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Ein EU-Land geht nun besonders rabiat gegen Tierquäler vor

Nach mehreren Fällen brutaler Tiermisshandlungen beschließt das Parlament nun rigorose Maßnahmen. Ab sofort drohen Tierquälern hohe Geld- und Gefängnisstrafen.

von Stefanie Gräf

Am 12.11.20, 17:00 veröffentlicht

Makis Voridis, der griechische Agrarminister, sieht das neue Gesetz zum Schutz der Tiere vor Misshandlungen als ein „deutliches Signal an die Gesellschaft“. Neben Geldstrafen in Höhe von 3.000 und 5.000 Euro können die Gerichte nun sogar Haftstrafen bis zu zehn Jahren verhängen. Minimum ist ein Jahr.

Vorausgegangen waren der Verabschiedung des Gesetzes mehrere Fälle von extremer Gewalt gegen Tiere in Griechenland. So hat im Oktober auf Kreta ein Halter seinen Hund aufgehängt und ihn dann eigenhändig kastriert. Das Tier überlebte nur knapp seine schweren Verletzungen.

Im selben Monat stach ein Mann in der Nähe von Athen einem Hund mehrfach mit einer Eisenstange in Brustkorb und Bauch, dabei wurde die Lunge durchstoßen. 

Griechenland sagt Tierquälerei den Kampf an

Diese Taten beschleunigte die Entscheidungsfindung im griechischen Parlament und im Eilverfahren wurde nun das neue Gesetz verabschiedet.

Geahndet werden Vergiftungen von Tieren sowie das Aufhängen, Verbrennen und Verstümmeln.

Bislang galt Tierquälerei lediglich als eine weniger schwere Straftat und wurde mit einer bloßen Geldstrafe belegt. Allerdings scheinen die Täter zunehmend brutaler vorzugehen, wie die Fälle im Oktober zeigen.

Strafen für Tierquälerei in Deutschland milde

Damit nimmt Griechenland in Europa eine Vorreiterrolle ein. Denn in Deutschland wird sogenanntes „tierschutzwidriges Verhalten“ im Vergleich hierzu relativ milde bestraft. Bei einer vorsätzlich begangenen Misshandlung von Tieren sowie einer Tiertötung bzw. Tierquälerei durch Unterlassung (etwa wenn das Tier nicht mehr gefüttert wird), drohen dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Eine versuchte oder fahrlässige Tierquälerei stellt dagegen in Deutschland eine Ordnungswidrigkeit dar; hierfür kann eine Geldbuße von maximal 25.000 Euro verhängt werden.