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Familienmutter kauft Rassekatze im Internet und erlebt den Alptraum ihres Lebens

Weihnachten wird für diese Familienmutter von jetzt an wohl immer einen üblen Beigeschmack haben, dabei wollte sie ihren Liebsten nur eine Freude machen.

von Leonie Brinkmann

Am 03.12.20, 17:00 veröffentlicht

Eine Familienmutter aus der französischen Kleinstadt Le Pontet wollte ihren Liebsten zu Weihnachten mit vierbeinigem Familienzuwachs eine Freude machen.

Nach langem Suchen findet sie schließlich eine Anzeige für ein traumhaft niedliches Katzenbaby. Ein vier Monate altes Birmakätzchen um genau zu sein. Die Anzeige des Züchters aus Korsika wirkt sehr seriös, daher wird die Familienmutter nicht misstrauisch und überweist das Geld.

Eine erste Zahlung von 500€

500€ soll das Katzenbaby kosten, ein Preis, der für ein Birmakätzchen ziemlich günstig ist ... doch das weiß sie nicht. Gegenüber der französischen Tageszeitung La Provence berichtet sie:

„Ich habe am Montag mit dem Züchter telefoniert. Er hat meine Überweisung erhalten. Alles war in Ordnung und ich sollte sogar die Lieferung des Kätzchens über einen Link verfolgen können.“

Per E-Mail bekommt sie den Link für die Lieferungsnachverfolgung von einem in Monaco und Polen ansässigen Unternehmen namens Cargo Animal Transportation. Bis hierher nichts Verdächtiges: Alle Informationen stimmen, die Angaben des Züchters und das Gewicht des Tieres sind vermerkt.

Doch zwei Stunden später sieht es schon ganz anders aus.

Ein Problem nach dem anderen

Raphné, die kleine Birma-Katze, soll mit dem Flugzeug von Ajaccio nach Marseille geschickt werden, doch da beginnen die Probleme. Sie hat nämlich keine wärmende Katzentransportbox und kann deswegen nicht mitfliegen, es sei denn ihr neues Frauchen mietet eine entsprechende Transportbox.

Kostenpunkt? 550€. Keine Kleinigkeit, doch das Transportunternehmen versichert, dass der Züchter eine Versicherung abgeschlossen hat, die eine Rückerstattung von 98% bei Erhalt des Tieres gewährleistet.

Also zückt die Familienmama noch einmal ihre Karte. Jetzt gilt es nur noch auf den nächsten Flug zu warten, der diesmal über Paris nach Marseille gehen soll.

Eine fehlende Impfung

Sie wird mehrmals über den Verbleib das Kätzchen in Kenntnis gesetzt und alles scheint nun reibungslos zu verlaufen. Doch als sie Raphné abholen soll, gibt es ein neues Problem: Auf der Transportbox steht der Name des Züchters und dem Kätzchen fehlt eine Impfung, deswegen konnte es letztendlich doch nicht an Bord gehen.

Doch auch für dieses Problem gibt es eine Lösung: Wenn sie bereit ist, die Papiere für das bescheidene Sümmchen von 1.000€ neuausstellen zu lassen, stehen den Tierschutzanforderungen des Pariser Flughafens nichts mehr im Wege.

Sie bezahlt per CASHlib und bekommt einen Bestätigungscode sowie einige Dokumente vom Pariser Tierärzteverband und ihr wird zugesichert, dass das Kätzchen nun mit dem nächsten Flug zu ihr geschickt würde.

Dreiste Forderungen

Doch der Alptraum ist noch nicht vorüber, denn kurz darauf wird die Familienmutter wegen eines erneuten Problems von dem Transportunternehmen kontaktiert: Die Katze ist nicht gechipt. Um auch dieses Problem zu beheben, muss sie lediglich 850€ überweisen.

Als die Familienmutter von einem anderen Unternehmen auf die Möglichkeit eines Betrugs hingewiesen wird, ist es ein riesiger Schock und sie sieht ihren Traum von dem perfekten Weihnachtsgeschenk schwinden ... und das, obwohl sie bereits 2.000€ bezahlt hat.

Den Betrügern in die Falle getappt

Raphné hat es nie gegeben und sie wird auch nie bei ihrer neuen Familie ankommen. Auf einmal reagieren der angebliche Züchter und das Transportunternehmen nicht mehr auf ihre Anrufe.

Sofort erstattet die Familienmutter Anzeige und hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Internetnutzer vor derartigen Betrügern zu warnen. Es gibt immer mehr solcher Netzwerke, die auch immer besser organisiert sind. Um das Risiko zu vermeiden, sollte man Tiere nur von zertifizierten Züchtern adoptieren.