🐱 Gewinnspiel für Katzenfreunde 🎁

Werbung

+++ Hundesteuer soll abgeschafft werden +++

Gehört die Hundesteuer bald der Vergangenheit an? Jetzt macht sich der Bund der Steuerzahler dafür stark, dort hält man die Abgabe für nicht gerechtfertigt.

von Stefanie Gräf

Am 20.10.20, 17:00 veröffentlicht

Ein leidiges Thema für viele Hundehalter: die Steuer für den lieben Vierbeiner. Sie gilt als ungerecht, da jede Gemeinde die Höhe selbst festsetzen kann, und bringt Herrchen oder Frauchen zudem keinerlei Vorteile. Viele empfinden sie sogar als eine Art Strafe.

Jetzt schlägt auch der Bund der Steuerzahler in Hessen in die Kerbe und fordert vehement eine Abschaffung der Hundesteuer. Entscheidende Begründung für diesen Vorstoß: Es handelte sich ursprünglich um eine Luxussteuer, doch Hunde haben inzwischen eine ganz andere gesellschaftliche Bedeutung.

Steuer nicht berechtigt?

Jochen Kilp, Kommunalexperte des BdSt Hessen und Bürgermeisterkandidat der Stadt Friedrichsdorf im hessischen Hochtaunuskreis, weist darauf hin, dass für viele Menschen heutzutage der Hund kein Luxusobjekt mehr ist. Vielmehr ist er vielfach einziges Bezugswesen oder gar Kind- oder Familienersatz. Deshalb plädiert Kilp entschieden:

„Die Besitzer dafür zur Kasse zu bitten, ist fragwürdig und muss ein Ende haben!“

Für Kilp ist die Hundesteuer auch deshalb ein Unding, weil andere Tierhalter nicht zur Kasse gebeten werden (z.B. durch eine Katzensteuer) und hier somit eine Ungleichbehandlung vorliegt. Da die Steuer nicht zweckgebunden ist, ist sie auch nicht mit weniger Hundekot im öffentlichen Raum begründbar. Hier passiert trotzdem oftmals viel zu wenig.

Die öffentlichen Kassen bleiben dennoch leer

Ein weiterer Punkt, den der BdSt Hessen moniert: Die Hundesteuer spült allerdings auch keine zusätzlichen Finanzmittel in die städtischen Kassen. Denn der Verwaltungsaufwand und die Kontrollen, für die meist Dienstleistungsunternehmen engagiert werden müssen, fressen den Großteil der eingenommenen Gelder wieder auf. Unter dem Strich bliebe daher allzu oft wenig bis gar nichts.

Inwiefern der Vorstoß des Steuerzahlerbundes aus Hessen Erfolg hat, ist bislang nicht abzuschätzen. Es ist nicht anzunehmen, dass sich hier kurzfristig etwas tut. Aber hoffen darf man natürlich.