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Haustier-Kauf im Internet: Erstes Land zieht die Notbremse!

Der Online-Kauf von Haustieren soll verboten werden. dog-cat-serious
© Shutterstock / Ermolaev Alexander

Bewegt sich jetzt endlich was in Sachen Online-Kauf von Tieren? Der Vorstoß unserer Nachbarn könnte eine Signalwirkung auch für andere europäische Länder haben.

von Stefanie Gräf

Am 17.02.21, 16:00 veröffentlicht

Hat die Corona-Pandemie nun womöglich Auswirkungen auf den Tierschutz? Da sich im ersten Lockdown zahlreiche Menschen Haustiere angeschafft haben, die bei der Lockerung im Herbst prompt in den Tierheimen landeten, plant das französische Parlament nun verschärfte Regeln.

Kommt der am 2. Februar verabschiedete Ergänzungsantrag zum Gesetz gegen Tiermisshandlungen durch, so drohen bei Misshandlungen und Vernachlässigungen von Tieren drei Jahre Haft und eine Geldstrafe von 45.000 Euro. Des Weiteren wird der Online-Handel mit Tieren verboten und sogar Tierhandlungen dürfen keine Hunde oder Katzen mehr verkaufen. Ähnliche Forderungen gibt es in Deutschland ebenfalls, kommt nun die Diskussion wieder in Bewegung?

Top oder Flop? Tiere online kaufen
 

Frankreich: Antrag auf Verbot des Online-Handels

Auch in Deutschland werden zunehmend Tiere per Internet gekauft. Regelmäßig werden Fälle illegalen Welpenhandels bekannt, mit schlimmen Konsequenzen für die Tiere, die meist viel zu früh von der Mutter weggenommen werden und an Krankheiten leiden.

Vor Kurzem hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Vertreter von Internetplattformen, Tierschutz- und Tierärzteverbänden sowie der Heimtierbranche zu einem Gespräch am runden Tisch geladen. Mit eher geringem Erfolg, lediglich einige wenige Internetanbieter haben aus eigenem Antrieb ihre Richtlinien verschärft. Ansonsten setzt die Ministerin darauf, dass die Branche sich freiwillig selbst höhere Standards setzt.

Bedeutende Ausmaße: Online-Handel mit Tieren

Der deutsche Tierschutzbund dagegen fordert ein konsequentes Verbot des Online-Handels mit Tieren. Aktuelle Zahlen für Frankreich belegen, dass über dieses Medium derzeit rund 80 Prozent der Haustiere gehandelt werden, wie die Zeitung „Le Figaro“ berichtet. Häufig würden gerade Angebote auf Kleinanzeigenmärkten gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, so die Tierschutzorganisation der Schauspielerin Brigitte Bardot. Die Rede ist sogar von jedem vierten Inserat auf der in Frankreich sehr beliebten Plattform „Le Bon Coin“.