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4,6 Millionen Euro: Kaum zu glauben, wofür CDU-Politiker die Hundesteuer ausgeben wollen

Erfreuliche Haushaltsentwicklung in Hamburg dank deutlicher Mehreinnahmen bei der Hundesteuer. Doch ein CDU-Politiker will alles auf den Kopf stellen.

von Stefanie Gräf

Am 03.02.21, 10:20 veröffentlicht, am 08.02.21, 16:06 aktualisiert

Die Hundesteuer spült jedes Jahr Millionen in die Kassen der deutschen Kommunen. Geld, mit dem vor allem andere Haushaltslöcher gestopft werden, denn im Gegensatz zu vielen anderen Abgaben ist die Hundesteuer nicht zweckgebunden. Im Klartext: Sie muss nicht wieder für Hunde - im weitesten Sinne - eingesetzt werden.

Damit soll zumindest in Hamburg bald Schluss sein. Der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Sandro Kappe, macht derzeit von sich reden. Er fordert, die Hundesteuer in Hamburg endlich zweckgebunden zu machen! Das Geld soll den Vierbeiner zugute kommen.

400.000 Euro Mehreinnahmen in Hamburg

Bereits im letzten Herbst kam von der Hamburger CDU die Forderung, Tierheimhunden die Steuer zu erlassen. Ziel war es, einen Anreiz für die Adoption von schwer vermittelbaren Vierbeinern zu schaffen. Jetzt hat Sandro Kappe mit seiner kleinen Anfrage an den Senat nachgelegt.

Dabei stellte sich heraus, dass Hamburg seit 2018 bei der Hundesteuer ein sattes Plus eingefahren hat: ganze 400.000 Euro. Denn die Zahl der Haushalte mit Hund ist auf 55.601 gestiegen. Allein im Jahr 2020 nahm die Bürgerschaft so insgesamt 4,6 Millionen Euro ein, die anderweitig im Haushalt versickern. Damit soll nach dem Willen von Sandro Kappe, der auch Tierschutz-Sprecher der CDU-Fraktion ist, bald Schluss sein.

Hundesteuer soll für Hunde eingesetzt werden

Er möchte, dass diese Gelder künftig ausschließlich für Hundethemen eingesetzt werden müssen. Etwa um die übervollen Tierheime zu unterstützen oder endlich genügend Freilaufflächen in Hamburg zu schaffen. Und so könnte auch die Zahl der Kontrolleure aufgestockt werden, mit deren Hilfe das Hundekotproblem in den Griff bekommen werden soll. 

Dieser Vorstoß zeigt, dass immer mehr Politiker sich mit dem Thema Hundesteuer befassen. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Ganze weiterentwickelt.