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Coronakrise: Tierheim-Achterbahnfahrt geht in die nächste Runde

Zahlreiche Vierbeiner in deutschen Tierheimen leiden erneut unter der Corona-Krise. Dabei könnte sie eine echte Chance für heimatlose Tiere sein.

von Nina Brandtner

Am 13.10.20, 17:00 veröffentlicht

Sie müssen keine Masken tragen und werden nicht krank – dennoch trifft die Coronakrise auch Deutschlands Haustiere. Vierbeiner, die im Tierheim auf eine Familie warten, haben in den vergangenen Monaten eine regelrechte Achterbahnfahrt mitgemacht. Denn was geschieht mit den Tieren, die im Frühling vermittelt wurden, deren Halter nun aber wieder ihrem Alltag nachgehen?

Darüber berichtet der Tiernahrungshersteller Purina, der sich mit Wamiz und den TV-Moderatoren Jochen Bendel und Nina Ruge für Tieradoption einsetzt, in einer Pressemitteilung.

Neuregistrierungen steigen im Juni stark an

Als die Corona-Pandemie im März mit voller Wucht in Deutschland ankommt, sind die Tierheime in Alarmbereitschaft. In Hamburg sinken die Adoptionszahlen, in München werden Dauerspenden gekündigt (wir berichteten). TV-Moderator Jochen Bendel fasst zusammen:

„Corona war für die Tierheime besonders schlimm. Es war Lockdown, keiner konnte mehr die Tiere besuchen, die dort einsam herumsaßen.”

Dank Homeoffice und Kurzarbeit haben die Deutschen in den Monaten, die auf die Kontaktbeschränkungen folgen, mehr Zeit zur Verfügung. Die Folge: Die Neuregistrieungen von Haustieren schießen in die Höhe. Laut dem deutschen TASSO-Haustierzentralregister werden im Juni 2020 25 Prozent mehr Hunde registriert als im Juni 2019.

Hoffen beim Tierschutzverein München

Kurt Perlinger, der Vorstandsvorsitzende des Tierschutzvereins München, zeigt sich hoffnungsvoll, dass durch ein Umdenken möglichst viele Tierheim-Tiere ein neues Zuhause finden:

„Während des Lockdowns, als unser gewohntes Freizeitangebot nur stark eingeschränkt zur Verfügung stand, haben viele Menschen für sich entdeckt, wie schön und wertvoll es ist, einen tierischen Gefährten an seiner Seite zu haben.”

„Tierheime füllen sich wieder” – Kampagne gestartet

Doch damit ist das Auf und Ab für viele heimatlose Vierbeiner noch nicht vorbei. Nun, da das Leben in Deutschland vorerst wieder einen gewohnten Gang geht, die Menschen wieder an ihre Arbeitsstelle zurückkehren, würden sich die Tierheime wieder füllen, so Jochen Bendel. Auch Perlinger mahnt:

„Wir möchten auch daran erinnern, dass die Anschaffung eines Haustieres eine langfristige Verantwortung mit sich bringt, die auch nach Corona noch besteht.”

Damit die Tiere wirklich nachhaltig vermittelt werden können, startet Purina nun mit Nina Ruge und Jochen Bendel eine Aufklärungs- und Digitalkampagne, die Interessenten bei ihrer Entscheidung unterstützen soll. Nicht nur will man so noch mehr Menschen dazu inspirieren, sich für ein Tierheim-Tier zu entscheiden. Außerdem soll jeder Vierbeiner auch wirklich eine Familie fürs ganze Leben finden.