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„Rotz und Wasser geheult”: Unwürdiges Ende von Listenhund spaltet Österreich

Ein grauer American Staffordshire Terrier dog-sad
© Symbolbild / Shutterstock

Große Trauer bei Tierschützern in Österreich: Im August wurde der gesunde Listenhund Balu eingeschläfert. Ob das überhaupt rechtmäßig war, wird nun geprüft.

von Carina Petermann

Am 29.10.20, 11:00 veröffentlicht

 

Schon seit seiner Geburt an Heiligabend im Jahr 2018 wurde American Staffordshire Terrier Balu vom Pech verfolgt. Von einem Pärchen wurde er in Wien auf einem Balkon gehalten, kurz darauf gegen Bezahlung von einer Tierfreundin gerettet, wie nön.at berichtet. Seine Helferin C. Polat war dann auch an seiner Vermittlung an eine neue Familie beteiligt.

Doch wie Polat im August erfahren muss, war Balus Adoption keine zweite Chance – sondern ein Todesurteil. Denn Balu wurde wieder weitergegeben, und seine neuen Halter waren gnadenlos überfordert. Sie brachten den gesunden, eineinhalb Jahre alten Listenhund zum Tierarzt, der ihn im vergangenen August einschläferte.

Listenhund wegen angeblicher Gefährlichkeit eingeschläfert

Der Tierarzt sagt gegenüber nön.at, niemand wollte Balu mehr, weil er die Gattin des Halters attackiert habe. Weil die Halter sichtlich beunruhigt waren und darauf bestanden haben, hätte er den grauen Hund letztlich eingeschläfert. Auch, weil er selbst Gefahr befürchtete.

Unverständlich für Polat. Sie ist der Meinung, ungewünschtes Verhalten bei Hunden könne relativ leicht behoben werden – mit dem richtigen Training und Haltern. Als sie von Balus traurigem Schicksal erfahren hat, habe sie „Rotz und Wasser geheult”.

Der Fall wird nun in einem Verfahren geprüft. Zurückbringen wird das Balu nun aber auch nicht mehr.

 

Tierfreundin beklagt Tötung durch Tierarzt ohne Rechtsbasis, der spricht von Gefahr im Verzug. Ermittlungen laufen.

Posted by NÖN on Wednesday, October 28, 2020