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Attentat in Wien: Warum das Internet plötzlich voller Katzenfotos ist

Ein Terroranschlag erschüttert Wien, die Täter werden immer noch gesucht. Gleichzeitig kursieren im Netz immer mehr Katzenfotos: Was hat es damit auf sich?

von Nina Brandtner

Am 03.11.20, 17:00 veröffentlicht

Das Entsetzen in der österreichischen Hauptstadt ist groß. Mehrere Täter haben an sechs verschiedenen Standorten in Wien die Bevölkerung angegriffen. Ein den Behörden bekannter Islamist hat laut aktuellen Erkenntnissen mindestens vier Menschen getötet, er selbst wurde von der Polizei erschossen.

Weil noch in der Nacht auf Dienstag schlimme Bilder und Videos von der Tat im Internet kursierten, haben Twitternutzer aus ganz Europa ein mittlerweile bekanntes Konzept wieder aufgegriffen. Sie teilten Katzen- und Hundefotos unter den Hashtags #wien2020 oder #vienna.

Katzenfotos auf Twitter nach Anschlag in Wien

Hinter der Aktion stecken zwei Überlegungen: Zum einen sollen durch die unverfänglichen Haustier-Fotos die zum Teil grausamen Aufnahmen der Angriffe in den Feeds der Sozialen Netzwerke verdeckt werden.

Andererseits will die Bevölkerung die Polizei damit bei ihrer Arbeit unterstützen. Jedes Video und jede Nachricht, die in Echtzeit im Netz geteilt wird, könnte den Angreifern bei der Flucht in die Hände spielen. Durch Fotos der Polizeieinsätze könnten die Attentäter erahnen, in welche Richtung die Polizei ermittelt.

Das gleiche Ablenkungsmanöver war auch in den Stunden nach dem Anschlag in Straßburg im Dezember 2018 zu beobachten. Damals füllten ebenfalls Katzenfotos das Internet.