Es stellte sich heraus: Die Anzahl an möglichen Wirten wurde bis dato stark unterschätzt. In 126 möglichen Wirtstieren könnte eine wie oben beschriebene Kombination bestehender Viren stattfinden.

Keine Panik: Tatsächliches Risiko ist nicht bekannt

Zu ihnen zählt auch die Hauskatze, die von mehreren Coronaviren gleichzeitig befallen sein kann und bei der Forscher zukünftig genauer hinsehen werden.

Für Halter bedeutet das aber keinesfalls, dass sie ihre Katze nun loswerden sollten. Nur weil sie empfänglich für das Coronavirus ist, steckt sie sich nicht auch automatisch an, betont Blagrove gegenüber France24:

„Alles, was wir tun, ist aufzuzeigen, bei welchen Tieren das möglich ist. Das tatsächliche Risiko zu kalkulieren ist unendlich viel komplexer.”