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Knallharte Strafen: Kontroverser Staatsmann unterzeichnet Tierschutzgesetz mit Hund

Überraschend greift ein großes Land künftig durch bei Tierquälerei. Wer einem Tier Schaden zufügt, muss nun mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.

von Stefanie Gräf

Am 07.10.20, 17:00 veröffentlicht

In einem aufsehenerregenden Staatsakt hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro das Gesetz 1095/19 unterzeichnet. An seiner Seite dabei: sein Hund. In dem Dekret geht es um eine Neuregelung der Strafen, die bei Misshandlungen von Hunden und Katzen verhängt werden können.

Während in Brasilien bislang maximal Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr zulässig waren, haben Richter nun die Möglichkeit zu deutlich drastischeren Maßnahmen. Der neue Gesetz sie neben Geldstrafen und einem generellen Tierhalteverbot sogar Haftstrafen von zwei bis zu fünf Jahren vor. 

Neues Tierschutzgesetz in Brasilien

Ein wichtiger Schritt, für den sich First Lady Michelle Bolsonaro besonders eingesetzt hat. Sie kämpft seit Jahren für Tierrechte und ist eine der wichtigsten Befürworterinnen des Vorstoßes.

Das Gesetz wurde bereits am 9. September im Senat verabschiedet; nun ist es rechtskräftig, nach der Ratifizierung durch den Präsidenten und Abgeordneten Fred Costa. Allerdings hat es sich bereits zu einer Art Internetwitz entwickelt; so wird beispielsweise bezweifelt, dass das neue Gesetz auch wirklich angewendet wird – etwa im Landesinneren von Brasilien.

Kritische Situation in Bolsonaros Brasilien

Vor allem Umwelt- und Tierschützer der UN, von WWF sowie Greenpeace sehen das neue Gesetz jedoch eher mit gemischten Gefühlen. Schließlich bezieht es sich lediglich auf Haustiere. Durch die fortwährende Brandrodung im Pantanal und im Amazonas-Gebiet verlieren aber täglich zahllose Tiere ihre Lebensgrundlage, wenn sie nicht in den Flammen umkommen.

Tatsächlich hat Bolsonaro direkt nach seinem Amtsantritt die Strafen für Brandrodung und Abholzen von Wäldern gesenkt. Er propagiert den Bau von Minen sowie eine intensivierte Landwirtschaft in den Gebieten.