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Nach tödlichem Angriff auf Terrier: Jäger warnen vor Gefahr an Flussufern in NRW

Hund schwimmt in Fluss dog-sad
© Peter Turner Photography / Shutterstock

Hund Enno bezahlte seine Neugier mit dem Leben. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte beim Spaziergang an den Flussufern in NRW seinen Hund besser anleinen.

von Stefanie Gräf

Am 04.03.21, 05:00 veröffentlicht

„Ich war total schockiert. Ich hätte nie gedacht, dass die Tiere so aggressiv sind und einen Hund töten können.“ Der 49 Jahre alte Hundehalter Max J. ist noch immer fassungslos über den Vorfall, dabei ist er selber ein erfahrener Jäger.

Beim Spaziergang mit seinem Terrier Enno durch die Flussauen in Lippstadt scheucht der eine Biberratte auf – und die Nutria geht direkt zum Angriff über! Der kleine Terrier hat keine Chance, als die Biberratte ihn im Genick packt und zu Tode schüttelt. Dann versucht sie ihn sogar noch unter Wasser zu ziehen; alles binnen weniger Sekunden. Max J. kann nur zusehen.

Eine Biberratte oder Nutria
© Ina Hain / Shutterstock

Biberratte tötet Hund in NRW

Dabei sind die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutrias eigentlich überhaupt nicht aggressiv. Lediglich wenn man den ausgewachsen bis zu sechzig Zentimeter langen und um die 11 Kilo schweren Nagern zu nahe kommt, setzen sie sich zur Wehr. Möglicherweise handelte es sich bei dem Tier in Lippstadt um ein Weibchen mit Jungen, das sich bedroht fühlte. Das vermutet jedenfalls Professor Dr. Michael Lierz von der Universität Gießen.

Für den zuständigen Leiter der Jäger-Organisation in Lippstadt, Markus Jehn, ist der Vorfall „eine Verkettung unglücklicher Umstände“, wie er gegenüber t-online sagt. Da in NRW allerdings flächendeckend Nutrias vorkommen, rät er Hundehaltern dazu, ihren Vierbeiner künftig in entsprechenden Gegenden vorsichtshalber lieber an die Leine zu nehmen.