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Pitbull und Co.: Deutsches Bundesland will auch 2021 an Rasseliste festhalten

Eine Zahl zu den Beißvorfällen von Hunden der letzten 10 Jahre sorgt für Zwietracht: Sind sog. Listenhunde wirklich gefährlicher als andere Hunderassen oder ist gerade die Rasseliste die politische Lösung?

von Philipp Hornung

Am 30.10.20, 11:00 veröffentlicht

Es gibt seit Jahren Kritik an der hessischen Liste der gefährlichen Hunderassen. Sie stammt noch aus den frühen 2000er Jahren. An fordester Front steht dabei die in Wiesbaden oppositionnelle Linkspartei.

Die tierschutzpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag, Heide Scheuch-Paschkewitz, fordert nun erneut eine Abschaffung dieser Rasseliste. Sie plädiert dafür, einen Sachkundenachweis für Hundehalter einzuführen. Sie ist davon überzeugt, dass vor allem die falsche Haltung und Erziehung zu Beißattacken führen können.

Hund beißt: Rasse versus Erziehung

Doch das Land Hessen mit seiner schwarz-grünen Landesregierung will an der sogenannten Rasseliste auch in Zukunft festhalten. Auf dieser Liste stehen Hunderassen, die als besonders gefährlich gelten, zum Beispiel Pitbulls oder Rottweiler, aber auch Staffordshire Bullterrier oder Kangals.

7% der registrierten Beißvorfälle zwischen 2009 und 2019 gehen auf Listenhunde zurück

Für die Linke, die die Anfrage gestellt hatte, zeigt diese Zahl, dass die Gefährlichkeit der Rassen stark übertrieben werde.

Doch das Innenministerium entgegnet, dass sich gerade durch die Einführung der Rasseliste die Beißvorfälle auf ein Minimum reduziert werden konnte. Deshalb solle die Gefahrenverordnung über das Halten und Führen von Hunden auch 2021 weiter gelten.

Hürden für hessische Halter von Listenhunden

Möchte jemand einen solchen Listenhund halten, braucht er oder sie eine Sondererlaubnis der Ordnungsbehörde. Außerdem muss der Vierbeiner im Rahmen eines Wesenstests seine Harmlosigkeit beweisen. Hinzu kommt eine erhöhte Hundesteuer in Hessen wie in vielen anderen Bundesländern.

Wie ist die Gesetzeslage in Ihrem Bundesland?